Nähanleitung: ein Brustbeutel für die nächste Reise

Prym lädt ein, sich als Prym Brand Ambassador zu bewerben und da bin ich sofort dabei. Man soll in einem Beitrag zeigen, was Prym für einen besonders macht. Natürlich kenne ich wie jede Nähbegeisterte die Marke Prym und nutze auch das eine oder andere Produkt. Prym – das ist für mich, wenn die Schere scharf, die Nadeln spitz und die Helferlein clever durchdacht sind. Schließlich sagt auch mein Vater beim Heimwerken immer, dass alles am besten mit richtig gutem Werkzeug geht. Und da hat er einfach Recht.

Erinnert ihr euch noch an diese Brustbeutel, die man als Kind um den Hals hatte? Da war vorne so eine Tasche mit durchsichtigem Plastik, in der immer gut sichtbar die Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr war. Die Brustbeutel waren zugegebener Maßen echt praktisch, gleichzeitig aber auch unfassbar hässlich. Oh, und kennt ihr das? Am Flughafen auf dem Weg in den Urlaub? Andauernd muss man den Boarding Pass oder den Reisepass vorzeigen und jedes Mal sucht man die zuvor sorgfältig weggelegten Reisedokumente. Jedes Mal.

Das hat nun ein Ende – heute nähe ich mir für den nächsten Urlaub ein hübsches Täschlein – inspiriert von den hässlichen und völlig unterschätzten Brustbeuteln meiner Kindheit. Endlich werde ich am Flughafen alles griffbereit haben und das wesentlich stylischer als damals. Versprochen.

Für uns geht der nächste Urlaub auf ein Kreuzfahrtschiff – ich entscheide mich bei der Stoffauswahl also für dunkles blau inklusive maritimer Motive. Blau und maritime Motive gehen ja sowieso immer. Für die Brusttasche nehme ich einen Futterstoff und 3 unterschiedliche Oberstoffe.

Die Musik läuft, die Cola Zero steht bereit und die Hündin hat es sich auf dem Sofa bequem gemacht. Los geht’s.

Material und Stoffzuschnitt für die Brusttasche

Außenstoff hinten:

gestreifte Baumwolle: 19cm x 25cm

Vlieseline: 17cm x 23cm

Außentasche ohne Reißverschluss:

Schiffchenstoff: 19cm x 30cm

Vlieseline zum Verstärken: 17cm x 14cm

Außentasche mit Reißverschluss:

Vogelstoff: 19cm x 16cm

Gestreifte Baumwolle: 19cm x 9cm

Vlieseline: 17cm x 14cm und 17cm x 7cm

Futter: 19cm x 17,5cm und 19cm x 16cm

Endlosreißverschluss: 23cm

Haupttasche:

Futter: 19cm x 50cm

Kordel: 135cm

Anleitung zum Nähen des Brustbeutels

Vorbereitung der einzelnen Teile des Brustbeutels

Alle Stoffstücke mit Vlieseline verstärken. Für die Außentasche ohne Reißverschluss den Stoff in der Mitte falten, bügeln. In die Falte die Vlieseline legen und festbügeln. Stoff wieder falten und die Kante feststeppen. Die 3 offenen Seiten bleiben offen. Falls gewünscht Verzierungen anbringen.

 

Für die Reißverschlusstasche zuerst den Reißverschluss an den Vogelstoff und den passenden Futterstoff – beide 19cm x 16cm – nähen. Dazu ein ‚Sandwich‘ aus Futterstoff, Reißverschluss und Oberstoff bilden, feststecken und mit der Nadel ganz links feststeppen. Alles nach rechts umklappen und mit der Nadel in der mittleren Position feststeppen.

 

Den gestreiften Stoff mit dem Futterstoff genauso an die andere Seite vom Reißverschluss nähen – außer, dass der Futterstoff bei der zweiten Naht nicht erfasst wird. Er soll in die andere Richtung liegen.

 

Zuletzt den Zipper einfädeln. Die Rückseite mit einfacher Tasche und die Vorderseite mit Reißverschlusstasche sind dann fertig.

Ferigstellen des Brustbeutels

Bei der fertigen Umhängetasche soll eine einfache Kordel als Gurt dienen – sie wird beim Zusammennähen der beiden Seiten einfach mit eingenäht. Dazu ein ‚Sandwich‘ aus Rückseite, Kordel und Vorderseite legen, festklemmen und steppen. Die Nahtzugabe knapp abschleiden und die Tasche wenden.

