DIY: geometrisches Mobilee

Der Schatz verlangt eine der Jahreszeit angepasste Dekoration im Treppenhaus oder zumindest, dass die weihnachtlich goldenen Sterngirlanden verschwinden. Ich finde ja, dass Sterne eigentlich immer gehen und überhaupt nicht weihnachtlich sind. Aber gut, sein Wunsch ist mir Befehl Inspiration. Neue Dekoration muss also her, denn gar keine ist einfach gar keine Option. Hach und das ist die beste Gelegenheit für ein DIY Projekt, was ich schon so lange in meinem Kopf habe: ein geometrisches Mobilee.

Zum ersten Mal ausprobiert habe ich das vor ein paar Wochen bei einem DIY Workshop bei DaWanda. Hier hab ich die ersten Mobilees hergestellt und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Heute ist das Wetter so schön, dass ich mein DIY Projekt kurzerhand in den Garten verlege und bei schönstem Sonnenschein vor mich hin bastel.

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Material:

Strohhalme

Nylonfaden

metallic Farbspray

Schere, alter Karton

 

Anleitung:

Sobald ich mich für eine Form entschieden habe, schneide ich die einzelnen Strohhalme entsprechend zu. Ich möchte einen sechseckigen Diamanten machen. Dazu brauche ich 5 lange, 5 mittlere und 5 kürzere Strohhalme.

Strohhalme zuschneiden

Und schon geht es ans Fädeln meines geometrischen Mobilees. Ich fange mit der unteren Hälfte und hier mit dem ersten Dreieck aus 2 mittleren Strohhalmen und einem kürzeren  Strohhalm an.

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So fädel ich immer weiter bis mein Diamant fertig ist.

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Und dann kommt endlich das Farbspray zum Einsatz. Damit die Farbe nicht überall landet, nehme ich einen großen Pappkarton – hochkant aufgestellt. Oben bohre ich ein Loch rein, fädel die Aufhängerschnur durch, befestige meinen Strohhalmdiamanten und sprühe die Farbe auf.

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Tja, und nun hängen ein paar dieser hübschen, kleinen, geometrischen Mobiles im Treppenhaus.

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Und wer weiß, vielleicht lege ich zu Ostern ein paar Ostereier in meine Mobilees – dann hat der Schatz seine jahreszeitliche Dekoration.

Viel Spaß beim Nachbasteln! 😉

DIY: Erstellen von Labels

Die meisten selbstgemachten Dinge wirken in einer schönen Verpackung noch viel hochwertiger. Besonders wenn ich Selbstgemachtes verschenken möchte, lege ich daher viel Wert auf eine schöne Verpackung. Im Internet – vor allem bei Pinterest – findet man viele, kostenlose Vorlagen, die man sich runterladen und ausdrucken kann.

Weil diese Vorlagen aber in den seltensten Fällen exakt so sind, wie ich sie mir vorstelle, mache ich meine kleinen Labels inzwischen mit MS Word selber. Eine Anleitung für ganz einfache Labels möchte ich euch hier zeigen.

1. Ihr öffnet euer Microsoft Word und hier eine neue, leere Seite.

2. Ihr geht auf “Einfügen” und hier auf “Formen”, sucht euch eine aus und malt sie auf euer leeres Dokument.

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3. Ihr habt jetzt eine Form gemalt und könnt diese über die weiteren Einstellungen euren Wünschen anpassen. Als erstes nehme ich die Füllung raus.

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4. Als nächstes ändere ich noch die Strichfarbe, die Strichdicke und die Strichart.

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Diese Schritte wiederhole ich bis ich mit der Umrandung meines Labels zufrieden bin. Ich nehme meist eine durchgehende und eine gepunktete Linie.

5. Zur Beschriftung füge ich nun über “Einfügen” ein Textfeld ein.

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6. Dieses Textfeld passe ich noch entsprechend an. Dazu entferne ich die Füllung und den Rahmen.

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7. Zum Schluss schreibe ich in das Textfeld den passenden Eintrag.

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Viel Spaß 🙂

DIY: 4 Rezepte für selbstgemachte Seife

Erinnert ihr euch noch? Vor nicht allzu langer Zeit habe ich zum ersten Mal Seife selber gemacht. Nach diesem ersten Versuch, über den ihr hier lesen könnt, habe ich es noch zweimal versucht. Dabei sind 4 wunderschöne Seifen entstanden, die sich super als kleines Gastgeschenk oder Mitbringsel eignen.

