Hausumbau: Wohnzimmer

In unserem Haus gibt es ein Zimmer, das ist groß und hat einen offenen Kamin. Man könnte mit Fug und Recht behaupten, dass es das schönste Zimmer im ganzen Haus ist. Ich frag mich, warum das jetzt erst unser Wohnzimmer ist. Gerade im Herbst und Winter ist es unfassbar schön, hier bei einem wohlig prasselnden Feuer im Kamin zu sitzen, den Flammen zuzusehen und dabei zu entspannen.

In unserem vorigen Wohnzimmer hatten wir graue Wände und dunkelgraue Vorhänge – das wollten wir dieses Mal nicht. Zu dunkel. Zu eng. Wir haben uns für weiße Wände, neutrale Töne und viele Pflanzen entschieden. Die Einrichtung ist größtenteils die gleiche geblieben. Lediglich der Schaukelstuhl kam aus dem Esszimmer dazu und die Hundekissen habe ich neu genäht. Wie man sieht, gefällt das neue Wohnzimmer auch den beiden Hundedamen – die liegen so lieb auf ihren Kissen.

     

Die Dekoration habe ich ziemlich reduziert. Übrig geblieben sind ein paar Kerzen, ein paar Kissen (ok, viele Kissen), meine Lieblingsbücher und die kleine Snackdose, die mein Papa für mich gedrechselt hat. Die ist immer hübsch mit Nüssen, Pistazien oder anderen Kleinigkeiten gefüllt. Sieht nicht nur super gut aus, ist auch noch praktisch.

   

So, das war die Tour durch unser neues Wohnzimmer. Ich setz mich jetzt noch ein bisschen vor den Kamin und genieße die wohlige Wärme.

DIY Griffe für die Einbauschränke

In unserem Haus gab es bis vor einiger Zeit immer 2 voneinander unabhängige Wohnungen. Das bedeutet, dass in den beiden Hauptetagen (Erdgeschoss und Obergeschoss) jeweils ein voll ausgestattetes Bad und eine komplette Küche waren. Während zwei Bäder natürlich ein angenehmer Luxus sind, braucht eigentlich kaum jemand zwei Küchen – außer natürlich… Hmmmm, na jedenfalls haben wir entschieden, dass uns eine Küche ausreicht und dass diese ins Erdgeschoss gehört, wo nun auch das Ess- und Wohnzimmer zu finden sind.

In dieser Küche sind noch die alten, originalen Einbauschränke vorhanden und die haben wir natürlich behalten. Zum einen sind sie super praktisch als zusätzlicher Stauraum, zum anderen liebe ich es, alles Alte in diesem Haus zu erhalten. Nun brauchen sie natürlich ein bisschen liebevolle Zuwendung, damit sie in ihrer Schönheit erstrahlen und in die neue Küche passen. Sie werden neues Schrankpapier (oh, da bin ich schon sehr aufgeregt), einen Anstrich mit weißem Lack und neue Griffe bekommen.

  

Die Griffe müssten von 1986 sein – damals wurde die Küche das letzte Mal von Grund auf renoviert. Und auch wenn damals blaue Gummigriffe der letzte Schrei waren, wünsche ich mir heute ein etwas schlichteres Design. Und sobald ich fertig bin mit meinen Schränkchen, zeig ich sie euch natürlich wieder hier auf dem Blog.

 

Upcycling: Wickeltischlampe aus einer alten Nachttischlampe

Schon bevor die kleine Madame da war, habe ich mir so meine Gedanken übers Windeln wechseln gemacht – gerade wenn es schon oder noch dunkel ist. Dann braucht es irgendeine Art von Beleuchtung. Um es für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu machen, wollte ich kein grelles Licht. Das blendet und macht unnötig wach. Eine passende Lampe hatte ich auch nicht, aber noch eine alte Nachttischlampe von Ikea. Daraus lässt sich doch was machen, hab ich mir gedacht. Und das beste (für mich als Symmetriefanatikerin): ich konnte die gleichen Stoffe nehmen, die ich auch schon bei den Decken benutzt habe. Und nun sind Wickeltischlampe und Wickelunterlage Ton in Ton – wenn das nichts ist!