    

Das Futter für die Haupttasche falten und beide Seiten zunähen – dabei eine Wendeöffnung lassen.

Die Tasche in den Futterstoff stecken und beide Teile oben miteinander vernähen – also einfach einmal rum. Dabei darauf achten, dass die Nähte aufeinandertreffen.

Die Tasche nun durch die Wendeöffnung wenden und diese danach knappkantig verschließen. Anschließend das Taschenfutter in die Tasche stülpen, alles bügeln und den oberen Rand einmal rundrum feststeppen.

  

Und taddaaaa, fertig ist eine hübsche Brusttasche. Viel Spaß beim Nähen!

  

Für später pinnen:

Nähanleitung: Babyrassel

 

 

Material:

– Baumwolle

– Füllwatte

– Rasseln, Glöckchen

Anleitung:

Die einzelnen Stoffteile rechts auf rechts aneinander nähen.

Den entstandenen Stoffstreifen aufklappen, die Nahtzugabe auseinanderbügeln und feststeppen. Ich will ganz sicher sein, dass nichts ausreißen kann – die kleine Madame soll ja nicht an die Füllwatte oder an das Glöckchen kommen.

Die kurze und die lange Seite rechts auf rechts zusammennähen – eine kurze Seite offen lassen.

 

Die Hülle wenden und mit Füllwatte und Glöckchen oder Rassel stopfen. Das Ende zunähen.

Und taddaaaa – fertig ist das Klangspielzeug für die kleine Madame. Am Anfang hat sie sich nicht wirklich dafür interessiert – inzwischen liebt sie es und spielt super gerne damit.

 

Viel Spaß beim Nachnähen!

 

 

Nähanleitung: Kaputzenhandtuch

Wenn man sich Listen zur Baby-Erstausstattung durchliest, dann stehen da immer auch Kaputzenhandtücher drauf. So ein Kaputzenhandtuch ist nicht nur super praktisch, sondern näht sich auch noch total schnell und ist ein ganz schönes, individuelles Geschenk.

Material:

Frottee

Baumwolle

Schrägband

 

Anleitung:

Als erstes die Stoffe zuschneiden. Ich nehme ein ein quadratisches Stück Frottee (75cm x 75cm) sowie ein rechtwinkliges Dreieck aus Frottee und eins aus Baumwolle (31cm x 31cm x 44cm). Die 44cm ergeben sich dabei automatisch, wenn man die beiden rechtwinkligen Seiten 31cm lang wählt. Da ich kein passendes Schrägband habe, schneide ich auch einen gut 3m langen und 4,5cm breiten Streifen ab, aus dem ich mit Hilfe des Schrägbandformers und meines Bügeleisens das passende Schrägband herstelle. Eigentlich müsste man für echtes Schrägband den Stoff auch exakt diagonal schneiden. Das ist mir allerdings viel zu aufwändig und die Erfahrung zeigt, dass zumindest für die Umrandung meines Kaputzenhandtuchs auch gerades Schrägband ausreicht. Ich bügel das Schrägband zusätzlich nochmal mittig – dann weiß der Stoff nämlich schon, was ich gleich beim Einfassen von ihm will.

 

Als nächstes werden die beiden Dreiecke an der langen Seite aneinander genäht. Dabei liegen die schönen Seiten innen.

 

Die Dreiecke richtig herum auseinanderklappen, bügeln und einmal die lange Seite steppen.

 

Das fertig gestellte Dreieck mit der Baumwollseite nach oben auf eine Ecke des quadratischen Frottees platzieren und in der zukünftigen Nahtzugabe feststeppen, damit gleich nichts mehr verrutschen kann.

Als letztes kommt nun das Schrägband zum Einsatz. Ich fange einfach in einer der Ecken an und nähe das Schrägband um die Kante gelegt fest.

Die spannende Frage ist nun, wie man um die Ecke kommt. Wie ich das mache, zeig ich euch gerne. Ich nähe bis zur Ecke, schneide den Faden dann ab, nehme den Stoff aus der Maschine und lege ihn vor mich.