Küchenseife/ Kaffeeseife

Die Kaffeeseife besteht tatsächlich hauptsächlich aus Kaffeesatz und Espresso. Sie ist sehr gut als Küchenseife geeignet, weil durch das Waschen mit Kaffee sämtliche Gerüche an den Händen beseitigt werden – sehr praktisch also nach dem Schneiden von Zwiebeln und Knoblauch. Zusätzlich wirkt der Kaffeesatz als Peeling und hilft dabei, alle Verunreinigungen zu entfernen.

Rezept

– 250g Kokosöl, 250g Sheabutter, 250g Olivenöl und 150g Traubenkernöl

– 302g gefrorener Espresso aus destilliertem Wasser

– 118g NaOH

– 3EL Kaffeesatz, Kaffeebohnen zur Dekoration

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Gärtnerinnenseife

Für die Gärtnerinnenseife habe ich hauptsächlich pflegende Öle, wie Olivenöl, Sheabutter und Traubenkernöl verwendet. Sie sollen die Hände nach der Gartenarbeit wieder schön weich pflegen. Das Teebaumöl hilft, kleine Verletzungen zu heilen und die Mohnsamen wirken wie ein Peeling und befreien die Hände von Erde und Dreck.

Rezept

– 300g Olivenöl, 300g Rapsöl, 250g Kokosöl, 100g Sheabutter und 50g Traubenkernöl

– 50g Duftöl: Lavendel und Teebaumöl

– 335g gefrorener Minztee aus destilliertem Wasser

– 135g NaOH

– 2EL Mohnsamen, Lavendelblüten zum Bestreuen

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Ziegenmilchseife/ “Zicklein auf der Blumenwiese”

Die Seife aus Ziegenmilch hat kein besonderes Anwendungsgebiet. Sie wäscht die Hände, pflegt sie und riecht einfach blumig schön nach einer Sommerwiese.

Rezept

– 250g Rapsöl, 250g Olivenöl, 250g Palmöl und 250g Kokosöl

– 50g Duftöl: Geranium und Lavendel

– 335g gefrorene Ziegenmilch

– 136g NaOH

– getrocknete Blüten zum Bestreuen

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Rosenseife

Sie Rosenseife ist einer der Klassiker unter den Seifen. Mit dem roten Malventee wollte ich eigentlich erreichen, dass die Seife rosa oder rötlich wird. Das hat allerdings nicht richtig funktioniert. Beim Mischen mit dem NaOH wurde die Flüssigkeit erst grün und dann bräunlich. Die Seife hatte zum Schluss in etwa die Farbe von Marzipan – auch schön.

Rezept

– 250g Rapsöl, 250g Kokosöl, 250g Palmöl, 150g Sheabutter und 100g Mandelöl

– 50g Duftöl: Rose

– 335g Malventee aus destilliertem Wasser

– 137g NaOH

Für diese Seife habe ich leider keine Fotos – alles schon verschenkt. 🙂

 

Falls ihr selber noch mehr über die Herstellung von Seife erfahren möchtet, kann ich euch die Seite www.naturseife.com von Claudia Kasper sehr empfehlen.

DIY: Teller für Stecknadeln

Wohin nur mit den vielen Stecknadeln? Ein Teil meiner doch inzwischen recht umfangreichen Sammlung steckt ja in meinem selbstgemachten Nadelkissen-Marmeladenglas-Ding. Aber während des Nähens ist es zu umständlich und zeitaufwändig, jede einzelne Stecknadel an ihren Platz zurück zu stecken.

Bislang habe ich die aus dem Stoff gezogenen Nadeln dann einfach immer irgendwo auf den Tisch gepfeffert gelegt. Das Ergebnis davon kennt ihr sicher. Die kleinen Biester sind überall im Weg und gleichzeitig nie zu finden.

Nun ja, diesem nervigen Problem ist ganz leicht Abhilfe zu schaffen. Ihr klebt einfach einige Magnete auf die Unterseite eures Schälchens oder einer Untertasse und schon bleiben Stecknadeln und Nähnadeln an Ort und Stelle. Also zumindest, wenn ihr sie in das Schälchen oder auf die Untertasse legt.

