DIY: 4 Rezepte für selbstgemachte Seife

Erinnert ihr euch noch? Vor nicht allzu langer Zeit habe ich zum ersten Mal Seife selber gemacht. Nach diesem ersten Versuch, über den ihr hier lesen könnt, habe ich es noch zweimal versucht. Dabei sind 4 wunderschöne Seifen entstanden, die sich super als kleines Gastgeschenk oder Mitbringsel eignen.

Küchenseife/ Kaffeeseife

Die Kaffeeseife besteht tatsächlich hauptsächlich aus Kaffeesatz und Espresso. Sie ist sehr gut als Küchenseife geeignet, weil durch das Waschen mit Kaffee sämtliche Gerüche an den Händen beseitigt werden – sehr praktisch also nach dem Schneiden von Zwiebeln und Knoblauch. Zusätzlich wirkt der Kaffeesatz als Peeling und hilft dabei, alle Verunreinigungen zu entfernen.

Rezept

– 250g Kokosöl, 250g Sheabutter, 250g Olivenöl und 150g Traubenkernöl

– 302g gefrorener Espresso aus destilliertem Wasser

– 118g NaOH

– 3EL Kaffeesatz, Kaffeebohnen zur Dekoration

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Gärtnerinnenseife

Für die Gärtnerinnenseife habe ich hauptsächlich pflegende Öle, wie Olivenöl, Sheabutter und Traubenkernöl verwendet. Sie sollen die Hände nach der Gartenarbeit wieder schön weich pflegen. Das Teebaumöl hilft, kleine Verletzungen zu heilen und die Mohnsamen wirken wie ein Peeling und befreien die Hände von Erde und Dreck.

Rezept

– 300g Olivenöl, 300g Rapsöl, 250g Kokosöl, 100g Sheabutter und 50g Traubenkernöl

– 50g Duftöl: Lavendel und Teebaumöl

– 335g gefrorener Minztee aus destilliertem Wasser

– 135g NaOH

– 2EL Mohnsamen, Lavendelblüten zum Bestreuen

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Ziegenmilchseife/ “Zicklein auf der Blumenwiese”

Die Seife aus Ziegenmilch hat kein besonderes Anwendungsgebiet. Sie wäscht die Hände, pflegt sie und riecht einfach blumig schön nach einer Sommerwiese.

Rezept

– 250g Rapsöl, 250g Olivenöl, 250g Palmöl und 250g Kokosöl

– 50g Duftöl: Geranium und Lavendel

– 335g gefrorene Ziegenmilch

– 136g NaOH

– getrocknete Blüten zum Bestreuen

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Rosenseife

Sie Rosenseife ist einer der Klassiker unter den Seifen. Mit dem roten Malventee wollte ich eigentlich erreichen, dass die Seife rosa oder rötlich wird. Das hat allerdings nicht richtig funktioniert. Beim Mischen mit dem NaOH wurde die Flüssigkeit erst grün und dann bräunlich. Die Seife hatte zum Schluss in etwa die Farbe von Marzipan – auch schön.

Rezept

– 250g Rapsöl, 250g Kokosöl, 250g Palmöl, 150g Sheabutter und 100g Mandelöl

– 50g Duftöl: Rose

– 335g Malventee aus destilliertem Wasser

– 137g NaOH

Für diese Seife habe ich leider keine Fotos – alles schon verschenkt. 🙂

 

Falls ihr selber noch mehr über die Herstellung von Seife erfahren möchtet, kann ich euch die Seite www.naturseife.com von Claudia Kasper sehr empfehlen.

DIY: Seife selber machen

Heute war eine Freundin da und hat mir gezeigt, wie man Seife macht. Ich hätte nicht gedacht, dass das soviel Spaß macht und dabei noch so einfach ist. Ich hätte am liebsten gleich 5 verschiedene Seifen herstellen können – die Ideen stürmten nur so auf mich ein. Aber wir haben nur jede eine Sorte gemacht – es war ja auch nur der Probelauf für unseren kommenden kreativen Nachmittag, an dem wir mit Freundinnen diverse Seifen herstellen wollen. Die eignen sich ja auch so toll als Mitbringsel oder Geschenk und Weihnachten steht ja nun auch bald vor der Tür. Und außerdem kann man ja nie genug Seife im Haus haben, nicht wahr?!

Der Schatz vom Fotowunderland war so nett, und hat Fotos von dem Herstellungsprozess gemacht und so kann ich euch das Ganze zeigen.

Material:

1000g verschiedene Öle und Fette (500g Rapsöl, 250g Kokosfett, 250g Olivenöl)

138g Ätznatron

335g destilliertes Wasser

ätherische Öle

Blüten, Kaffeepulver, Sand und ähnliche Zusätze

Schüsseln, Töpfe, einen Stabmixer, Löffel und Handschuhe

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Anleitung:

1) Vorbereiten

Wir messen alle Zutaten genau ab, und bereiten sie für das Zusammenmischen vor. Dazu wird das Olivenöl erhitzt und das Kokosfett darin geschmolzen.

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Während die Öle wieder ein bisschen abkühlen, lassen wir das Ätznatron auf das destillierte Wasser in Form von Eiswürfeln los, damit sich Natronlauge bildet. Wir nehmen Eiswürfel, damit sich die Mischung nicht so sehr erhitzt. Das verkürzt nämlich die Wartezeit, denn sowohl Natronlauge als auch die Öle sollen die gleiche Temperatur von ca. 35°C haben.

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2) Anmischen des Seifenleims

Sobald beide Flüssigkeiten in etwa die gleiche Temperatur haben, werden sie langsam und vorsichtig zusammengeschüttet und verrührt.

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3) Starten des Seifungsprozesses

Jetzt kommt der Stabmixer zum Einsatz. Bffffp, Bfffffffffp, Bffffffffffffp solange bis der Seifenleim andickt.

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Falls ihr der Seife ätherische Öle hinzufügen möchtet, ist jetzt der beste Moment.

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4) Gießen der Seife

Sobald der Seifenleim ein bisschen dicker geworden ist, kann man ihn in die Form gießen. Ich mische noch Lavendelblüten in den Seifenleim und streue später welche oben auf.

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5) Reifen der Seife

Sobald die Seife fertig gegossen ist, geht sie in einem Karton warm verpackt für 24 Stunden schlafen. Morgen kann ich sie schon aus ihrer Form holen, schneiden und das Resultat vorzeigen. Ich bin schon ganz aufgeregt!