 

Das Schrägband knicke ich um und schiebe die linke Hälfte unter den Stoff. Dadurch entsteht an der Ecke eine Schräge und der hintere Teil des Schrägbands liegt bereits wieder unter dem Frottee.

Jetzt klappe ich den rechten Teil des Schrägbands nach links um und nähe ab der Ecke weiter.

 

Ich bin mir sicher, dass es eine weitaus professionellere Methode gibt und dass sich die waschechten Quilter bei meiner Variante gruseln, aber für mich funktioniert es so sehr gut.

Wenn das Handtuch mitsamt der Kaputze einmal umnäht ist, dann ist es auch schon fertig.

 

Viel Spaß beim Nachnähen!

Nähanleitung: hübsche Waschlappen

Ich liebe es, mit kleinen Nähprojekten die Welt um mich herum ein bisschen schöner zu machen. So zaubern mir die normalsten Alltagsgegenstände dann ein kleines Lächeln ins Gesicht, wenn ich sie benutze. Und mal ganz ehrlich – mit hübschen Waschlappen macht das Waschen doch viel mehr Spaß.

Material:

Frottee

Flanell

Anleitung:

Für die hübschen Waschlappen zunächst Quadrate von 21cm x 21cm aus dem Flanell und aus dem Frottee zuschneiden. Am einfachsten und schnellsten geht das mit einem Rollschneider auf einer Schneidematte. Die Quadrate mit der jeweils schnönen Seite nach innen aufeinander legen.

Nähfüßchenbreit rundherum nähen, dabei unbedingt eine Wendeöffnung von ca. 4cm offen lassen.

An den Ecken stoppe ich gut 1cm vom Rand entfernt, senke die Nadel ab, hebe den Nähfuß und drehe den Stoff schräg. Nun folgen 3 Stiche und ich drehe den Stoff erneut schräg. So werden die Ecken abgerundet abgeschrägt und sind nach dem Wenden weniger wurschtelig, weil weniger Stoff in der Nahtzugabe stört.

 

Zusätzlich schneide ich an den Ecken die Nahtzugabe sehr nah an der Naht ab.

Den Waschlappen durch die Wendeöffnung auf rechts drehen und bügeln.

 

Als Abschluss einmal knappkantig rundherum steppen und dabei gleich die Wendeöffnung verschließen. Dazu nähe ich mit dem Nähfuß direkt am Rand und stelle die Nadel auf die äußerste Position rechts.

Und nach ein paar Minuten habt ihr wunderhübsche und gar nicht mehr langweilige Waschlappen, die sich sicherlich auch gut als Geschenk eignen. Meine habe ich gefaltet und gerollt und am Wickeltisch verstaut. Hier warten sie nun auf ihren ersten Einsatz.

 

Viel Spaß beim Nachnähen!

 

Nähanleitung: schnelle Decke als Wickelunterlage

Ich glaube, ich habe ganz schlimm Nestbau. Jedenfalls kann ich nicht aufhören, hübsche Accessoires für die kleine Madame zu nähen. Ich denk mir halt, wenn sie schon eine Mama hat, die nähen kann, dann soll sie auch die schönsten Accessoires bekommen. Ursprünglich wollte ich auf den Wickeltisch mit diesem Plastikding einfach ein Moltontuch und ein altes Handtuch als Wickelunterlage legen. Praktisch sollte es sein und ganz ehrlich? Ich glaube, ihr ist es ziemlich egal, wie die Wickelunterlage unter ihrem Popo aussieht. Aber mir dann doch nicht – das sah soooo hässlich aus. Das ging gar nicht. Und so habe ich das ursprünglich vorgesehene Molton- und Handtuch um ein bisschen Baumwolle ergänzt und fix eine Wickelunterlage genäht, die sich sehen lassen kann. Weil es so fix ging, hab ich gleich ein paar mehr gemacht.

Material:

Moltontuch

Handtuch

Baumwolle

 

Anleitung:

Für die Wickelunterlage nehme ich ein altes Handtuch, ein Moltontuch und hübsche Baumwolle. Alle Materialien werden in gleich große Stücke (75cmx 75cm) zugeschnitten und übereinander gelegt: unten das Molton, darüber das Handtuch und ganz oben die Baumwolle. Die schöne Seite ist sowohl bei der Baumwolle als auch bei dem Molton außen. Damit nichts verrutscht, klemme ich alle drei Schichten fest.

