Nähanleitung: Utensilo

So ein Utensilo kann man ja immer gut gebrauchen – schon allein um die Sachen da drin zu sammeln, die sonst überall und eigentlich immer an der falschen Stelle rumfliegen. Also schaffen wir im neuen Jahr ein bischen Ordnung und nähen ein Utensilo.

Das ist ganz einfach. Dazu näht ihr jeweils einen einfachen Beutel aus dem Innenstoff und aus dem Außenstoff, steckt beides ineinander, näht es zusammen, wendet das Ganze und verschließt die Wendeöffnung. Die einzelnen Schritte mit Fotos findet ihr im folgenden Artikel.

Material
Außenstoff und Innenstoff
Vlieseline zum Aufbügeln

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Vorbereitung
Ihr braucht vom Außenstoff und Innenstoff jeweils ein gleichgroßes Stück, z.B. in der Größe 40cm x 20cm. Zusätzlich nehme ich zur Verstärkung noch Vlieseline zum Aufbügeln. Die Vlieseline schneide ich je 2cm kleiner also in der Größe 38cm x 18cm zu und bügele sie auf die linke Seite des Außenstoffs. Dadurch dass die Vlieseline kleiner ist, bleibt am Rand die Nahtzugabe frei.

Anleitung
Als erstes legt ihr den jeweiligen Außen- und Innenstoff mit der schönen Seite innen zusammen und näht jeweils die Seiten zusammen.

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Die unteren Ecken schneide ich schräg ab, damit sie beim nächsten Schritt nicht so stören.

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Damit unser Utensilo einen Boden hat, klappen wir die Ecken  zusammen, zeichnen die Naht ca. 3cm von der Spitze entfernt an und nähen quer drüber.

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Die Ecken können dann ca. 1cm von der Naht entfernt abgeschnitten werden.

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Der Teil aus dem Außenstoff wird jetzt umgedreht und in den Teil aus dem Innenstoff gesteckt. Dabei ist es wichtig, dass die Nähte genau aufeinander liegen. Zur Sicherheit klippe ich das mit meinen Wonderclips zusammen.

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Wenn alles gut festgesteckt ist, näht ihr einmal rundrum, lasst aber eine Öffnung von ca. 8cm zum Wenden frei.

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Durch diese Wendeöffnung wendet ihr nun das Ganze, stopft das Innenteil in das Außenteil und schließt die Wendeöffnung, indem ihr knappkantig einmal rundrum näht.

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Und taddaaa… fertig ist der neue Utensilo, den man Sogar wenden kann.

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Nähanleitung: Wäschesack

Ich will schon seit Ewigkeiten einen Wäschesack nähen. Ich habe nämlich die wahnwitzige Vorstellung, dass mit dem Vorhandensein eines solchen Beutels sich das Chaos im Schlafzimmer automatisch in Luft auflösen wird. Stellt euch das mal vor: keine dreckigen Socken mehr auf dem Fußboden. Verrückt! Außerdem wollte ich mal einen Beutel mit rundem Boden und ganz breiten Trägern ausprobieren. Irgendeine Entschuldigung findet sich ja doch immer. 😉

Material:

fester Baumwollstoff für innen und außen (bei mir hat 1m insgesamt gereicht)

ggf. richtig feste Vlieseinlage

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Zuschnitt:

Ihr braucht insgesamt je 2 runde Teile, 2 Rechtecke und die Träger.

Für die beiden runden Teile habe ich einfach einen großen Teller als Maß genommen, auf meinen Stoff abgezeichnet und mit 1cm zusätzlich als Nahtzugabe rundrum ausgeschnitten. Da ich den Boden verstärken möchte, habe ich auch einen Kreis aus der festen Vlieseinlage ausgeschnitten. Damit sich das nachher nicht so sehr in der Nahtzugabe staut, habe ich hier auf den zusätzlichen cm verzichtet. Damit ist die Vlieseinlage rundrum 1cm kleiner als der Stoffkreis.