Material:

Lampenschirm – entweder ein alter oder gleich so ein Gestell

Lampe

Stoffreste, Bänder, Schnüre, Wolle

 

Anleitung:

Falls ein alter Lampenschirm verwendet wird, muss natürlich erstmal der Bezug entfernt werden, damit nur noch das Gestell übrig bleibt.

Das Gestell wieder auf die Lampe setzen und die Stoffreste, Bänder und Schnüre an dem Gestell anbringen. Ich mach das genauso wie beim Mobile.

 

Zum Schluss die Bänder und Stoffstreifen auf die gewünschte Länge kürzen. Wichtig ist, dass als Leuchtmittel nur kalte Lampen verwendet werden dürfen – also nicht die alten Glühbirnen. Die werden womöglich zu heiß und sengen in einem unbeobachteten Moment den Stoff an.

   

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Hausumbau: Kinderzimmer

Ich muss zugeben, das Kinderzimmer einzurichten, war am allerschönsten bei unserem Hausumbau. Das können weder das hoffentlich bald neu gedeckte Dach noch die ebenso hoffentlich bald sanierten Bäder toppen. Es war einfach das Großartigste, die Möbel beim Schweden auszusuchen, alles zu arrangieren und zu dekorieren, nochmal umzustellen und dann nochmal und nochmal. Mensch, im Nachhinein tut mir der Schatz schon ein bisschen leid. Ich war ja schwanger und durfte nicht schwer heben und natürlich erst recht keine Möbel hin und her tragen. Dafür hatte ich aber unheimlich viele gute Ideen, wie man die Möbel noch stellen könnte.

  

Erst ganz zum Schluss haben wir uns entschieden, die eigentliche Zimmertür dauerhaft zu verschließen und nur den Durchgang zu unserem Schlafzimmer offen zu lassen. So hatten wir mehr Stellfläche an den Wänden (die Tür ist hinter dem Tipi versteckt mit einem großen Holzbrett) und mal ehrlich, in der ersten Zeit braucht eigentlich kein Baby ein eigenes Zimmer mit eigener Tür.

Jetzt kommt man also durch unser Schlafzimmer ins Kinderzimmer und das ist sehr praktisch, weil nah. Sollte die kleine Madame also irgendwann in ihrem Kinderbettchen schlafen, sind wir im Nu da, wenn sie uns braucht.

Das Tipi hat übrigens der stolze Vater ausgesucht und sich schon damals ausgemalt, seiner Tochter darin sitzend Geschichten vorzulesen.

  

Ach und natürlich darf auch ein wenig Dekoration nicht fehlen. Also was heißt jetzt „ein wenig“ – das darf man nicht so wörtlich nehmen. Ich konnte mich ehrlich gesagt kaum bremsen und habe all meine Lieblingsdekoration untergebracht: Papierdiamanten vom Möbelschweden, eine selbst genähte Wimpelkette, eine selbst geschnittene und gedrehte Girlande aus Papierquasten, diverse Traumfänger und selbst genähte Kissen und dann noch diese Birkenstämme, die das Ganze erst perfekt gemacht haben. Auch Miffy sitzt reisebereit auf dem Koffer, der ursprünglich ein Picknick-Set beherbergt hat und in dem zukünftig wohl Spielsachen verstaut werden.

     

Derweil sitzen die Kuscheltiere artig wartend auf dem Regal und selbstverständlich gibt es auch eine kleine Schachtel mit den Erinnerungsschätzen der kleinen Madame. Eine Haarsträhne, ihre Babysocken, mein Mutterpass.

 

Der Wickeltisch – oder besser das Wickelregal – ist neben dem Kleiderschrank das einzige, was jetzt schon rege genutzt wird. Zuerst war ich nicht sicher, ob eine Wickelkommode nicht doch besser gewesen wäre. Aber zum einen gab es die schlichtweg nicht bei der Möbelserie und hier so ein Mischmasch an Möbeldesign – undenkbar. Zum anderen gefiel mir die Idee, das Regal später weiter benutzen zu können. Der Wickelaufsatz kann einfach wieder abgenommen werden. Ein bisschen Stauraum in Form von Schubladen fehlt mir schon, wird aber durch den „Wickelwagen“ wieder wett gemacht.