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Viel Spaß 🙂

 

Der DaWanda Designmarkt

Ich war soooo aufgeregt und hab mich wochenlang auf dieses Ereignis gefreut. Und dann musste ich ohne Ende arbeiten. Aber ich hab mich trotzdem rausgeschlichen – nur für ein paar Stunden. Zusammen mit dem Schatz ging es dann zum DaWanda Designmarkt in Berlin. Und es war wundervoll. Und weil Bilder viel mehr als Worte sagen, halte ich jetzt meinen Mund und zeige euch ein paar Fotos, die der Schatz vom Fotowunderland freundlicher Weise zur Verfügung stellt.

Der DaWanda Designmarkt:

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DIY: Kerzen gießen

Heute brauche ich mal ein kleines, schnelles Projekt – für den kleinen DIY Hunger zwischendurch. Und dieses Mal haben die Vorbereitungen (viiiel Shopping) länger gedauert, als alles andere. Bis auf das Warten am Ende – das hat wie immer eeeewig gedauert.

Zuerst mussten wir nämlich auf den Trödelmarkt vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin. Ich möchte gerne Kerzen in Tassen gießen und dazu brauche ich – na klar – Tassen. Ich stell mir so “Oma-Tassen” mit Blümchen und Goldrand vor, aber ich will keine Unsummen dafür ausgeben – auch klar. Und ich werde fündig, wobei ich echt sagen muss, dass ich lange nicht so einen versifften Trödelmarkt gesehen habe. Alle meine kleinen Schätzchen sind schmuddelig, alle habe ich aus großen Umzugskisten gefischt, in denen echt alles zu finden und nichts davon sauber war. Es war so ekelig, dass der Schatz beim Auto angekommen sofort nach einem Feuchttuch gefragt hat.

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Danach mussten wir noch in die helle, heile Welt eines großen Kreativkaufhauses, um Wachs und Dochte zu kaufen und dann geht es auch schon los.

Material:

“Oma-Tassen” (oder andere hübsche Gefäße)

Dochte (passend für die Größe der Kerzen)

Wachs (auch alte Kerzenreste)

Duftöl

 

Anleitung:

Zuerst kommt das Wachs in einem alten Topf auf den Herd und wird langsam erwärmt und geschmolzen. Ich lege noch einen blaulila Rest einer alten Kerze dazu und bedufte das Ganze mit Lavendelöl – passt ja auch gut zur Farbe.

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Während das Wachs also vor sich hin schmilzt, werden die Kerzen vorbereitet. Dazu wird der Docht in den Dochthalter gesteckt und dann mit heißem Wachs am Tassenboden befestigt. Damit er aufrecht steht, kommt er zwischen zwei Stäbchen, die auf der Tasse liegen.

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Jetzt kommt eigentlich nur noch das flüssige Wachs dazu – natürlich auch wieder langsam und vorsichtig.

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Zum Schluss müssen die Kerzen einfach nur noch rumstehen und ich muss warten, bis das Wachs abgekühlt ist. Rund um die Dochte bilden sich leider kleine Krater. Beim nächsten Mal muss ich besser aufpassen und rechtzeitig Wachs nachfüllen. Ich bin trotzdem mit meinem Erstlingswerk zufrieden. Es war total leicht, hat viel Spaß gemacht und ging ganz schnell.

 

Viel Spaß!

Erstellen einer neuen Kollektion

Ab und zu überkommt mich die Kreativität und ich muss dann einfach nähen. Geht euch das auch manchmal so? Das ist immer toll und es entstehen dabei die schönsten Sachen.

Wenn ich aber für meinen Shop bei DaWanda eine neue Kollektion entwickle, dann gehe ich etwas systematischer vor. Ich schaue mir den Trendreport bei DaWanda und bei Etsy an und mache mir eine Liste von den wichtigsten Trends – naja, von denen, die mir gefallen.

Ich habe von jedem meiner Stoffe ein kleines Quadrat von ca. 5cm x 5cm. Alle sind in einer kleinen Box, ordentlich nach Farben sortiert. So habe ich alle meine Schätzchen immer griffbereit.

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Und dann schau ich, ob ich die passenden Stoffe habe, oder ob ich doch shoppen gehen kann muss. Wenn ich alles beisammen habe, nehme ich mir mein magisches Memoboard und stelle die Stoffe zusammen, die gut passen.