 

Jetzt kommt die Overlock zum Einsatz und ich nähe einmal rundrum. Dabei werden alle drei Schichten zusammengenäht und gleichzeitig versäubert.

Das geht super fix und sieht besser aus als ich dachte. Ursprünglich wollte ich die Wickelunterlage nämlich noch mit Schrägband einfassen, aber das ist so gar nicht notwendig.

 

Damit die Wickelunterlage schön griffig und fest wird, steppe ich noch ein paar Mal über sie gesamte Fläche.

Und dann ist die Wickelunterlage auch schon fertig. Keine 30 Minuten hat das jetzt gedauert und ist so viel hübscher als ein olles Handtuch.

 

Jetzt liegt sie hier auf dem Wickeltisch und wartet auf die kleine Madame und ihren ersten Einsatz. Viel Spaß beim Nachnähen!

Nähanleitung: Halstücher für Babys

Was macht ihr mit all den vielen Stoffresten, die sich über die Zeit so ansammeln? Also ich nähe derzeit sehr gerne Kleinigkeiten für Neugeborene und heute werden das niedliche Halstücher sein. Die sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind auch noch praktisch – habe ich mir zumindest sagen lassen. Die Halstücher sind super schnell genäht und eignen sich auch gut als kleines Geschenk für frisch gebackene Eltern oder als Mitbringsel zu einer Babyshower Party.

Für die Unterseite nehme ich saugstarkes Frottee und für die Oberseite hübsche Stoffreste aus Jersey – einfache Baumwolle ginge aber bestimmt auch. Das Schnittmuster könnt ihr euch gerne als PDF downloaden.

Material:

Frottee

Jersey

KamSnaps (oder Druckknöpfe für Jersey)

Anleitung:

Ich schneide die Oberseite aus Jersey und die Unterseite aus Frottee jeweils im Stoffbruch aus. Im Stoffbruch ausschneiden bedeutet einfach, den Stoff einmal zu falten und dann das Schnittmuster aufzulegen. Damit muss man nämlich nur noch die Hälfte ausschneiden – ideal für faule Menschen wie mich. Eine extra Nahtzugabe ist nicht notwendig, sie ist im Schnittmuster bereits enthalten.

 

Auch wenn beide Teile total unterschiedlich aussehen, passen sie doch aufeinander und so stecke ich sie mir fest. Die schönen Seiten des Stoffs sind dabei innen. Es ist normal, dass die Oberseite dabei Falten wirft und locker auf dem Unterteil liegt.

 

Beide Teile nähe ich mit Ausnahme der Wendeöffnung aneinander. Lasst euch nicht verwirren, dass ich dazu teilweise meine Overlock nehme – ich muss ein bisschen üben. Ihr könnt die gesamte Naht mit eurer normalen Nähmaschine nähen.

 

Im Anschluss wende ich das Halstuch durch die Wendeöffnung und schließe diese dann. Zuletzt steppe ich einmal rundrum.

 

Als Verschluss bringe ich die KamSnaps an. Dazu steche ich ein Loch, stecke das eine Teil durch, das andere drauf und quetsche das Ganze mit der Zange zurecht.

 

 

Und taddaaaaaaa… fertig ist das Halstuch oder gleich ganz viele Halstücher. Ich bin so gespannt, wie sie wohl der kleinen Madame stehen werden. An ihrem Sommer-Einteiler sieht es zumindest schon mal süß aus.

  

Viel Spaß beim Nachnähen!

Nähanleitung für eine schnelle Kissenhülle mit verdecktem Reißverschluss

Das Haus ist nun fast vollständig umgeräumt und so kann ich mich eeeeendlich den kleinen, hübschen Details widmen. Im Wohnzimmer fehlen zum Beispiel noch Liegemöglichkeiten für die beiden Hundedamen. Im Moment bleibt ihnen nichts anderes übrig, als es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen. Das sind natürlich unzumutbare Zustände und so müssen dringend passende Bodenkissen her. Mir gefällt der Boho Stil gerade so richtig gut und er passt auch so schön zu unserer Einrichtung. Immerhin sind Farbkonzept und Material in Naturtönen gehalten. Wie praktisch, dass in meinem Fundus noch diese alte Tagesdecke in beige auf eine neue Verwendung wartet.

