Herbstlicher Loop mit französischem Saum

Ist es bei euch auch auf einmal so kalt? Der Herbst hat mich richtig kalt erwischt – im wahrsten Sinne des Wortes. Letztes Wochenende war ich noch im T-Shirt unterwegs, inzwischen ziehe ich zur Gassirunde meine gefütterte Jacke und meine Mütze an. Was mir noch fehlt, ist ein Schal. Und genau den nähe ich mir heute. Dazu nehme ich Baumwolle und ein farblich passendes Stück Spitze, nähe alles aneinander und bin schon fertig. Ursprünglich wollte ich die Enden aneinander nähen. Das wäre dann ein richtiger Loopschal. Während des Nähens fand ich aber die offenen, fransigen Enden so schön, dass ich sie gelassen habe. Und schwubbs habe ich einen Schal, den ich auch gut als Loop tragen kann.  Da dadurch die linke/ innenliegende  Seite nicht wie gewohnt innen verschwindet, sondern beansprucht wird, nähe ich mit französischem Saum. So ist alles schön versäubert und nichts kann ausfransen.

Material:

Baumwolle (140cm x 75cm)

Spitze (140cm x 30cm)

passendes Garn

Material Loop Material Loop

Anleitung:

Bei dem französischen Saum verschwindet die Nahtzugabe im Saum selbst. Damit das klappt, näht man zuerst die linken Seiten aneinander. Ihr wisst schon, sonst näht man immer die rechten Seiten innen aneinander. Das ist jetzt genau anders herum! Also, erstmal links auf links legen und nähen, dann die Nahtzugabe knappkantig zurückschneiden, wenden und rechts auf rechts nähen.

Linke Seite innen Nahtzugabe knapp abschneiden Französischer Saum Rechts auf rechts genäht

Und schon ist ein 140cm langer Schlauch fertig, der Schal und Loop in einem ist.

Fertiger Schlauchschal Fertiger Schlauchschal

Schal Loop

Schlauchschal mit Spitze Offene Kanten

Ich führe meinen neuen Loop jetzt mit den beiden Galgodamen aus und wünsche euch viel Spaß beim Nähen!

Nähanleitung: Kuscheltier mit Spieluhr

Heute zeige ich euch den letzten Teil aus der Serie „Geschenke für Neugebohrene und ihre Eltern“. Und auch dieses Mal kommen wir bei der Stoffauswahl ganz ohne Dinosaurier, Roboter oder Autos aus. Puh. Glück gehabt. Das Päckchen ist natürlich schon längst auf dem Weg zu seinem neuen Zuhause und kommt hoffentlich ganz bald an. Ich bin doch so gespannt, ob es dem neuen, kleinen Erdenbürger gefällt. Naja, bei der Decke und der Wimpelkette mache ich mir keine großen Illusionen – die sind vermutlich eher was für die Eltern und dem kleinen wohl herzlich egal. Aber das Schaf hier – das kann wenigstens was: es spielt Musik, wenn man an der Strippe zieht. Super.

Material:

Teddyplüsch

Baumwolle

Füllwatte

Spieluhr

 

Anleitung:

Als erstes stelle ich mir das süßeste, kleine Schaf der Welt vor und male es auf den Teddyplüsch. Dabei ist es wichtig, alles etwas breiter und pummeliger zu gestalten. Durch die Füllwatte wirken sonst Beine und Kopf zu klein. Vom Körper schneide ich 2 entgegengesetzte Teil aus, von den Ohren insgesamt 4 – davon 2 aus Baumwolle und 2 aus Teddyplüsch.

Schaf zugeschnitten

Dann nähe ich die Ohren rechts auf rechts zusammen und krempel sie um.

Ohren zusammennähen und umkrempeln

Die Stelle, an der das Ohr angenäht wird, suche ich mir passend und schneide hier den Stoff vom Körper vorsichtig ein. Dann falte ich das Ohr oben und unten um und stecke es in den Stoff.

Ohr anpassen Ohr einstecken

Mit 2 bis 3 Nähten wird alles verbunden. Da der Teddyplüsch nicht ausfranst, braucht nichts umgefaltet oder versäubert zu werden.

fertig befestigtes Ohr Ohr festgenäht

Ich lege die vorbereiteten Stoffe aufeinander, stopfe die Ohren nach innen, klemme alles fest und nähe einmal rundrum. Dabei lasse ich am Bauch die Wendeöffnung.

feststecken Schaf

Das Wenden durch die kleine Öffnung am Bauch ist etwas mühselig.

