Servietten aus Leinen

Und weiter geht’s mit dem Hochzeitsdekorationsmarathon. Heute zeige ich euch, wie man ganz normale Meterware aus Leinen zu wunderschönen Servietten werden lassen kann. Und das Beste daran: Man braucht nicht einmal eine Nähmaschine, denn wir tun dafür keinen einzigen Stich – ist ja auch mal schön. Nun aber los.

Material:

Meterware aus 100% Leinen (ich habe dazu einfach die Gardinen namens AINA vom Schweden benutzt)

Schere und Auftrenner

Waschmaschine

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Anleitung:

Es ist ganz wichtig, dass ihr das Leinen auf keinen Fall wascht. Ich weiß, dass man als Nähjunkie dazu neigt, alle Stoffe zuerst zu waschen. Und normaler Weise ist das ja wegen des Einlaufens usw. auch richtig, aber nicht bei dem, was wir heute vorhaben. Wir brauchen den Stoff ungewaschen. Das hat natürlich den charmanten Vorteil, dass man gleich anfangen kann und nicht erst auf die Wäsche und den Trockner warten muss.

1) Stoff zuschneiden

Ich habe mich für Quadrate in der Größe 45cm x 45cm entschieden. Natürlich ist jede andere Größe auch super – da habt ihr völlig freie Wahl. Das einzige, worauf ihr achten solltet, ist der Fadenlauf. Am Besten schneidet man so präzise wie möglich und genau am Fadenlauf entlang, wie es geht (dann spart man sich die Zeit von Schritt 2).

2) Servietten begradigen

Wie man sieht, war ich nicht so genau und muss einiges nachbessern, damit die Servietten hinterher schön gleichmäßig werden und rundrum gleich lange Fransen hat. Dazu ziehe ich mit dem Auftrenner (eine einfache Nadel, Stecknadel, Messerspitze o.ä. tut es auch) jeden einzelnen Faden von jeder Seite solange raus, bis der einmal über die gesamte Breite geht. Jetzt schneide ich die Fransen bis zu dem ersten Faden ab. Ich mach das, damit alle Fransen nachher gleichlang sind. Das Stück Leinen vor euch sollte nun keine Fransen an den Rändern mehr haben – sondern überall einen durchgehenden Faden.

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3) Servietten ausfransen

Als nächstes zieht ihr so lange die Fäden mit dem Auftrenner von den einzelnen Seiten ab, bis ihr etwa 1cm lange Fransen habt. Das kann sich ein bisschen hinziehen, lässt sich aber super während irgendeines (Action)Films erledigen. Da muss man ja nicht immer so genau hinsehen und aufpassen.

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4) Servietten waschen

Zum Schluss wascht ihr eure Servietten. Falls ihr Angst habt, dass sich noch Fäden lösen und eure Maschine beschädigen könnten, nehmt einfach solche Wäschesäckchen. Durch das Waschen in der Maschine wird das Leinen weich und die einzelnen Fäden verfilzen ein wenig. Eure Servietten bekommen damit eine ganz tolle Struktur und einen edlen Griff. Ich habe die Servietten vorher noch passend für die Hochzeit bestickt. Dabei muss man nur daran denken, den Stoff einzuspannen und kein Klebevlies zu nehmen.

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So schnell und einfach seid ihr im Besitz edler Servietten. Ich werde definitiv noch welche für unser familiäres Weihnachtsessen herstellen.

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Viel Spaß 😉

3 comments

  1. Katia says:

    Das ist eigentlich genau, was ich suche. Allerdings würde ich gern alte Bettlaken aus (Halb?)Leinen verwenden. Daher eine Frage: Funktioniert die Technik bei wohl schon gewaschenem Stoff wirklich überhaupt nicht? Oder muss ich etwas anders machen?

    • admin says:

      Hi Katia,
      bei gewaschenen Stoffen ist es viel schwieriger, die einzelnen Fäden rauszuziehen – sonst ist alles gleich. Viel Erfolg!

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