 

Und weil mich während meiner Schwangerschaft die Wickeltische anderer Mütter kollossal interessiert haben (ich hatte ja selbst keine Ahnung, was so gebraucht wird), zeig ich euch meinen ein bisschen näher.

Wir haben eine einfache Wickelunterlage mit einer Decke drauf. Man könnte auch ein Handtuch nehmen, ich habe aber lieber Decken genäht. Das war in den letzten Wochen vor der Geburt praktisch meine Lieblingsbeschäftigung. Im Winter kommt unter die Decke noch ein Heizkissen, damit der kleinen Madame nicht kalt wird.

Unten befinden sich 4 Kisten, in denen sich unser Vorrat an Wegwerfwindeln und Feuchttüchern, Bettwäsche und allerhand anderer Textilien befinden. Direkt am Wickeltisch haben wir links den Mülleimer und rechts diverse Waschlappen und ein Schälchen für Wasser. Benutzte Waschlappen und Stoffwindeln kommen in den grauen Nassbeutel.

   

Links neben dem Wickelregal steht unser „Wickelwagen“, auf dem sich eigentlich alles befindet, was so gebraucht werden könnte. Leicht zugriffig verschiedene Windeln (Stoffwindeln und Wegwerfwindeln), sowie Feuchttücher, Toilettenpapier und Mülltüten. Darunter ein guter Vorrat an weiteren Waschlappen und Saugeinlagen für die Stoffwindeln und ganz unten alles, was so zum Baden und Pflegen gebraucht wird. Den Inhalt der mittleren und unteren Etage könnte ich auch gut woanders verstauen und ich überlege gerade, ob ich hier nicht lieber Bodys und Strampler deponieren sollte.

   

Ein bisschen Ablenkung für die kleine Madame beim Windeln wechseln bringen die Lichterkette und die kleine Giraffe. Es ist schon erstaunlich, wie interessant die beiden Sachen auch nach so vielen Wochen noch sind. Die Lichterkette reicht nachts normaler Weise sogar als Lichtquelle aus. Und falls ein bisschen mehr Licht benötigt wird, wartet meine Lampe aus Stoffresten auf ihren Einsatz.

Zuletzt werfen wir noch einen kurzen Blick in den Kleiderschrank. Oben findet sich die aktuelle Größe (natürlich nach Farben sortiert), in der mittleren Ebene die nächste und ganz unten alles andere an Kleidung.

  

So, das war die Tour durch das Kinderzimmer – meinen liebsten Raum im ganzen Haus.

DIY: Traumfänger

Zum ersten Mal habe ich Traumfänger bei meinem Schüleraustausch in Kanada in der 11. Klasse gesehen – ist also schon eine ganze Weile her. Seitdem finde ich die Idee ganz zauberhaft, dass ein Traumfänger den Schlaf verbessert und nur die guten Träume durch das Netz lässt. Die schlechten Träume bleiben im Netz hängen und werden später durch die Morgensonne neutralisiert.

Für die kleine Madame wünsche ich mir nur schöne Träume und so hab ich ihr ein paar Traumfänger gebastelt. Warum ein paar? Sicher ist sicher – nicht, dass doch noch ein böser Traum vorbeihuscht.

Material:

Stickrahmen

Häkeldeckchen

Stoffreste, Bänder, Borten, Spitze

Anleitung:

Nachdem ich mir alle möglichen Stoffreste, Bänder, Borten und Schnüre in meinem Nähzimmer zusammengesucht habe, spanne ich ein Häkeldeckchen in einen passenden Stickrahmen ein und schneide das überflüssige Material ab.

 

Dann nehme ich unterschiedlichste Materialien und knote sie an der Unterseite fest.

 

 

Zum Schluss werden die Bänder auf eine einheitliche, geschwungene Länge gekürzt.

 

Und schon ist er fertig – der Traumfänger. Und weil es so schnell und einfach geht (und ja wirklich alle bösen Träume draußen bleiben sollen), habe ich gleich 4 Traumfänger in unterschiedlichen Größen gemacht.