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Wenn ich mich dann entschieden habe, schneide ich die Stoffe zu und arrangiere sie auf meinem großen, magischen Memoboard.

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Und dann geht’s schon los mit dem Nähen. Wie macht ihr das? Spontan oder systematisch?

VIEL SPAß 😉

DIY: Memoboard mit ein bisschen Magie

Heute zeige ich euch ein kleines, schnelles DIY Projekt. In nicht einmal einer Stunde seid ihr fertig und habt ein neues Memoboard. Hier kommt allerdings keine Nähmaschine zum Einsatz, sondern ein anderes meiner Lieblingswekzeuge: Der Tacker. Ich liebe den Tacker. Er ist schnell, laut und man bringt die tollsten Dinge zustande.

 

Material:

– (alter) Bilderrahmen aus Holz

– weißer Flanellstoff (z.B. ein Flanelllaken)

– Füllwatte

Alle drei Sachen bekomme ich bei meinem Lieblingsschweden hier um die Ecke. Falls ihr euch fragt, warum ich unbedingt Flanellstoff nehme – das hat etwas mit der im Titel erwähnten Magie zu tun. Durch die flauschige Oberfläche halten Stoffe (zumindest bis zu einer bestimmten Größe) nämlich wie von Zauberhand ohne Stecknadeln. Das ist z.B. beim Ausprobieren von Stoffkombinationen oder Mustern beim Quilten eine große Hilfe.

 

Anleitung:

Zuerst schneide ich den Stoff zu. Das Stück wird rundum ca. 5cm größer als der Bilderrahmen.

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Als nächstes kommt die Füllwatte zwischen Stoff und Bilderrahmen.

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Und dann tackere ich einmal rundrum. Dabei schlage ich den Stoff einmal um. So kann nichts ausfransen und es sieht schön ordentlich aus.

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Wenn die erste Seite fertig ist, kümmere ich mich danach gleich um die gegenüber liegende Seite und ziehe alles schön straff. Die Ecken lasse ich erstmal frei – die kommen ganz zum Schluss.

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Und fertig ist euer Memoboard.

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VIEL SPAß 😉

DIY: Seife selber machen

Heute war eine Freundin da und hat mir gezeigt, wie man Seife macht. Ich hätte nicht gedacht, dass das soviel Spaß macht und dabei noch so einfach ist. Ich hätte am liebsten gleich 5 verschiedene Seifen herstellen können – die Ideen stürmten nur so auf mich ein. Aber wir haben nur jede eine Sorte gemacht – es war ja auch nur der Probelauf für unseren kommenden kreativen Nachmittag, an dem wir mit Freundinnen diverse Seifen herstellen wollen. Die eignen sich ja auch so toll als Mitbringsel oder Geschenk und Weihnachten steht ja nun auch bald vor der Tür. Und außerdem kann man ja nie genug Seife im Haus haben, nicht wahr?!

Der Schatz vom Fotowunderland war so nett, und hat Fotos von dem Herstellungsprozess gemacht und so kann ich euch das Ganze zeigen.

Material:

1000g verschiedene Öle und Fette (500g Rapsöl, 250g Kokosfett, 250g Olivenöl)

138g Ätznatron

335g destilliertes Wasser

ätherische Öle

Blüten, Kaffeepulver, Sand und ähnliche Zusätze

Schüsseln, Töpfe, einen Stabmixer, Löffel und Handschuhe

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Anleitung:

1) Vorbereiten

Wir messen alle Zutaten genau ab, und bereiten sie für das Zusammenmischen vor. Dazu wird das Olivenöl erhitzt und das Kokosfett darin geschmolzen.

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Während die Öle wieder ein bisschen abkühlen, lassen wir das Ätznatron auf das destillierte Wasser in Form von Eiswürfeln los, damit sich Natronlauge bildet. Wir nehmen Eiswürfel, damit sich die Mischung nicht so sehr erhitzt. Das verkürzt nämlich die Wartezeit, denn sowohl Natronlauge als auch die Öle sollen die gleiche Temperatur von ca. 35°C haben.

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2) Anmischen des Seifenleims

Sobald beide Flüssigkeiten in etwa die gleiche Temperatur haben, werden sie langsam und vorsichtig zusammengeschüttet und verrührt.