Kuscheltier wenden Schaf

Ich stopfe das Schaf mit Füllwatte aus und schiebe zum Schluss die Spieluhr mit rein. Dann vernähe ich die Wendeöffnung – dieses Mal per Hand, damit die Schnur von der Spieluhr nicht aus Versehen festgenäht wird. Und schon ist das kleine, süße Kuschelschaf fertig.

Kuschelschaf Kuschelschaf Kuschelschaf

Nähanleitung: Babydecke im Patchworkstil

Jede meiner Freundinnen bekommt zur Geburt ihres Babys ein kleines Päckchen mit selbstgenähten Geschenken. Und da es gerade wieder einmal soweit ist, nutze ich die Chance und zeige euch, wie ich eine Babydecke im Patchworkstil nähe. Vielleicht hört sich Patchwork jetzt schwierig an, ist es aber gar nicht – es ist ja auch ein sehr einfaches Muster.

Die größte Herausforderung an der Decke war, die passenden Stoffe zu finden. Was ist das mit diesen Kinderstoffen? Warum gibt es Trilliarden an rosa Stoffen mit Prinzessinnen, kleinen Bärchen und anderem Kitsch, aber keine schönen Stoffe für Jungs? Wenn ich dann endlich in der kleinen Ecke mit jungstauglichen Stoffen in blau und grün angekommen war, passte garantiert nicht ein einziger zu einem anderen oder es waren schreckliche Dinosaurier, Roboter oder schlimmeres Autos drauf. Es war eine schrecklich lange Suche und an ihrem Ende gab es Elefanten. Immerhin. Natürlich verfolgen mich seit Fertigstellung der Decke im Internet die unfassbar schönsten, entzückendsten jungstauglichen Stoffe. Ist ja klar. Ich begreife es einfach nicht – die Welt ist so ungerecht! Egal, ich zeig euch jetzt erstmal, wie ich die Patchwork Babydecke genäht habe.

Material:

Quadrate aus Baumwolle (17cm x 17cm)

Baumwollstreifen

Fleece als Futter

Teddyplüsch als Rückseite

Material Babydecke Material Babydecke

Anleitung:

Am einfachsten lassen sich die Quadrate mit einem Rollschneider und einem Patchwork Lineal schneiden. Sind alle fertig, lege ich sie so hin, wie die Decke schließlich aussehen soll. Meistens dauert das ein bisschen, bis alle Quadrate ihren Platz gefunden haben. Und dann nähe ich sie Reihe für Reihe zusammen. Die Nahtzugaben bügel ich sogar um, denn damit wird die Decke später viel schöner.

Qadrate aneinander nähen Nahtzugabe auseinander bügeln

Sind die Reihen fertig, nähe ich auch diese aneinander.

Patchwork Decke Nahtzugaben auseinander bügeln

So entsteht die Oberseite der Babydecke. Wenn sie euch zu klein ist, ihr aber keinen Stoff mehr habt, näht doch einfach einen Streifen farblich passender Baumwolle als Umrandung. Sobald die Oberseite fertig ist, lege ich sie auf das Fleece und  auf das Teddyplüsch, schneide alles passend aus und klemme es fest. Dabei ist die schöne Seite vom Teddyplüsch auf der schönen Seite vom Oberstoff. Das Fleece könnt ihr entweder oben drauf oder unten drunter legen. Hauptsache die schönen Seiten vom Oberstoff und vom Teddyplüsch schauen sich an.

Patchwork Babydecke Patchwork Babydecke

Ich nähe einmal rundrum, lasse eine Wendeöffnung und wende danach die Decke durch diese. Dabei übrigens dringend darauf achten, das ganze Knäuel so zu wenden, dass das Teddyplüsch und der Oberstoff jeweils außen sind. Falls die hässliche Seite vom Oberstoff und das Fleece außen sind, ist was falsch gelaufen.

Decke wenden Babydecke wenden

Die Wendeöffnung schließe ich knappkantig. An sich ist die Decke nun schon fertig. Schöner wird sie allerdings, wenn man noch einige Nähte nachsteppt und so alle Schichten miteinander fixiert. Und tadddaaaaa, fertig ist ein wunderschönes, individuelles Geschenk!

Babydecke Babydecke

 

Nähanleitung: Wimpelkette

Wimpelketten gehen irgendwie immer. Sie sind ja so dekorativ und machen auch als Geschenk ordentlich was her. Und dabei sind sie schnell und einfach gemacht.

