Upcycling: Wickeltischlampe aus einer alten Nachttischlampe

Schon bevor die kleine Madame da war, habe ich mir so meine Gedanken übers Windeln wechseln gemacht – gerade wenn es schon oder noch dunkel ist. Dann braucht es irgendeine Art von Beleuchtung. Um es für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu machen, wollte ich kein grelles Licht. Das blendet und macht unnötig wach. Eine passende Lampe hatte ich auch nicht, aber noch eine alte Nachttischlampe von Ikea. Daraus lässt sich doch was machen, hab ich mir gedacht. Und das beste (für mich als Symmetriefanatikerin): ich konnte die gleichen Stoffe nehmen, die ich auch schon bei den Decken benutzt habe. Und nun sind Wickeltischlampe und Wickelunterlage Ton in Ton – wenn das nichts ist!

Material:

Lampenschirm – entweder ein alter oder gleich so ein Gestell

Lampe

Stoffreste, Bänder, Schnüre, Wolle

 

Anleitung:

Falls ein alter Lampenschirm verwendet wird, muss natürlich erstmal der Bezug entfernt werden, damit nur noch das Gestell übrig bleibt.

Das Gestell wieder auf die Lampe setzen und die Stoffreste, Bänder und Schnüre an dem Gestell anbringen. Ich mach das genauso wie beim Mobile.

 

Zum Schluss die Bänder und Stoffstreifen auf die gewünschte Länge kürzen. Wichtig ist, dass als Leuchtmittel nur kalte Lampen verwendet werden dürfen – also nicht die alten Glühbirnen. Die werden womöglich zu heiß und sengen in einem unbeobachteten Moment den Stoff an.

   

Viel Spaß beim Nachbasteln!

DIY: Kuchenständer und Etageren aus altem Geschirr

Habt ihr auch noch altes und womöglich hässliches Geschirr bei euch im Küchenschrank? Dann habe ich heute eine super Idee, was ihr damit machen könnt. Aus Tellern, Tassen, Schüsseln und sogar aus Eierbechern kann man nämlich die großartigsten Etageren und Kuchenständer zusammenbauen. Und mal ehrlich – Etageren und Kuchenständer kann man ja immer gebrauchen. Ich denke dabei vor allem an diverse Kuchenbuffets oder auch den hübsch gedeckten Tisch beim Osterbrunch mit Freunden und der Familie.

Das DIY ist dabei denkbar einfach: das Geschirr wird bei Bedarf angesprüht und dann einfach neu zusammengeklebt. Und los geht’s.

 

Material:

Teller, Unterteller, Kerzenständer, Eierbecher, Schälchen und Tassen (einfach alles, was so da ist)

Klebstoff (z.B. E-6000)

Sprühfarbe

Material: Geschirr Material: Geschirr

 

Anleitung:

Die total hässlichen farblich unpassenden Teile meiner „Kollektion“ sprühe ich mit Farbe an. Sobald sie gut durchgetrocknet sind, klebe ich die einzelnen Teile aufeinander.

Glas kleben

Bei den zukünftigen Kuchenständern achte ich darauf, dass die Standfläche möglichst breit ist, damit sie nicht kippen.

Material: Kuchenständer Material: Kuchenständer Material: Kuchenständer

Und so werden aus alten Tellern, Schüsseln und Kerzenständern die hübschesten Kuchenständer.

Kuchenständer aus altem Geschirr Kuchenständer aus altem Geschirr Kuchenständer aus altem Geschirr

Aus den restlichen Teilen stelle ich Etageren zusammen. Die Eierbecher und Kerzenständer sind dabei hervorragende Zwischenstücke zwischen den einzelnen Tellern, Untertassen und Schüsseln. Tassen wären übrigens auch super gewesen, hatte ich aber gerade nicht da.

Kerzenständer angesprüht und zum Kleben bereit

Ich achte darauf, dass alles möglichst mittig sitzt und die Zwischenteile (Eierbecher und Kerzenständer) genug Höhe für die nächste Ebene geben – sonst kann man später ja nichts hübsch drappieren und das wäre ja zu schade und auch irgendwie sinnlos.