    

Viel Spaß beim Nachbasteln!

DIY: eine Gartenbank aus Stuhllehnen [Werbung]

Endlich ist der Sommer da und mit ihm die Gartensaison. Da wurde es Zeit, das lang angedachte DIY für eine neue Gartenbank umzusetzen. Wie schön, dass mir dazu von der Firma RS Components ein Bosch Multitool zur Verfügung gestellt wurde. Durch die auswechselbaren Aufsätze kann man damit super Sachen aus Holz bauen. Und wenn das von mir kommt, dann hat das schon was zu heißen. Denn während Stoff und Wolle mit mir sprechen – mir Ideen ins Ohr flüstern und sich immer kooperativ verhalten, ist das mit Holz eher eine andere Sache. Holz und ich – nun ja, wir verstehen uns nicht so gut. Man kann es nicht mal mehr als eine Art Hassliebe bezeichnen, es ist eher ein gegenseitiges Anschreien.

Aber was soll’s, eine Gartenbank gibt es nicht aus Stoff und damit war es entschieden. Der Schatz und ich sind in den Baumarkt gefahren, haben uns Bretter zusägen lassen, Schrauben, Farbe und Pinsel besorgt und dann eine Bank gebaut. Einfach so. Unglaublich.

 

Material:
2 alte Stühle bzw. zumindest deren Lehnen
5 Bretter für die Sitzfläche (100cm x 12cm)
3 Bretter für Rückenlehne (103cm/ 108cm/ 113cm x 12cm)
Schrauben
Farbe und Pinsel

 

Anleitung:
Da wir unsere Stuhllehnen von den ausgedienten Rattanstühlen aus dem Esszimmer gemopst haben, entfernen wir zuerst die Rattanverkleidung. Das geht super mit diesem halbrunden Sägeaufsatz. Das Rattangeflecht ist in nullkommanix ab und im Mülleimer entsorgt. Zurück bleiben ein paar Tackernadeln, die wir mit einer Zange entfernen.

 

Als nächstes wird der Aufsatz vom Multitool gewechselt – das geht mit ein paar Handgriffen. Einfach den Verschluss aufschrauben, den Aufsatz wechseln und wieder zuschrauben. Besser wäre nur noch eine Klickverbindung.

Mit dem Aufsatz für den Winkelschleifer schleifen wir die Stuhllehnen ab und sind dabei sehr zufrieden mit der Leistung. Es geht schnell voran und damit sind alle Einzelteile fürs Zusammenbauen vorbereitet und es geht ans Zusägen der Bretter für die Sitzfläche. Beim vorderen und hinteren Brett nehmen wir die Ecken raus, damit sie sozusagen um die Stuhllehnen rum kommen und die Sitzfläche damit größer wird.

 

 

 

Da alles passt, können wir die Bretter direkt festschrauben (natürlich nachdem wir sie vorgebohrt haben).

 

Nachdem nun die Sitzfläche fertig ist, kommt die Rückenlehne an die Reihe und wir schrauben die 3 Bretter in gleichem Abstand an den Stuhllehnen fest.

 

Weil die Stuhllehnen gebogen sind, hängen die Bretter an der Unterkante über. Das ist aber gar kein Problem für unser kleines super Multitool: und zack, ist alles schick.

 

Die restlichen Bretter der Rückenlehne kommen genauso dran. Die Bank ist damit fast fertig und sieht schon ziemlich großartig aus.

 

Was fehlt, ist ein Anstrich in weiß und der kommt jetzt noch und dann sind wir schon fertig.

Die Bank steht jetzt schön im Schatten von unserem Jasmin und ich kann endlich meine Zeitschrift mit einem Käffchen genießen.

  

Werbung: Dieser Post ist Zusammenarbeit mit RS Components entstanden. Das Multitool wurde mir dafür kostenlos zur Verfügung gestellt.

Viel Spaß beim Nachbauen!