Für die Wimpelkette nähe ich insgesamt 10 Dreiecke und die mithilfe von einem Schrägband aneinander. Mehr ist nicht zu tun und so brauche ich für das Schreiben der Anleitung hier länger als ihr fürs Nachnähen. Und los geht’s.

Material:
Quadrate aus Baumwolle (15cm x 15cm)
Schrägband ca. 2m

Material Wimpelkette Material Wimpelkette

Anleitung:
Zuerst nähe ich die Dreiecke. Dazu lege ich zwei Stoffquadrate rechts auf rechts aufeinander und zeichne die Naht vor – schräg runter und wieder schräg hoch. Ich verriegelndie Naht am Anfang und nähe bis zur Spitze. Jetzt sollte die Nadel im Stoff stecken, damit der Stoff gut gedreht werden kann. Auf der anderen Seite des Quadrats angekommen, verriegel ich die Naht wieder. Die dritte Seite bleibt offen.

Rechts auf rechts Dreieck nähen

Nahtzugabe knapp anschneiden Dreieck

Nun die Nahtzugabe knapp abschneiden und das Dreieck wenden. Wenn dann alle Dreiecke fertig sind, bringe ich sie in eine schöne Reihenfolge und fasse die jeweils offene Seite mit dem Schrägband ein.

Dreiecke Wimpelreihenfolge

Und tadddaaaaa… Fertig ist die Wimpelkette. Viel Spaß beim Nähen.

Wimpelkette Wimpelkette Wimpelkette

 

DIY: Haarband aus Jersey

Haarbänder gehören zu den Lebensnotwendigkeiten, von denen frau niemals genug haben kann. Und die kleinen Biester verschwinden auch andauernd. Aber das macht jetzt nichts mehr, denn ich zeige euch heute, wie man ganz schnell und quasi aus einem Rest Jersey selber welche machen kann.

Material:

Jersey ca. 10cm breit

Nadel und Faden oder eine Nähmaschine

Material Jersey Haarband Jerseystreifen

Anleitung:

Aus dem Jersey einen 10cm breiten Streifen schneiden und auseinander ziehen. Dadurch rollt sich das Jersey zusammen und es entstehen so dicke Jersey-Stoff-Würstchen. Die lege ich wie abgebildet hin und ziehe dann die Enden auseinander.

Streifen 1 zurechtlegen Jerseystreifen

zusammenziehen zusammenziehen

Wenn der Knoten soweit fertig ist, messe ich die Länge ab und nähe die Enden aneinander.

Knoten Enden zusammen nähen

Und schon ist mein neues Haarband fertig und weil es so einfach und schnell zu machen war, hab ich gleich noch eins in blau gemacht.

Haarband Haarband

Haarbänder Haarbänder

 

Nähanleitung: Kameragurt

Schon lange möchte ich mir für meine DSLR Kamera einen neuen Kameragurt nähen. Ich mag diese mitgelieferten, schwarz-roten Dinger von Canon einfach nicht. Die sind irgendwie wenig stylisch und lassen sich auch nur ganz schlecht mit meinen Outfits kombinieren. Und als mir dann bei einem meiner letzten Stoffmarktbesuche dieser wunderschöne, blumige Stoff – halb Seide und halb Baumwolle – in die Hände fiel, war die Sache klar: daraus wird ein Tuch und ein Kameragurt.

Material:

Stoff (z.B. Baumwoll-Seide, Viscose, Satin)

Gurtband 1cm breit

Endstücke aus Leder oder Kunstleder

Material Kameragurt

Anleitung:

Als erstes schneide ich die Endstücke zu und nähe das Gurtband daran fest.

Gurtband an Endstücke nähen

Dann falte ich das Tuch erstmal in der Hälfte, damit es in etwa so lang ist, wie der ursprüngliche Kameragurt. Die eine Hälfte nehme ich ein bisschen kürzer, die andere ein bisschen länger. Das sorgt nachher dafür, dass das Tuch schön locker aussieht, wenn die Kamera daran um meinen Hals baumelt. Um das Tuch an die Endstücke zu nähen, falte ich es bis es passt.

Tuch falten Tuch falten

Tuch falten Tuch falten

Dann nähe ich es an das gleiche Endstück wie zuvor das Gurtband.

Tuch festnähen Tuch festnähen

Zum Schluss nähe ich das zweite Endstück obendrauf, fädel den Gurt ein und taddaaaaa… fertig ist ein wundervoller und gar nicht alltäglicher Kameragurt. Viel Spaß beim Nachnähen!