Material:

alte Tagesdecke oder anderer, robuster Stoff (80cm x 80cm, 80cm x 60cm und 80cm x 30cm)

Kissen (80cm x 80cm)

Reißverschluss

Wolle, Borten uvm.

Anleitung:

Zuerst schneide ich die Stoffteile für vorne und hinten zu. Es geht ja nur um ein Bodenkissen und dabei kommt es jetzt wirklich nicht auf genaue Maße an. Ich nehme für vorne also 80cm x 80cm (die Maße von meinem Füllkissen). Eine Nahtzugabe ist bei so großen Bodenkissen nicht notwendig. Wenn es ein 100% passgenaues, kleines Kissen werden soll (oder der Stoff ungewaschen ist), addiere lieber eine Nahtzugabe, sonst sitzt die Kissenhülle hinterher zu stramm und das sieht ja auch blöd aus. Auf der Rückseite nähe ich meinen verdeckten Reißverschluss ein und brauche deshalb 2 Stoffteile. Ich persönlich finde es schön, wenn der Reißverschluss nicht mittig sitzt und wähle daher 80cm x 60cm und 80cm x 30cm.

 

Die Rückseite bleibt ohne Verzierung und so nähe ich den Reißverschluss an das größere Stück. Dazu lege ich den Stoff mit der schönen Seite nach oben vor mich hin und den Reißverschluss mit der schönen Seite nach unten genau an die Kante darauf. Bei so einem breiten Reißverschluss wechsel ich nicht den Nähfuß, sondern stell die Nadel einfach auf ganz links und nähe den Reißverschluss fest – verriegeln am Anfang und am Ende nicht vergessen. Dann dreh ich den Stoff um, stelle die Nadelposition wieder auf mittig und steppe den Stoff fest.

  

Für den verdeckten Reißverschluss wird das kleine Stoffteil nun um 5cm umgebügelt – die schöne Seite ist dabei außen. Bei einem kleineren Kissen und einem schmaleren Reißverschluss würde ich nur 3cm nehmen.

Ich lege den Stoff dann mit der schönen Seite nach unten vor mich und den zweiten Stoff mit dem bereits eingenähten Reißverschluss genau an der Kante darauf, wieder mit der schönen Seite unten.

 

Jetzt werden die Teile aneinander genäht. Dazu nutze ich erneut die ganz linke Nadelposition. Das Rückteil ist nun fertig.

 

Ich hab einen Endlosreißverschluss zum selber Einfädeln genommen und muss jetzt noch kurz den Reißer einfädeln. Das geht für mich am leichtesten mit so einer Einfädelhilfe.

Die Vorderseite soll boho-mäßig ein bisschen mehr hermachen und bekommt erstmal eine Borte als Verzierung. Und wer hätte es gedacht – die frühere Einfassung von der Tagesdecke ist sowas von geeignet dafür. Alles, was später in den Seitennähten verschwinden soll (Borten, Bänder, Spitze uvm.) wird jetzt angenäht. Die Borte steppe ich einfach fest. Alle anderen Verzierungen wie Quasten, Stickereien oder Pompoms können auf das fertige Bodenkissen aufgebracht werden. Im Anschluss lege ich die Vorderseite auf die Rückseite – jeweils mit der schönen Seite innen.

Beide Teile werden ringsrum aneinander genäht. Durch den Reißverschluss wird keine Wendeöffnung benötigt – also einfach einmal rundherum steppen. Damit nichts ausfransen kann, kettel ich die Seiten zusätzlich ab.

 

Das Kissen durch den Reißverschluss wenden. Das Kissen ist fertig – meins bekommt allerdings noch ein bisschen Aufmerksamkeit im Boho Stil.

 

Ich fertige für jede Ecke eine Quaste an und besticke das Kissen ein bisschen. Und weil mir das Ganze soviel Spaß gemacht hat und wir zwei Hundedamen haben, stelle ich gleich noch eine zweite Kissenhülle her.