Die Maße der Rechtecke richten sich nach dem Umfang eurer Stoffkreise. Ihr messt also einmal rundrum und gebt dann noch 2cm für die Nahtzugabe dazu (Länge des Rechtecks = Kreisumfang + 2cm). Die Höhe des Rechtecks entscheidet ihr selbst in Abhängigkeit davon, wie hoch euer Sack werden soll. Wenn ihr wollt, könnt ihr hier wieder einen Stoff mit Vlieseinlage verstärken.

Für die Träger habe ich 2 Streifen mit den Maßen 4,5cm x 25cm und 2 Streifen mit den Maßen 12cm x 50cm ausgeschnitten.

 

Vorbereitung:

Ich bügel alle Stoffteile. Hurra. Es näht sich mit gebügelten Stoffen wirklich schöner, aber ich kann nicht behaupten, dass mir dieser Teil so richtig Spaß macht. Ich kann mich nie so ganz entscheiden, ob ich das Zuschneiden oder das Bügeln langweiliger finde…

Dabei bügel ich auch die Vlieseinlage auf die linke Seite der beiden Stoffteile (je ein Kreis und ein Rechteck). Für die Träger bügel ich die Nahtzugaben und die Mitte um.

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Nähanleitung:

Endlich geht es los!

Zuerst nähe ich die 4 Träger: einfach einmal links und einmal rechts knappkantig am Rand runter.

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Dann nähe ich jedes der beiden Rechtecke zusammen, damit es insgesamt 2 Schläuche gibt. Dazu lege ich jeweils die beiden kurzen Kanten mit der schönen Stoffseite innen aufeinander und nähe gerade runter.

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WICHTIG: Bei einem der beiden Rechtecke lasse ich in der Mitte eine Öffnung als Wendeöffnung frei.

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Als nächstes stecke ich jeweils einen Schlauch an einen Kreis – wieder rechts auf rechts, also mit der schönen Seite des Stoffs nach innen. Und nähe einmal rundrum.

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Den Sack mit der Wendeöffnung lasse ich auf links gedreht. Den anderen ohne Wendeöffnung drehe ich auf rechts und stecke ihn in den anderen hinein.

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Wenn ihr keine Träger haben möchtet, könnt ihr einfach einmal oben rundrum nähen. Wenn ihr so wie ich gerne Träger haben möchtet, werden diese festgesteckt und dann mit eingenäht. Bild 1 zeigt, wo ich die Henkel anordne, denn natürlich kommen die zwischen die beiden Stoffe.

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Jetzt nähe ich einmal rundrum und wende die Tasche durch die Wendeöffnung.

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Zum Schluss schließe ich die Wendeöffnung und nähe für mehr Stabilität noch einmal rundrum.

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Und schon ist mein Wäschesack fertig!

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Viel Spaß 😉

Nähanleitung: schulterfreies T-Shirt

Eigentlich ist das ein Projekt für den Frühling oder zumindest für den Frühsommer. Ich meine, mal ehrlich, wer braucht denn jetzt noch ein schulterfreies T-Shirt?

Andererseits – es ist nie der falsche Zeitpunkt, die Garderobe zu vergrößern und vielleicht kommt ja noch ein kurzer Abstecher in die Sonne. Inspiriert hat mich übrigens ein amerikanisches Tutorial. Ich finde es schade, dass man im Internet so selten Nähanleitungen auf deutsch findet und so zeig ich euch in Zukunft ab und zu auch mal meine Umsetzung von den Anleitungen anderer. Nun aber los!

Material:

großes (Männer) T-Shirt

Schere

Gummiband ca. 0,5cm breit

 

Anleitung:

1) Zuschneiden

Ihr dreht das T-Shirt auf links und zeichnet den neuen Ausschnitt an. Wichtig ist eigentlich nur, dass ihr unter der Naht vom jetzigen Ausschnitt bleibt und die Seitennähte von den Ärmeln heile lasst. Und dann schneidet ihr das einfach aus.