Kameragurt Kameragurt Kameragurt

 

 

 

 

Nähanleitung: Turnbeutel

Die Anleitung für den Turnbeutel aus mehreren Teilen will ich euch schon so lange zur Verfügung stellen. Und endlich ist es soweit. Für den Turnbeutel bereiten wir zuerst den Außenstoff vor, nähen ihn dann an den Innenstoff und alles zusammen.mzum Schluss kommt der Tunnelzug und dienKordeln werden eingefügt. Und los geht’s.

Material:

Außenstoff unterer Teil (z.B. aus Kunstleder)

2x Außenstoff oberer Teil (z.B. aus Baumwolle)

Futterstoff

Schlaufen

Baumwollkordel

Material Turnbeutel

Anleitung:

Die Schlaufen vorbereiten: dazu werden sie mittig und dann jeweils am Rand ca. 1cm breit gebügelt und an beiden Längsseiten gesteppt.

Schlaufen bügeln Schlaufen bügeln

Schlaufen steppen Schlaufen

Den Tunnelzug vorbereiten: damit der Tunnelzug später nicht ausfranst, wird er umgenäht. Zuerst den oberen Teil des Außenstoffs bei 3cm und bei 8cm um gut 1cm einschneiden, zweimal falten und bügeln. An den anderen drei Seiten wiederholen.

Tunnelzug vorbereiten Tunnelzug vorbereiten

Tunnelzug vorbereiten Tunnelzug vorbereiten

Umgefaltetes Stück feststeppen.

Tunnelzug vorbereiten vorbereiteter Tunnelzug

Die beiden oberen Außenteile mit der schönen Stoffseite nach innen an den unteren Außenstoff nähen. Zum Fixieren auf der Oberseite steppen.

Außenstoffe zusammen nähen Außenstoff steppen

Der Außenstoff ist fertig vorbereitet.

vorbereiteter Außenstoff vorbereiteter Außenstoff

Innenstoff und Außenstoff mit der schönen Seite innen an den kurzen Seiten aneinander nähen.

Oberstoff und Futter aneinander nähen Oberstoff und Futter aneinander nähen

Dadurch entsteht ein Schlauch, der nun so zusammengelegt wird, dass jeweils die gleichen Stoffe aufeinander liegen – mit der schönen Seite innen. Also Innenstoff auf Innenstoff und oberer Außenstoff auf oberem Außenstoff. Dabei ist es wichtig, dass sich die Nähte genau treffen. Wenn alles sitzt, Stoffe fixieren.

Schlauch aus Außen- und Innenstoff Stoff aufeinander legen

Stoff aufeinander legen Stoff aufeinander legen

Seiten schließen: dazu jeweils von der Öffnung des Tunnelzugs bis zum Ende nähen. Auf der einen Seite des Innenstoffs wird eine Wendeöffnung gelassen, die Öffnung für den Tunnelzug bleibt ebenso frei.

Seiten schließen Seiten schließen

Schlaufen anbringen: die Seitennaht auf die Mittelpfalzdrücken und schlaufenbreit abschneiden.

Seitennaht auf Mittelpfalz drücken Dreieck abschneiden

Die vorbereitete Schlaufe in der Mitte falten, mit der geschlossenen Seite in die Öffnung schieben, fixieren und festnähen.

Schlaufe falten Schlaufe in die Öffnung schieben Schlaufe fixieren Schlaufe festnähen

An allen anderen Seiten wiederholen – beim Innenstoff natürlich ohne Schlaufe.

Schlaufen Alle vier Ecken abgenäht

Durch die Wendeöffnung den Turnbeutel wenden und die Wendeöffnung verschließen.

Turnbeutel wenden Wendeöffnung schließen

Den Innenstoff nach innen stecken, den Tunnelzug ausrichten und alles fixieren.

Innenstoff nach innen Turnbeutel ausrichten Tunnelzug mittig ausrichten Turnbeutel fixieren

Knapp unterhalb der Öffnung für den Tunnelzug einmal rundrum steppen.

Tunnelzug steppen Turnbeutel

Eine Sicherheitsnadel an der Kordel befestigen und durch den Tunnelzug ziehen. Mit der anderen Kordel wiederholen.

Kordel einfädeln Kordel einfädeln

Knoten machen und taddaaaa… Fertig.

