Nähanleitung: Clutch / Briefumschlag Täschlein

Kleine Täschlein kann frau praktisch nie genug haben und so zeig ich euch, wie man eine Clutch im Design eines Briefumschlags näht. Dazu nähen wir erst die Stoffe zusammen, dann falten wir das Ganze, nähen einmal rundrum und befestigen den Verschluss. Los geht’s.

Material:

Außenstoff und innenstoff

Fleece

Kam Snaps als Verschluss

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Anleitung:

Zuerst nähen wir den Außenstoff zusammen. Dazu lege ich die beiden Teile des Außenstoffs mit der jeweils schönen Seite aufeinander und nähe einmal rüber. Dieser Schritt entfällt natürlich, wenn ihr für den Außenstoff nur einen Stoff nehmt – ist ja klar. Die Nahtzugabe könnt ihr auseinanderbügeln – bei Kunstleder entfällt das, dafür schneide ich die Nahtzugabe sehr knapp ab.

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Wenn ihr wollt, könnt ihr den Außenstoff jetzt noch mit Borten oder Spitze verzieren. Dann nähen wir den Innenstoff an den Außenstoff – wieder mit den schönen Seiten innen.

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Wichtig ist, dass ihr dabei eine Wendeöffnung lasst. Also näht ihr auf beiden Seiten vom Rand aus nur so 6cm und lasst die Mitte frei. Und schon sind wir mit dem ersten Nähdurchgang fertig. Die Naht wird anschließend auseinander gebügelt (uiii, schaut mal: mein neues, kleines Bügeleisen – voll süüüüüß!).

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An den Rand der Naht klebe ich einen Streifen doppelseitiges Klebeband und darauf befestige ich das Fleece. Im Nachhinein würde ich das Fleece nicht mehr auf dem Außenstoff, sondern auf dem Innenstoff fixieren. Naja, Versuch macht klug (und schon gehen wieder 5,-€ ins Phrasenschwein).

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Jetzt geht es ans Falten. Das Stoffteil liegt mit der schönen Seite unten, der Fleece ist oben. Ihr klappt die Seite ohne Fleece auf die Seite mit dem Fleece (in meinem Fall ist das der Innenstoff). Nun liegen alle übereinander und man kann die Wendeöffnung sehen.

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Legt das Teil so vor euch hin, dass der Außenstoff als oberstes und die Wendeöffnung links liegt. Dann faltet ihr die 2/3 von der rechten Seite (bei mir das bronzefarbene Kunstleder mit samt dem Fleece) nach links rüber und wendet das gute Stück, so dass nun der Futterstoff oben ist. Diesen klappt ihr ebenfalls auf die gleiche Weise um.

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Ihr habt nun mehr oder weniger ein Quadrat, das ihr am besten gut fixiert.

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Auf die überlappende Seite (dort, wo weniger Stoff ist) zeichnet ihr die Klappenform und näht einmal rundrum. Die untere kurze Seite lasst ihr dabei aus.

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Ich schneide meistens den Fleece und das Kunstleder aus der Nahtzugabe ab, damit es beim fertigen Täschlein keinen Stoffstau gibt. Auf dem 2. Bild könnt ihr übrigens ganz gut sehen, wo ich langgenäht habe.

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Durch die Wendeöffnung können wir unsere zukünftige Clutch nun wenden.

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Zum Schluss wird die Wendeöffnung verschlossen und der Verschluss angebracht.

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Und taddaaaa… fertig ist das Täschchen im Design eines Briefumschlags.

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Viel Spaß beim Nachnähen 🙂

 

 

 

 

Nähanleitung: Utensilo

So ein Utensilo kann man ja immer gut gebrauchen – schon allein um die Sachen da drin zu sammeln, die sonst überall und eigentlich immer an der falschen Stelle rumfliegen. Also schaffen wir im neuen Jahr ein bischen Ordnung und nähen ein Utensilo.

Das ist ganz einfach. Dazu näht ihr jeweils einen einfachen Beutel aus dem Innenstoff und aus dem Außenstoff, steckt beides ineinander, näht es zusammen, wendet das Ganze und verschließt die Wendeöffnung. Die einzelnen Schritte mit Fotos findet ihr im folgenden Artikel.

Material
Außenstoff und Innenstoff
Vlieseline zum Aufbügeln

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Vorbereitung
Ihr braucht vom Außenstoff und Innenstoff jeweils ein gleichgroßes Stück, z.B. in der Größe 40cm x 20cm. Zusätzlich nehme ich zur Verstärkung noch Vlieseline zum Aufbügeln. Die Vlieseline schneide ich je 2cm kleiner also in der Größe 38cm x 18cm zu und bügele sie auf die linke Seite des Außenstoffs. Dadurch dass die Vlieseline kleiner ist, bleibt am Rand die Nahtzugabe frei.