  

  

 

 

Nähanleitung: Halsband für Hunde

Bei den diversen Umbaumaßnahmen im Haus kann ich derzeit kaum mithelfen – umso größer ist mein Verlangen nach einem eigenen, kreativen Projekt. Also gibt es für die Fellnasen mal wieder was neues. Ich nähe meinen beiden Süßen neue Halsbänder und wie das geht, zeig ich euch. Ich mag Zugstopp Halsbänder am liebsten, weil man sie dem Hund einfach über den Kopf schieben kann – ohne lästige Schnallen und Klickverschlüsse. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass das Halsband den Hund niemals würgen kann. Selbst wenn es ganz zugezogen ist, passt zwischen Halsband und Hundehals immer noch ein Finger. Innen im gesamten Halsband verläuft ein Gurtband – das gibt extra Sicherheit und Stabilität.

Material:

Leder, Kunstleder oder sehr stabiler, robuster Stoff für die Innenseite

dekorativer Außenstoff

Gurtband 15mm

D-Ringe 15mm x 20mm

Ledernähnadel, farblich passendes Garn

 

Anleitung:

So ein Hundehalsband näht sich ziemlich fix. Dazu befestige ich zuerst das Gurtband mit den D-Ringen am (Kunst)leder, stelle daraus den Rohling für das Halsband her, steppe den Baumwollstoff darauf und befestige zum Schluss ein paar dekorative Quasten. Ein bisschen kniffeling und friemelig, aber an sich wirklich einfach. Und los geht’s.

Ich schneide das innere Teil des Halsbandes aus dem (Kunst)leder oder einem robusten, stabilen Stoff zu. Dazu habe ich einfach ein gut passendes Halsband meiner Süßen abgepaust. Als Nahtzugabe lasse ich oben und unten gut ein Drittel der Breite stehen. An den Seiten gibt es keine Nahtzugabe. Den Baumwollstoff schneide ich ebenso zu – allerdings braucht es hier zusätzlich etwa 2cm Nahtzugabe an den Seiten. Der dekorative Außenstoff ist also um einiges länger.

Ich fädel den ersten D-Ring auf das Gurtband und nähe das Gurtband knappkantig neben dem D-Ring zusammen. Dann steppe ich es in ganzer Länge an das Innenteil des Halsbands.

 

Das Gurtband durch den D-Ring ziehen – dabei liegt die rechte Seite des (Kunst)leders innen – praktisch so, wie das Halsband später aussehen soll. Dann kommt der nächste D-Ring auf das Gurtband und das Gurtband wird zurück zum Halsband geführt.

 

Dieses Stück des Gurtbands bestimmt die Größe des Halsbands. Es muss dabei so weit auseinander gezogen werden können, dass der Kopf bequem durchpasst. Vollständig zusammen gezogen soll noch ein Finger zwischen Halsband und Hundehals passen, damit der Hund nicht gewürgt werden kann. Am besten probiert man das gute Stück kurz am Hund aus. Passt alles, wird der zweite D-Ring knappkantig eingefasst und das Gurtband auf dem Innenteil befestigt. Da das Halsband jetzt schon geschlossen ist, wird es ein bisschen friemelig. Ich nehme dazu den Aufsatz meiner Nähmaschine ab und stülpe das Halsband auf den Freiarm. So kann ich bequem rundrum nähen.

   

An den Ecken schneide ich kleine Dreiecke aus, dabei achte ich darauf, gut 0,5cm Abstand zum abgepausten Halsband zu halten.

Dann klappe ich die Seiten um und klemme sie fest, um sie festzusteppen.

 

Der Halsband Rohling ist damit fertig. Später kann man den immer wieder nutzen. Wenn der Außenstoff nicht mehr schön aussieht oder du einfach Lust auf einen anderen hast, kannst du ihn einfach abtrennen und einen neuen annähen.

   

Und jetzt kommt schon dieser dekorative Arbeitsschritt – ich steppe den Außenstoff fest. Dazu schlage ich die Ränder um, bügel alles vor und klemme die Einzelteile aneinander.

  

Insgesamt nähe ich zweimal rundrum, damit alles schön fest sitzt.

 

Das Halsband ist jetzt fertig, wenn man es schlicht mag. Ich liebe Quasten und finde, dass die unfassbar gut zu Windhunden passen. Das Halsband wirkt damit noch ein bisschen edler und so nähe ich drei daran fest.