Turnbeutel

 

DIY: kuschelige Decke mit Troddeln

Draußen wird es immer wärmer und sonniger und ich habe Lust, eine neue Decke herzustellen. Das soll mal einer verstehen. Irgendwann im Hochsommer werde ich vermutlich den Drang verspüren, Handschuhe, Schals und Mützen zu stricken – ihr werdet’s schon sehen! Nun ja, dieses Projekt jedenfalls habe ich schon länger im Kopf und so freue ich mich, es euch nun endlich zu zeigen. Inspiriert von den unterschiedlichsten Decken und Kissen möchte ich eine mit Troddeln haben. Bohemian oder Soft Ethno ist ja im Moment eh im Trend – warum also nicht mitmachen. Ich liebe Troddeln ja eh heiß und innig.

Also habe ich mir eine Strickdecke vom großen Schweden und verschiedenfarbige Häkelgarne geschnappt und daraus meine Boho Decke gemacht. Natürlich spricht auch nichts gegen einfarbig. Ich habe sogar kurz mit der Idee gespielt, pink oder grasgrün zu nehmen. Das habe ich dann aber schnell wieder verworfen – das wäre zu mutig und verrückt gewesen. Ganz zu schweigen davon, dass es für mein Symmetrie, Harmonie und sanfte Farben liebendes Gemüt schlicht zu aufregend gewesen wäre.

Material:

Decke

Häkelgarn

Schere und Nadel

Material für die Boho Decke Material für die Boho Decke

Anleitung:

Um die Troddeln später zu befestigen, ziehe ich je ein ca. 30cm langes Stück Garn durch die Decke und verknote es. Hieran werden gleich die Quasten entstehen.

Faden an der Decke befestigen Faden an der Decke befestigen

Dann wickel ich 50 Runden Garn um meine Finger und knote auch dies fest. Ihr könnt das Häkelgarn auch um ein Stück Pappe wickeln. Wichtig ist nur, dass alle am Ende die gleiche Größe und Dicke haben.

gewickeltes Garn an der Decke festknoten gewickeltes Garn an der Decke festknoten

Unten aufschneiden und sofern gewünscht obenrum zusammenbinden. Ich fand die lockere Version von dem ersten Foto auch recht reizvoll, hatte allerdings Bedenken, ob sich das ganze Gebilde womöglich lösen könnte. Die Windhündin würde vermutlich auf jeden Fall die Fäden einzeln rauszupfen.

Troddel herstellen Troddel herstellen

Das wiederhole ich für die anderen Troddeln und schon ist die Decke im Boho Stil fertig.

fertige Boho Decke fertige Boho Decke

Und jetzt – zum Schluss – kommt die größte Herausforderung. Wohin mit dem guten Stück? Zuerst habe ich sie in unser Gästezimmer auf das weiße Sofa drappiert und auch für gut befunden.

Troddeldecke auf dem Sofa im Gästezimmer fertige Boho Decke fertige Boho Decke

Später bin ich dann doch nochmal zurück und habe sie in unser Wohnzimmer geholt. Hier liegt sie nun auf dem Lieblings Schaukelstuhl und wartet zusammen mit den Leinen-Fransen-Kissen auf Besuch.

fertige Boho Decke fertige Boho Decke fertige Boho Decke fertige Boho Decke

Ich hoffe, sie gefällt euch auch so gut. Ich jedenfalls liebe sie und weiß jetzt schon, dass wir an kühlen Sommerabenden unzertrennlich sein werden. 😉

DIY: Hochzeitseinladungen

Ich weiß gar nicht so genau, ob ich es schon geschrieben habe: Wir heiraten. Im Juni. Und das ist schon ganz bald. Praktisch in weniger als drei Monaten. Bei dem Gedanken wird mir immer ganz schwindelig. Vor allem, weil noch gar nicht alles fertig und noch so viel zu tun ist.

Nichtsdestotrotz möchte ich euch heute erstmal die Einladungskarten zeigen. Wir haben sie zusammen gebastelt – also der Schatz und ich. Er hat gefaltet und geklebt, ich habe geschnitten und gestempelt. Das war schon was: wir beide so beim Basteln. Wer hätte das gedacht.

Das Layout habe ich mit Adobe Illustrator gemacht und dann in einem einfachen Copy-Shop auf 200g dickem, mattem Papier drucken lassen. Den Stempel habe ich mit unserem „Logo“ herstellen lassen. Das geht ganz einfach, indem ein Bild bei einem der vielen Stempelhersteller hochgeladen wird. Etwa 3 – 5 Tage später wird der fertige Stempel nach Hause geliefert.