Anleitung
Als erstes legt ihr den jeweiligen Außen- und Innenstoff mit der schönen Seite innen zusammen und näht jeweils die Seiten zusammen.

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Die unteren Ecken schneide ich schräg ab, damit sie beim nächsten Schritt nicht so stören.

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Damit unser Utensilo einen Boden hat, klappen wir die Ecken  zusammen, zeichnen die Naht ca. 3cm von der Spitze entfernt an und nähen quer drüber.

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Die Ecken können dann ca. 1cm von der Naht entfernt abgeschnitten werden.

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Der Teil aus dem Außenstoff wird jetzt umgedreht und in den Teil aus dem Innenstoff gesteckt. Dabei ist es wichtig, dass die Nähte genau aufeinander liegen. Zur Sicherheit klippe ich das mit meinen Wonderclips zusammen.

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Wenn alles gut festgesteckt ist, näht ihr einmal rundrum, lasst aber eine Öffnung von ca. 8cm zum Wenden frei.

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Durch diese Wendeöffnung wendet ihr nun das Ganze, stopft das Innenteil in das Außenteil und schließt die Wendeöffnung, indem ihr knappkantig einmal rundrum näht.

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Und taddaaa… fertig ist der neue Utensilo, den man Sogar wenden kann.

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Erstellen einer neuen Kollektion

Ab und zu überkommt mich die Kreativität und ich muss dann einfach nähen. Geht euch das auch manchmal so? Das ist immer toll und es entstehen dabei die schönsten Sachen.

Wenn ich aber für meinen Shop bei DaWanda eine neue Kollektion entwickle, dann gehe ich etwas systematischer vor. Ich schaue mir den Trendreport bei DaWanda und bei Etsy an und mache mir eine Liste von den wichtigsten Trends – naja, von denen, die mir gefallen.

Ich habe von jedem meiner Stoffe ein kleines Quadrat von ca. 5cm x 5cm. Alle sind in einer kleinen Box, ordentlich nach Farben sortiert. So habe ich alle meine Schätzchen immer griffbereit.

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Und dann schau ich, ob ich die passenden Stoffe habe, oder ob ich doch shoppen gehen kann muss. Wenn ich alles beisammen habe, nehme ich mir mein magisches Memoboard und stelle die Stoffe zusammen, die gut passen.

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Wenn ich mich dann entschieden habe, schneide ich die Stoffe zu und arrangiere sie auf meinem großen, magischen Memoboard.

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Und dann geht’s schon los mit dem Nähen. Wie macht ihr das? Spontan oder systematisch?

VIEL SPAß 😉

Nähanleitung: einfache Smartphonetasche

Ich verkaufe ja schon lange Smartphonetaschen bei DaWanda und seit neuestem biete ich auch DIY Kits an, damit ihr eure Tasche selber nähen könnt. Und hier kommt die Anleitung dazu – erstmal für die einfache Variante.

Material:

– Stoff für die Innen- und die Außenseite

– Fleece als Wattierung

– Gummikordel

– Knopf

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Anleitung:

Als erstes legt ihr das Stück Fleece auf die linke Seite des Außenstoffs und faltet die beiden Enden mit der rechten – also der schönen Seite – aufeinander. Das Fleece ist ein wenig schmaler als der Außenstoff, weil sich das dann gleich leichter näht – man sieht besser und hat hinterher nicht so viel Stoff in der Nahtzugabe.

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Als Nächstes legt ihr die beiden Stücke des Innenstoffs mit der schönen Seite innen aufeinander.

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Den Außenstoff mit dem Fleece näht ihr nur rechts und links zusammen, den Innenstoff auch an der Unterseite. Wichtig ist, dass ihr eine Wendeöffnung in der Mitte unten offen lasst.

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Ich nähe immer so, dass der Stoff mit dem Nähfuß abschließt. Wenn ihr fertig genäht habt, schneidet beim Innenstoff die Ecken ab und beim Außenstoff schräg durch die Nahtzugabe.

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Den Innenstoff markiert ihr an mittig an der offenen, oberen Seite. Den Teil aus dem Außenstoff wendet ihr jetzt und steckt ihn in den Innenstoff. Dabei ist es wichtig, dass die Seitennähte aufeinander treffen. Wenn alles gut gelaufen ist, dann ist jetzt die linke Seite des Innenstoffs ganz außen und die schönen Seiten der beiden Stoffe liegen aufeinander. Die Gummikordel kommt zwischen Außen- und Innenstoff und zwar genau da, wo ihr die Markierung gesetzt habt.