Nähanleitung für eine schnelle Kissenhülle mit verdecktem Reißverschluss

Das Haus ist nun fast vollständig umgeräumt und so kann ich mich eeeeendlich den kleinen, hübschen Details widmen. Im Wohnzimmer fehlen zum Beispiel noch Liegemöglichkeiten für die beiden Hundedamen. Im Moment bleibt ihnen nichts anderes übrig, als es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen. Das sind natürlich unzumutbare Zustände und so müssen dringend passende Bodenkissen her. Mir gefällt der Boho Stil gerade so richtig gut und er passt auch so schön zu unserer Einrichtung. Immerhin sind Farbkonzept und Material in Naturtönen gehalten. Wie praktisch, dass in meinem Fundus noch diese alte Tagesdecke in beige auf eine neue Verwendung wartet.

Material:

alte Tagesdecke oder anderer, robuster Stoff (80cm x 80cm, 80cm x 60cm und 80cm x 30cm)

Kissen (80cm x 80cm)

Reißverschluss

Wolle, Borten uvm.

Anleitung:

Zuerst schneide ich die Stoffteile für vorne und hinten zu. Es geht ja nur um ein Bodenkissen und dabei kommt es jetzt wirklich nicht auf genaue Maße an. Ich nehme für vorne also 80cm x 80cm (die Maße von meinem Füllkissen). Eine Nahtzugabe ist bei so großen Bodenkissen nicht notwendig. Wenn es ein 100% passgenaues, kleines Kissen werden soll (oder der Stoff ungewaschen ist), addiere lieber eine Nahtzugabe, sonst sitzt die Kissenhülle hinterher zu stramm und das sieht ja auch blöd aus. Auf der Rückseite nähe ich meinen verdeckten Reißverschluss ein und brauche deshalb 2 Stoffteile. Ich persönlich finde es schön, wenn der Reißverschluss nicht mittig sitzt und wähle daher 80cm x 60cm und 80cm x 30cm.

 

Die Rückseite bleibt ohne Verzierung und so nähe ich den Reißverschluss an das größere Stück. Dazu lege ich den Stoff mit der schönen Seite nach oben vor mich hin und den Reißverschluss mit der schönen Seite nach unten genau an die Kante darauf. Bei so einem breiten Reißverschluss wechsel ich nicht den Nähfuß, sondern stell die Nadel einfach auf ganz links und nähe den Reißverschluss fest – verriegeln am Anfang und am Ende nicht vergessen. Dann dreh ich den Stoff um, stelle die Nadelposition wieder auf mittig und steppe den Stoff fest.

  

Für den verdeckten Reißverschluss wird das kleine Stoffteil nun um 5cm umgebügelt – die schöne Seite ist dabei außen. Bei einem kleineren Kissen und einem schmaleren Reißverschluss würde ich nur 3cm nehmen.

Ich lege den Stoff dann mit der schönen Seite nach unten vor mich und den zweiten Stoff mit dem bereits eingenähten Reißverschluss genau an der Kante darauf, wieder mit der schönen Seite unten.

 

Jetzt werden die Teile aneinander genäht. Dazu nutze ich erneut die ganz linke Nadelposition. Das Rückteil ist nun fertig.

 

Ich hab einen Endlosreißverschluss zum selber Einfädeln genommen und muss jetzt noch kurz den Reißer einfädeln. Das geht für mich am leichtesten mit so einer Einfädelhilfe.

Die Vorderseite soll boho-mäßig ein bisschen mehr hermachen und bekommt erstmal eine Borte als Verzierung. Und wer hätte es gedacht – die frühere Einfassung von der Tagesdecke ist sowas von geeignet dafür. Alles, was später in den Seitennähten verschwinden soll (Borten, Bänder, Spitze uvm.) wird jetzt angenäht. Die Borte steppe ich einfach fest. Alle anderen Verzierungen wie Quasten, Stickereien oder Pompoms können auf das fertige Bodenkissen aufgebracht werden. Im Anschluss lege ich die Vorderseite auf die Rückseite – jeweils mit der schönen Seite innen.

Beide Teile werden ringsrum aneinander genäht. Durch den Reißverschluss wird keine Wendeöffnung benötigt – also einfach einmal rundherum steppen. Damit nichts ausfransen kann, kettel ich die Seiten zusätzlich ab.

