Upcycling: aus einem altem Männerhemd wird eine Tunika

Manche Menschen bringen alte Kleidung zur Altkleidersammlung. Ich nicht. Ich mache mir was neues daraus. Das nennt man dann Upcycling. Und ich finde, dass das eine wundervolle Idee ist. Vor allem mit der Kleidung von Männern kann frau ja so schöne Sachen machen. Also habe ich mir ein Männerhemd genommen und es geupcycelt. Schreibt man das so? Und da ist das gute Stück: ein kragenloses, blaues Hemd.

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Als erstes befreie ich das Hemd von allem, was ich nicht mehr brauche: die unteren Knöpfe und die Brusttasche.

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Dann nähe ich das Hemd vorne bis zu einem netten Ausschnitt zusammen.

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Ich möchte, dass meine Tunika eine Empire Linie bekommt. Bei der Empire Linie ist die Taillenbetonung knapp unterhalb der Brust – betont wird das Dekollté, Taille und Hüftpartie bleiben unbetont.

Dazu nähe ich einfach ein Gummiband mit dem Zickzackstich von innen fest. Das Gummiband hat als Länge in etwa den Umfang knapp unter der Brust. Damit ich das Gummiband an Ort und Stelle mit Stecknadeln fixieren kann, ziehe ich das Hemd auf links gedreht meiner Schneiderpuppe an und stecke dann alles fest. Dabei kann man auch ganz gut auf die gleichmäßige Verteilung der entstehenden Falten achten und alles schön ordnen.

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Und taddaaaa… fertig ist die Tunika aus einem alten Männerhemd.

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Viel Spaß 🙂

 

Nähanleitung: schulterfreies T-Shirt

Eigentlich ist das ein Projekt für den Frühling oder zumindest für den Frühsommer. Ich meine, mal ehrlich, wer braucht denn jetzt noch ein schulterfreies T-Shirt?

Andererseits – es ist nie der falsche Zeitpunkt, die Garderobe zu vergrößern und vielleicht kommt ja noch ein kurzer Abstecher in die Sonne. Inspiriert hat mich übrigens ein amerikanisches Tutorial. Ich finde es schade, dass man im Internet so selten Nähanleitungen auf deutsch findet und so zeig ich euch in Zukunft ab und zu auch mal meine Umsetzung von den Anleitungen anderer. Nun aber los!

Material:

großes (Männer) T-Shirt

Schere

Gummiband ca. 0,5cm breit

 

Anleitung:

1) Zuschneiden

Ihr dreht das T-Shirt auf links und zeichnet den neuen Ausschnitt an. Wichtig ist eigentlich nur, dass ihr unter der Naht vom jetzigen Ausschnitt bleibt und die Seitennähte von den Ärmeln heile lasst. Und dann schneidet ihr das einfach aus.

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Das sieht dann so aus:

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2) Nähen

Den Ausschnitt um 1,5cm umklappen und einmal rumnähen – dabei aber ca. 2cm freilassen. Als nächstes an dem Gummiband eine Sicherheitsnadel befestigen und das Gummiband durchfädeln, auf die richtige Länge kürzen und zusammennähen. Dann die Naht schließen. Ich hab dann unten auch noch kurz die eine Naht aufgetrennt, ein weiteres Gummiband durchgefädelt und vernäht.

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Und taddaaaa… fertig!

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VIEL SPAß!

Ein Schätzchen mit Potenzial

Manchmal finden sich hier im Haus richtige, kleine Schätzchen. So auch neulich geschehen, als ich mich zufällig in die Werkstatt verlaufen habe. Seitdem der Mann da ein bisschen aufgeräumt hat, sieht man auch mal, was sich da so alles versteckt. Nämlich dieses kleine Schätzchen… unscheinbar, aber mit Potenzial!

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Und wie der Zufall es so will, war ich eh gerade auf der Suche nach einem neuen Nachttisch – also nichts wie ran an die Schleifmaschine. Meine Nachbarn hassen mich jetzt vermutlich. An einem Samstag. Mittags. Unmögliche Idee.

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Ich habe nur das nötigste abgeschliffen, natürlich aus Rücksicht auf die Nachbarn. Das hatte auf keinen Fall etwas damit zu tun, dass ich Abschleifen nicht mag. Und nach dem Schleifen kommt ja dann auch der leisere und angenehmere Teil – das Streichen. Insgesamt habe ich nach der Grundierung noch drei Anstriche gebraucht, damit es deckt – gelobt sei der wasserbasierte, seidenmatte Lack. Ein Teufelszeug.

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Und als dann endlich alles schön weiß war, hab ich noch ein paar Akzente an den Giffen und Leisten mit weißem, hochglänzenden Lack gesetzt.

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Am Ende sieht mein kleines Schätzchen richig schnuckelig aus.

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Inzwischen ist der Nachttisch auch an seinem Bestimmungsort neben dem Bett angekommen. Irgendwie war ich aber noch nicht so ganz zufrieden mit dem Ergebnis – einfach zu weiß. Deko muss also her und so landet ein hellblaues Blatt Papier oben drauf – hübsch und praktisch zugleich.

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😉