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Jetzt wird es etwas fummelig. Ihr näht einfach einmal rundrum. Bei der Gummikordel näht ihr ein paar Mal hin und her, damit sie sicher eingenäht ist.

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Endlich ist es soweit und ihr könnt eure Tasche wenden. Zieht sie einfach durch die Wendeöffnung und formt die Ecken dabei schön aus.

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Die Wendeöffnung schließt ihr knappkantig und stülpt dann den Innenstoff dahin, wo er hingehört – nach innen.

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Zum Schluss näht ihr noch den Knopf an und taddaaaaa fertig.

VIEL SPAß!

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Nähanleitung: einfacher Beutel oder gleich ein ganzer Weihnachtskalender

Es ist schon Ende September und damit praktisch beinahe Weihnachten – zumindest wenn man den Supermärkten glaubt. Draußen scheint die Sonne bei 20°C, beim Discounter gibt’s schon Lebkuchen. Nun ja. Also fange auch ich an, mich für die Weihnachtszeit zu rüsten, meinen Shop auf das Weihnachtsgeschäft vorzubereiten, das Haus herbstlich – winterlich zu schmücken und habe heute die erste weihnachtliche Anleitung für euch. Wir nähen kleine Beutel, die man wunderbar als Adventskalender nehmen kann. In meinem Shop bei DaWanda findet ihr übrigens die Zutaten als hübsche DIY Kits.

Material:

– 24 Stoffstreifen (ca. 15cm x 32cm)

 

Anleitung:

Ihr legt den Stoffstreifen mit der schönen Seite nach oben vor euch hin. Dann faltet ihr von rechts nach links die beiden äußeren Enden aufeinander – die schöne Seite ist innen, die nicht so schöne, linke Seite ist außen. Dreht den Stoff, so dass die gefaltete Seite unten ist – das ist der Boden von eurem Beutel.

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Jetzt näht ihr die beiden Seiten zu – einfach von oben nach unten durchnähen und das Verriegeln am Anfang und am Ende nicht vergessen.

 

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Oben ist der Beutel offen, rechts und links ist eine Naht und unten ist der gefaltete Boden. Am unteren Ende schneidet ihr jetzt die Ecken aus der Nahtzugabe schräg ab. Das ergibt nach dem Wenden schönere Ecken beim Beutel, weil sich der Stoff nicht so staucht.

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Wendet das Ganze. Euer Beutel ist jetzt fast schon fertig.

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Als letzten Schritt näht ihr an der Öffnung den Stoff einmal um, damit nichts ausfranst und alles schön ordentlich aussieht. Ich habe dazu zum ersten Mal meine neuen Klammern ausprobiert und bin begeistert 🙂

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Jetzt braucht ihr nur noch 23 weitere Beutel nähen, alle befüllen, mit einem Satinband oder Bakers Twine zubinden sowie mit einem Anhänger mit Zahl drauf versehen und schon ist euer Adventskalender fertig.

VIEL SPAß 😉

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Nähanleitung: Girlande

Heute zeige ich euch mein erstes Projekt für die Hochzeitsdekoration: Girlanden aus Papierkreisen.

Girlanden aus Papierkreisen sind ja so hübsch und dekorativ – nur leider ziemlich teuer. Aber das ist nicht so schlimm, denn das beste ist: sie sind ganz leicht selber zu machen. Und natürlich kann man die nicht nur aus Papierkreisen, sondern aus allen möglichen Formen machen. Als nächstes will ich definitiv welche mit Herzen herstellen – vielleicht rechtzeitig zum Valentinstag oder aus Sternen für Weihnachten.

Material:

– Fotokarton in verschiedenen Farben

– Motivstanzer

– Nähmaschine

– Garn in passender Farbe

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Anleitung:

1. Vorbereitung

Gut 1m Faden von der oberen und unteren Spuhle nach hinten ziehen – das dient später als Aufhängung.

2. Nähen

Die Stichlänge auf die längste Einstellung stellen. Über den ersten Papierkreis nähen. Dann ca. 5cm weiternähen oder einfach nur nach hinten ziehen und dann den nächsten Papierkreis unter den Nähfuß schieben und darüber nähen.

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3. Fertigstellen

Wiederholen, bis die gewünschte Länge der Girlande erreicht ist. Dann den letzten Papierkreis nach hinten ziehen und damit wieder ca. 1m Garn für die Aufhängung bereitstellen. Und so sieht das dann fertig dekoriert aus…

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FERTIG und VIEL SPAß
😉