 

  

  

 

 

 

Nähanleitung: Mini Täschchen

Regelmäßig vor einem Urlaub verspüre ich diesen Drang, hübsche Accessoires zu nähen. Auf keinen Fall könnte ich die Tasche oder das Portemonnaie mitnehmen, was ich schon seit Monaten hier im Alltag nutze. Für die schönste Zeit im Jahr muss es was besonderes sein. Nun gut. Dieses Mal geht es für 4 Wochen in den Westen der USA. Was passt da besser als Flamingos und Palmen? Beim Anblick von dem Stoff wird mir jetzt schon ganz urlaubig. Alles über unseren Roadtrip könnt ihr übrigens auf unserem Reiseblog lesen.

So, nun aber los.

Material:

Außenstoff (20cm x 20cm)  und gegebenenfalls Vlieseline zur Verstärkung (20cm x 20cm)

Innenstoff (20cm x 20cm)

KamSnaps

Material mini Täschchen

Anleitung:

Die Vlieseline auf den Außenstoff bügeln.

Die Form könnt ihr euch selbst erstellen. Sie ist ein Rechteck, an das rechts und links sowie oben und unten Laschen kommen – ein bisschen wie ein Briefumschlag. Nur eine Lasche hat abgerundete Ecken. Diese und die gegenüberliegende müssen so lang sein, dass sie sich um 3cm überlappen, wenn man sie um das Rechteck zusammenklappt.

Form ausschneiden

Außenstoff und Innenstoff werden rechts auf rechts aufeinander genäht, unten bleibt eine Wendeöffnung frei. Die Nahtzugabe einschneiden.

rundrum zusammennähen Nahtzugabe einschneiden

Durch die Wendeöffnung wenden, bügeln und die Wendeöffnung verschließen.

Stoff fertig zusammengenäht

Die vier Seiten an den Ecken zusammennähen.

Seiten zusammennähen Seiten zusammennähen

Die Seiten einknicken und drüberbügeln, damit alles schön flach wird und dann den KamSnap als Verschluss anbringen.

Seiten knicken Seiten knicken

Und schon ist euer kleines Täschlein fertig. Ich habe die Größe von meinem so gewählt, dass alle Karten wie Kreditkarten, Bankkarten oder Visitenkarten gut reinpassen.

fertiges Täschchen fertiges Täschchen

fertiges Täschchen fertiges Täschchen

 

 

Herbstlicher Loop mit französischem Saum

Ist es bei euch auch auf einmal so kalt? Der Herbst hat mich richtig kalt erwischt – im wahrsten Sinne des Wortes. Letztes Wochenende war ich noch im T-Shirt unterwegs, inzwischen ziehe ich zur Gassirunde meine gefütterte Jacke und meine Mütze an. Was mir noch fehlt, ist ein Schal. Und genau den nähe ich mir heute. Dazu nehme ich Baumwolle und ein farblich passendes Stück Spitze, nähe alles aneinander und bin schon fertig. Ursprünglich wollte ich die Enden aneinander nähen. Das wäre dann ein richtiger Loopschal. Während des Nähens fand ich aber die offenen, fransigen Enden so schön, dass ich sie gelassen habe. Und schwubbs habe ich einen Schal, den ich auch gut als Loop tragen kann.  Da dadurch die linke/ innenliegende  Seite nicht wie gewohnt innen verschwindet, sondern beansprucht wird, nähe ich mit französischem Saum. So ist alles schön versäubert und nichts kann ausfransen.

Material:

Baumwolle (140cm x 75cm)

Spitze (140cm x 30cm)

passendes Garn

Material Loop Material Loop

Anleitung:

Bei dem französischen Saum verschwindet die Nahtzugabe im Saum selbst. Damit das klappt, näht man zuerst die linken Seiten aneinander. Ihr wisst schon, sonst näht man immer die rechten Seiten innen aneinander. Das ist jetzt genau anders herum! Also, erstmal links auf links legen und nähen, dann die Nahtzugabe knappkantig zurückschneiden, wenden und rechts auf rechts nähen.

Linke Seite innen Nahtzugabe knapp abschneiden Französischer Saum Rechts auf rechts genäht

Und schon ist ein 140cm langer Schlauch fertig, der Schal und Loop in einem ist.

Fertiger Schlauchschal Fertiger Schlauchschal

Schal Loop

Schlauchschal mit Spitze Offene Kanten

Ich führe meinen neuen Loop jetzt mit den beiden Galgodamen aus und wünsche euch viel Spaß beim Nähen!