Material: Etagere Material: Etagere Material: Etagere

Die Resultate können sich durchaus sehen lassen. Die Hasenetagere passt ja jetzt zu Ostern gut und der Hirschkopf – naja, Hirsche gehen irgendwie immer. Übrigens werde ich wohl definitiv niemals nie Foodblogger werden. Das würde ich zeitlich schon gar nicht schaffen. Allein das Aussuchen von farblich passendem Obst – das kann sich keiner vorstellen.

Etageren aus altem Geschirr Etageren aus altem Geschirr Etageren aus altem Geschirr

Etageren aus altem Geschirr  Etageren aus altem Geschirr Etageren aus altem Geschirr Etageren aus altem Geschirr

Und zusätzlich – als Zugabe sozusagen – ist aus dem übrig gebliebenen Kerzenständer und einem Suppenteller eine Obstschale entstanden. Die ist mein Lieblingsstück und steht von nun an auf unserem Küchentisch.

Obstschale aus altem Geschirr Obstschale aus altem Geschirr Obstschale aus altem Geschirr

Und was macht ihr so mit altem Geschirr?

Etageren und Kuchenständer Etageren und Kuchenständer Etageren und Kuchenständer

 

 

Upcycling: Jeansshorts mit Spitze

Hier in Berlin haben wir im Moment so richtig Sommer! Es ist über 30°C heiß, die Sonne scheint und da kommen mir ein Paar hübsche Jeansshorts gerade recht. Ich fand sie ein bisschen langweilig und habe mich entschlossen, sie mit ein bisschen Spitze aufzuhübschen.

 

Material:

Jeansshorts

Spitze

Material Jeansshorts

 

Anleitung:

Ihr näht die Spitze in passender Länge zusammen und steckt sie dann an dem Hosenbein fest.

Spitze festgesteckt Spitze festgesteckt

Jetzt näht ihr einmal rundrum und schneidet die überstehende Spitze ab. Und taddaaaa, fertig 🙂

Jeansshorts mit Spitze Jeansshorts mit Spitze Jeansshorts mit Spitze Jeansshorts mit Spitze Jeansshorts mit Spitze  Jeansshorts mit Spitze

 

 

Upcycling: aus einer alten Jeans wird ein Utensilo

Vor ein paar Wochen habe ich aus einer alten Jeans 2 Taschen genäht. Dabei habe ich nur Teile der Jeans verwendet und also noch Material übrig. Das kommt natürlich nicht weg. Heute zeig ich euch, wie ich daraus ein Utensilo nähe.

Material:

Jeanshose (das Stück oberhalb der unteren 40cm)

Baumwolle als Futter (gleichgroß wie das Jeansstück)

Münztasche von der Jeans

Jeans Utensilo Material

 

Anleitung:

Als erstes nähe ich das Jeansstück auf einer Seite zu.

Jeans Utensilo untere Seite zunähen

Um dem Utensilo einen Boden zu geben, klappe ich die Seiten zusammen und nähe sie so ab, wie auf dem 1. Bild angezeichnet. Danach schneide ich die Dreiecke ab, so dass nur eine Nahtzugabe übrig bleibt, und drehe das Utensilo um. Unser Außenteil ist damit fertig.

Jeans Utensilo Seiten abnähen Utensilo Seiten abgenäht abgenähte Seiten abschneiden fertiges Utensilo

Für das Futter lege ich die Baumwolle mit der schönen (rechten) Seite innen zusammen und nähe rechts, links und unten zu. Dabei lasse ich unten eine Wendeöffnung von ca. 10cm.

Utensilo Futter Futter Utensilo zusammennähen

Im Anschluss nähe ich wie beim Außenteil die Seiten ab, damit ein Boden entsteht. Auf dem letzten Bild sieht man die Wendeöffnung, die ich offen gelassen habe.

Futter Utensilo Seiten abnähen Utensilo Futter Boden nähen Wendeöffnung im Boden

Jetzt sind beide Einzelteile fertig und ich stecke den Außenteil in das Futter. Das Futter bleibt dabei auf links, der Außenteil auf rechts gedreht. Beide Teile richte ich so aus, dass der Boden übereinstimmt und nähe sie dann zusammen.

Zusammenstecken der beiden Teile Ausrichten der beiden Teile Außenteil und Futter zusammennähen

Zum Schluss wende ich alles durch die Wendeöffnung und schließe sie.