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3) Starten des Seifungsprozesses

Jetzt kommt der Stabmixer zum Einsatz. Bffffp, Bfffffffffp, Bffffffffffffp solange bis der Seifenleim andickt.

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Falls ihr der Seife ätherische Öle hinzufügen möchtet, ist jetzt der beste Moment.

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4) Gießen der Seife

Sobald der Seifenleim ein bisschen dicker geworden ist, kann man ihn in die Form gießen. Ich mische noch Lavendelblüten in den Seifenleim und streue später welche oben auf.

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5) Reifen der Seife

Sobald die Seife fertig gegossen ist, geht sie in einem Karton warm verpackt für 24 Stunden schlafen. Morgen kann ich sie schon aus ihrer Form holen, schneiden und das Resultat vorzeigen. Ich bin schon ganz aufgeregt!

 

 

Servietten aus Leinen

Und weiter geht’s mit dem Hochzeitsdekorationsmarathon. Heute zeige ich euch, wie man ganz normale Meterware aus Leinen zu wunderschönen Servietten werden lassen kann. Und das Beste daran: Man braucht nicht einmal eine Nähmaschine, denn wir tun dafür keinen einzigen Stich – ist ja auch mal schön. Nun aber los.

Material:

Meterware aus 100% Leinen (ich habe dazu einfach die Gardinen namens AINA vom Schweden benutzt)

Schere und Auftrenner

Waschmaschine

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Anleitung:

Es ist ganz wichtig, dass ihr das Leinen auf keinen Fall wascht. Ich weiß, dass man als Nähjunkie dazu neigt, alle Stoffe zuerst zu waschen. Und normaler Weise ist das ja wegen des Einlaufens usw. auch richtig, aber nicht bei dem, was wir heute vorhaben. Wir brauchen den Stoff ungewaschen. Das hat natürlich den charmanten Vorteil, dass man gleich anfangen kann und nicht erst auf die Wäsche und den Trockner warten muss.

1) Stoff zuschneiden

Ich habe mich für Quadrate in der Größe 45cm x 45cm entschieden. Natürlich ist jede andere Größe auch super – da habt ihr völlig freie Wahl. Das einzige, worauf ihr achten solltet, ist der Fadenlauf. Am Besten schneidet man so präzise wie möglich und genau am Fadenlauf entlang, wie es geht (dann spart man sich die Zeit von Schritt 2).

2) Servietten begradigen

Wie man sieht, war ich nicht so genau und muss einiges nachbessern, damit die Servietten hinterher schön gleichmäßig werden und rundrum gleich lange Fransen hat. Dazu ziehe ich mit dem Auftrenner (eine einfache Nadel, Stecknadel, Messerspitze o.ä. tut es auch) jeden einzelnen Faden von jeder Seite solange raus, bis der einmal über die gesamte Breite geht. Jetzt schneide ich die Fransen bis zu dem ersten Faden ab. Ich mach das, damit alle Fransen nachher gleichlang sind. Das Stück Leinen vor euch sollte nun keine Fransen an den Rändern mehr haben – sondern überall einen durchgehenden Faden.

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3) Servietten ausfransen

Als nächstes zieht ihr so lange die Fäden mit dem Auftrenner von den einzelnen Seiten ab, bis ihr etwa 1cm lange Fransen habt. Das kann sich ein bisschen hinziehen, lässt sich aber super während irgendeines (Action)Films erledigen. Da muss man ja nicht immer so genau hinsehen und aufpassen.

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4) Servietten waschen

Zum Schluss wascht ihr eure Servietten. Falls ihr Angst habt, dass sich noch Fäden lösen und eure Maschine beschädigen könnten, nehmt einfach solche Wäschesäckchen. Durch das Waschen in der Maschine wird das Leinen weich und die einzelnen Fäden verfilzen ein wenig. Eure Servietten bekommen damit eine ganz tolle Struktur und einen edlen Griff. Ich habe die Servietten vorher noch passend für die Hochzeit bestickt. Dabei muss man nur daran denken, den Stoff einzuspannen und kein Klebevlies zu nehmen.

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So schnell und einfach seid ihr im Besitz edler Servietten. Ich werde definitiv noch welche für unser familiäres Weihnachtsessen herstellen.

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Viel Spaß 😉