 

Das Kissen durch den Reißverschluss wenden. Das Kissen ist fertig – meins bekommt allerdings noch ein bisschen Aufmerksamkeit im Boho Stil.

 

Ich fertige für jede Ecke eine Quaste an und besticke das Kissen ein bisschen. Und weil mir das Ganze soviel Spaß gemacht hat und wir zwei Hundedamen haben, stelle ich gleich noch eine zweite Kissenhülle her.

  

  

 

 

Mein Gemüsegarten – Staudensellerie

Ihr habt euch bestimmt schon gefragt, was diese merkwürdigen, leicht verdorrten Pflanzen/ Knollen in den flachen Gefäßen auf der Fensterbank sollen. Das ist der untere Teil vom Stangensellerie. Ich liebe Stangensellerie im Salat und jedes Mal, wenn ich einen daheim hab, schneide ich die unteren 5cm ab und stell sie in ein flaches Gefäß mit Wasser.

Nach ein paar Tagen bilden sich die ersten, zarten Wurzeln und aus der Mitte der Pflanze schieben sich neue Blätter nach oben. Bei ganz vielen Gemüsesorten ist es problemlos möglich, diese aus sogenanntem Küchenabfall wieder neu zu ziehen. Beim Staudenselleri ist das super einfach und funktioniert jedes Mal. Natürlich dauert es jetzt eine ganze Weile, bis ich den ersten eigenen Staudenselleri ernten kann – dafür hab ich dann aber auch den ganzen Sommer hindurch frischen im Garten.

Da es draußen inzwischen warm genug ist, wird es Zeit für einen Umzug. Weg von der Fensterbank und hinein ins Hochbeet.

  

Und damit dem Staudenselleri auch nachts nicht kalt wird, bekommen die Pflänzchen ein leeres Marmeladenglas als Mini-Gewächshaus.

   

Sobald die Nächte nicht mehr kalt oder die Pflänzchen größer sind, können die Mini-Gewächshäuser wieder weggeräumt werden und der Sellerie kann sich in seiner ganzen Pracht entfalten.

 

Renovierung der Küche – Finale

Gut drei Wochen hat es gedauert und jetzt ist sie endlich fertig: die Küche, mein neuer Lieblingsort! OK, es ist eigentlich erst das Halbfinale, ein paar Kleinigkeiten fehlen noch: die Spülmaschine, die Dunstabzugshaube, die Griffe für die Einbauschränke. Überhaupt müssen die Einbauschränke noch neu lackiert werden. Aber ich kann die Küche schon benutzen und das tue ich jeden Tag mit Vergnügen. Sogar das Abwaschen macht mir Spaß! Und auch die Ecke für die Kaffeemaschine gefällt mir sehr gut.

     

Wir haben entrümpelt, zurückgebaut, geplant, geshoppt, aufgebaut und angebracht, gemessen und neu geplant, ausgeräumt, ausgemistet, runtergetragen und wieder eingeräumt und nochmal umgeräumt. Es war zwischenzeitlich recht chaotisch und nervenaufreibend, gab tagelang kein fließendes Wasser und noch länger keinen Herd zum Kochen. Der Wasseranschluss hat den Schatz uns beinahe an den Rand der Verzweiflung gebracht, dafür sind andere Dinge überraschend leicht gewesen. Gelernt haben wir, dass wir zusammen mit ein bisschen Hilfe von meinem Papa eine Küche bauen können und es trotzdem definitiv nie wieder machen wollen. Wir haben großen Respekt vor der Arbeit von Wasserinstallateuren und Tischlern und sind stolz darauf, sowohl den Metod Korpus als auch die Maximera Schublade praktisch blind zusammenbauen zu können. Ich möchte für ganz lange Zeit nichts mehr von tropfenden Wasserzuläufen oder undichten Abflüssen hören und freue mich jetzt einfach darauf, in meiner neuen Küche zu kochen und zu essen.

     

Und das Beste ist, sie ist noch schöner geworden als ich es mir vorgestellt habe. Vielen lieben Dank liebster Papa und liebster Schatz. Das habt ihr ganz toll gemacht!