Material:

Kraftpapier Klappkarten und Umschläge

Baker’s Twine

Lavendel

Stempel und Stempelkissen

Stanzer, Schere, Stifte und Faltbrett

Material für die Einladungskarten Lavendel

 

Anleitung:

Zuerst schneide ich die Einladungen zu. Die Seitenstreifen eignen sich super, um daraus die kleinen Fähnchen für die Namen zu stanzen.

Papier zuschneiden Fähnchen ausstanzen

Dann werden die Karten wie ein Leporello gefaltet. Damit ich nicht dauernd nach dem richtigen Abstand suchen muss, habe ich mir mit Masking Tape eine Markierung aufgeklebt.

Einladungskarten falten Einladungskarten falten

Die fertig gefaltete Karte wird in eine Klappkarte geklebt.

Karte einkleben Karte einkleben

Mit Baker’s Twine, die Namensanhängern und Lavendel wird die Karte hübsch verschnürt.

fertige Einladungskarte fertige Einladungskarte

Mit dem Stempel und weißer Farbe drucke ich unser Logo auf den Umschlag.

Logo drucken Logo drucken

Nun kommt nur noch die Karte in den Umschlag und das Ganze in einen weiteren, weißen Umschlag zum Versand.

fertige Einladungskarte fertige Einladungskarte

Ihr seht, es ist super einfach seine Hochzeitseinladungen selber zu machen. Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei.

Granola selber machen

Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich nie Müsli esse – nicht freiwillig jedenfalls. Also gut, dieses crunschige Zeug mit Schokolade geht schon. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das noch als Müsli oder gar als gesund zählt – mit dem ganzen Zucker und so. Und dann waren wir in Mexiko und da gab es morgens gerne eine Schüssel Obst mit Joghurt und dazu Granola. Gra-no-la. Das klingt schon so lecker und selbstgemacht ist es auch überhaupt nicht mit irgendeinem Knuspermüsli aus dem Supermarkt zu vergleichen. Es schmeckt unfassbar gut und ist durch die sparsame Verwendung von Ahornsirup anstelle von Zucker und nativem Kokosöl anstelle von sonstigem Fett vermutlich sogar recht gesund. Ich bin da kein Experte, vertraue an dieser Stelle aber gerne meinem Bauchgefühl.

Wer nun denkt, dass ich womöglich unter die Foodblogger gehen könnte, der irrt gewaltig. Bereits das Aussuchen von fotogenen Lebensmitteln überfordert mich. Und die Vorstellung, auf mein Essen bis nach erfolgreichem Fotoshoot warten zu müssen (womöglich auch noch hungrig), bringt mich an den Rand des Wahnsinns.

Nein, nein, ich bleibe beim DIY. Und die Herstellung von Granola ist ja auch eher ein Zusammenschütten von Zutaten – praktisch wie bei Beton – schmeckt nur wesentlich besser. Nach vielem Rumprobieren und Internetlesen bin ich bei folgendem Rezept geblieben, wobei die Zutaten praktisch beliebig ausgetauscht werden können.

Zutaten:

3 Tassen Dinkelflocken

jeweils 1/2 Tasse Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, gehackte Mandeln, Kokosflocken

2 EL Ahornsirup

2 EL natives Kokosöl

zusätzlich 3 EL Chiasamen, 1/2 Tasse gepoppter Amaranth und 1/2 Tasse gehackte Schokolade

Zutaten Granola Zutaten Granola

Die Chiasamen, den gepoppten Amaranth und die Schokolade beiseite stellen. Den Ahornsirup mit dem nativen Kokosöl erwärmen, damit sich das Kokosöl auflöst. Den Rest in einer Schüssel vermischen und dann mit dem Ahornsirup und dem Kokosöl verrühren.

Zutaten Granola Granola selber machen

Das Ganze geht nun in den auf 170°C vorgeheizten Backofen und backt dort so ca. 10 Minuten vor sich hin. Währenddessen ab und zu umrühren und sobald die Kokosflocken sichtbar bräunen, schnell rausnehmen. Wenn alles abgekühlt ist, mische ich die Chiasamen, den gepoppten Amaranth und die Schokolade unter und fülle alles in gut verschließbare Gefäße ab.

fast fertiges Granola fertiges Granola fertiges Granola fertiges Granola

Mit Naturjoghurt und frischem Obst ist dieses „Müsli“ mein absolutes Lieblingsfrühstück. Und was esst ihr gerne morgens?