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Das sieht dann so aus:

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2) Nähen

Den Ausschnitt um 1,5cm umklappen und einmal rumnähen – dabei aber ca. 2cm freilassen. Als nächstes an dem Gummiband eine Sicherheitsnadel befestigen und das Gummiband durchfädeln, auf die richtige Länge kürzen und zusammennähen. Dann die Naht schließen. Ich hab dann unten auch noch kurz die eine Naht aufgetrennt, ein weiteres Gummiband durchgefädelt und vernäht.

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Und taddaaaa… fertig!

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VIEL SPAß!

Nähanleitung: (ganz viele) Lichtbeutel

Heute zeige ich euch ein weiteres Projekt für die Hochzeitsdekoration: Lichtbeutel mit eingesticktem Monogramm und dem Datum der Hochzeit. So romantisch!

Kerzenlicht verbreitet ja immer so eine tolle, romantische Stimmung und es wird nochmal schöner, wenn es in kleinen, hübschen Lichtbeuteln steckt. Die sind ganz einfach zu nähen – wenn ihr nicht gerade 30 Stück macht, geht das auch noch richtig schnell.

Material:

Stoff ca. 30cm x 15cm (jede andere Größe geht natürlich auch) – natur, dekoriert oder bestickt

Garn in passender Farbe

Glas in passender Größe

Bakers Twine oder Satinband

 

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Anleitung:

1) Stoff vorbereiten

Falls ihr euren Lichtbeutel gerne besticken oder auf eine andere Art verschönern möchtet, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Alle Motive, die später vorne mittig zu sehen sein sollen, kommen auch mittig auf den Stoff. Beachtet dabei, das untere Drittel frei zu lassen, denn das wird später der Boden. Oben, sowie rechts und links außen solltet ihr auch ca. 2cm für die Nahtzugabe frei lassen. Auf dem restlichen Platz könnt ihr euch austoben. Ich habe ein Monogramm mit Herzchen und Datum der Hochzeit mittig auf meinen Stoff gestickt.

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2) Seitliche Naht nähen

Zuerst näht ihr die Seiten zusammen. Dazu faltet ihr den Stoff mit der schönen Seite innen in der Mitte aufeinander und näht einmal gerade von oben nach unten.

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Das Ergebnis sieht dann so aus (die schöne Seite vom Stoff ist weiterhin innen):

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3) Untere Naht nähen

Als nächstes kommt die untere Naht, mit der ihr den Beutel schließt. Dazu den Schlauch so zusammenlegen, dass die seitliche Naht nun mittig liegt und einmal den Boden zusammennähen.

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Jetzt habt ihr eine flache Tasche. An der unteren Naht schneidet ihr nun schräg die Ecken in der Nahtzugabe ab. Das sieht dann so aus:

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4) Boden nähen

Die Tasche auffalten – dabei liegen die eine seitliche und die Bodennaht aufeinander. Auf beiden Seiten ein gleichgroßes Dreieck abteilen und abnähen.

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Jetzt hat euer Beutel einen Boden, so dass ein Glas darin stehen kann.

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Die Ecken ca. 1cm von der Naht entfernt abschneiden.

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Und den Lichtbeutel umdrehen – er ist schon fast fertig.

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6) Obere Naht nähen

Zum Abschluss noch den oberen Rand umnähen, damit der schön sauber aussieht. Dazu faltet ihr ihn einfach zweimal nach innen um und näht einmal rund rum.

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Und fertig ist der Lichtbeutel – oder wie in meinem Fall: die diversen Lichtbeutel.

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Jetzt kommt nur noch ein Glas mit Teelicht rein und ein Satinband oder Bakers Twine drumrum und schon wird es romantisch.

VIEL SPAß!

😉