Utensilo wenden Wendeöffnung schließen Wendeöffnung geschlossen

An sich ist das Utensilo nun fertig. Ich möchte es noch ein bisschen verschönern und nähe ein paar Mal drumrum. Dadurch entsteht ein schöner Patchwork-Effekt.

Patchwork Effekt Patchwork-Effekt fertiggestellt

Zusätzlich nähe ich noch die herausgetrennte Münztasche fest.

Münztasche befestigen Utensilo mit Münztasche

Und tadddaaaaa. Fertig.

fertiges Utensilo mit Tasche

 

Viel Spaß beim nachnähen 😉

 

Upcycling: aus einer alten Jeans wird eine Tasche

Das schwierigste an diesem Upcycling ist, eurem Schatz eine alte Jeans abzuschwatzen. Der Rest macht sich praktisch von alleine. Ich hatte großes Glück und ein Freund von meinem Schatz hat mir gerade all seine alten Jeans vermacht.

Material:

Jeanshose (die unteren 40cm des Hosenbeins)

Gürtel (alternativ: Schnalle und Lederband)

Material IMG_3859

 

Anleitung:

Ich habe keinen Ledergürtel, aber ich habe ein paar Schnallen von einem (ur)alten Wanderrucksack und Lederreste. Daraus mache ich mir mit Hilfe einer Lochzange den Verschluss für meine Tasche. Das Lederband wird dazu um die Schnalle rumgefädelt und vernäht. Ansonsten könnt ihr auch einfach einen passenden Gürtel zerschneiden. Ich würde vorher übrigens unbedingt prüfen, ob meine Nähmaschine mit der Dicke des Leders klarkommt. Das beugt unerfreulichen Überraschungen vor 😉

Verschluss Lederband und Verschluss

Als nächstes nähe ich den Taschenboden zusammen und bringe dabei gleich den Verschluss an. Dazu dreh ich das Hosenbein auf links, lege das Lederband mittig zwischen die beiden Jeanslagen und nähe einmal drüber. Auf dem ersten Bild seht ihr, wie ihr den Verschluss – in echt natürlich zwischen den beiden Jeanslagen – vernähen müsst.

Anbringen der Schnalle Anbringen des Verschlusses Anbringen des Verschlusses geschlossener Taschenboden

Damit der Boden ein bisschen Platz bekommt, näh ich die Seiten schräg ab und drehe meine Tasche richtig rum.

Boden einnähen Ecken abnähen fertiger Taschenboden Taschenboden

Das Lederband mit der Schnalle hängt jetzt ziemlich motivationslos in der Gegend rum. Ich nähe es unten nochmal fest, damit es an Ort und Stelle bleibt. Im Ergebnis sieht das dann so aus.

Verschluss festnähen Lederriemen angenäht fertig angenähter Lederriemen

Jetzt fehlt eigentlich nur noch der andere Lederriemen und den nähe ich nun oben an. Dazu leg ich alles probehalter hin, markiere mir die Stelle und nähe das Lederband dann an. Dabei ist es wichtig, die zweite Seite der Jeans gut wegzusortieren und nur die eine Seite von der Jeans zu erwischen.

Lederriemen Lederriemen annähen

fertig angenähter Lederriemen fertig angenähter Lederriemen

Und schon ist die kleine Tasche fertig. Den Verschluss kann man einfach so drüberlegen oder auch rollen. Mir gefällt besonders gut, dass die Jeans einseitig abgelaufen ist. Das ist ein schönes, zusätzliches Detail.

fertige Rolltasche Rolltasche Jeanstasche

Viel Spaß beim Nachmachen 😉

 

Upcycling: aus einem altem Männerhemd wird eine Tunika

Manche Menschen bringen alte Kleidung zur Altkleidersammlung. Ich nicht. Ich mache mir was neues daraus. Das nennt man dann Upcycling. Und ich finde, dass das eine wundervolle Idee ist. Vor allem mit der Kleidung von Männern kann frau ja so schöne Sachen machen. Also habe ich mir ein Männerhemd genommen und es geupcycelt. Schreibt man das so? Und da ist das gute Stück: ein kragenloses, blaues Hemd.

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Als erstes befreie ich das Hemd von allem, was ich nicht mehr brauche: die unteren Knöpfe und die Brusttasche.

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Dann nähe ich das Hemd vorne bis zu einem netten Ausschnitt zusammen.

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Ich möchte, dass meine Tunika eine Empire Linie bekommt. Bei der Empire Linie ist die Taillenbetonung knapp unterhalb der Brust – betont wird das Dekollté, Taille und Hüftpartie bleiben unbetont.

Dazu nähe ich einfach ein Gummiband mit dem Zickzackstich von innen fest. Das Gummiband hat als Länge in etwa den Umfang knapp unter der Brust. Damit ich das Gummiband an Ort und Stelle mit Stecknadeln fixieren kann, ziehe ich das Hemd auf links gedreht meiner Schneiderpuppe an und stecke dann alles fest. Dabei kann man auch ganz gut auf die gleichmäßige Verteilung der entstehenden Falten achten und alles schön ordnen.

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Und taddaaaa… fertig ist die Tunika aus einem alten Männerhemd.

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Viel Spaß 🙂

 

Nähanleitung: schulterfreies T-Shirt

Eigentlich ist das ein Projekt für den Frühling oder zumindest für den Frühsommer. Ich meine, mal ehrlich, wer braucht denn jetzt noch ein schulterfreies T-Shirt?

Andererseits – es ist nie der falsche Zeitpunkt, die Garderobe zu vergrößern und vielleicht kommt ja noch ein kurzer Abstecher in die Sonne. Inspiriert hat mich übrigens ein amerikanisches Tutorial. Ich finde es schade, dass man im Internet so selten Nähanleitungen auf deutsch findet und so zeig ich euch in Zukunft ab und zu auch mal meine Umsetzung von den Anleitungen anderer. Nun aber los!

Material:

großes (Männer) T-Shirt

Schere

Gummiband ca. 0,5cm breit

 

Anleitung:

1) Zuschneiden

Ihr dreht das T-Shirt auf links und zeichnet den neuen Ausschnitt an. Wichtig ist eigentlich nur, dass ihr unter der Naht vom jetzigen Ausschnitt bleibt und die Seitennähte von den Ärmeln heile lasst. Und dann schneidet ihr das einfach aus.

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Das sieht dann so aus:

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2) Nähen

Den Ausschnitt um 1,5cm umklappen und einmal rumnähen – dabei aber ca. 2cm freilassen. Als nächstes an dem Gummiband eine Sicherheitsnadel befestigen und das Gummiband durchfädeln, auf die richtige Länge kürzen und zusammennähen. Dann die Naht schließen. Ich hab dann unten auch noch kurz die eine Naht aufgetrennt, ein weiteres Gummiband durchgefädelt und vernäht.

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Und taddaaaa… fertig!

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VIEL SPAß!

Ein Schätzchen mit Potenzial

Manchmal finden sich hier im Haus richtige, kleine Schätzchen. So auch neulich geschehen, als ich mich zufällig in die Werkstatt verlaufen habe. Seitdem der Mann da ein bisschen aufgeräumt hat, sieht man auch mal, was sich da so alles versteckt. Nämlich dieses kleine Schätzchen… unscheinbar, aber mit Potenzial!

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Und wie der Zufall es so will, war ich eh gerade auf der Suche nach einem neuen Nachttisch – also nichts wie ran an die Schleifmaschine. Meine Nachbarn hassen mich jetzt vermutlich. An einem Samstag. Mittags. Unmögliche Idee.

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Ich habe nur das nötigste abgeschliffen, natürlich aus Rücksicht auf die Nachbarn. Das hatte auf keinen Fall etwas damit zu tun, dass ich Abschleifen nicht mag. Und nach dem Schleifen kommt ja dann auch der leisere und angenehmere Teil – das Streichen. Insgesamt habe ich nach der Grundierung noch drei Anstriche gebraucht, damit es deckt – gelobt sei der wasserbasierte, seidenmatte Lack. Ein Teufelszeug.

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Und als dann endlich alles schön weiß war, hab ich noch ein paar Akzente an den Giffen und Leisten mit weißem, hochglänzenden Lack gesetzt.

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Am Ende sieht mein kleines Schätzchen richig schnuckelig aus.

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Inzwischen ist der Nachttisch auch an seinem Bestimmungsort neben dem Bett angekommen. Irgendwie war ich aber noch nicht so ganz zufrieden mit dem Ergebnis – einfach zu weiß. Deko muss also her und so landet ein hellblaues Blatt Papier oben drauf – hübsch und praktisch zugleich.

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😉