Hausumbau: Kinderzimmer

Ich muss zugeben, das Kinderzimmer einzurichten, war am allerschönsten bei unserem Hausumbau. Das können weder das hoffentlich bald neu gedeckte Dach noch die ebenso hoffentlich bald sanierten Bäder toppen. Es war einfach das Großartigste, die Möbel beim Schweden auszusuchen, alles zu arrangieren und zu dekorieren, nochmal umzustellen und dann nochmal und nochmal. Mensch, im Nachhinein tut mir der Schatz schon ein bisschen leid. Ich war ja schwanger und durfte nicht schwer heben und natürlich erst recht keine Möbel hin und her tragen. Dafür hatte ich aber unheimlich viele gute Ideen, wie man die Möbel noch stellen könnte.

  

Erst ganz zum Schluss haben wir uns entschieden, die eigentliche Zimmertür dauerhaft zu verschließen und nur den Durchgang zu unserem Schlafzimmer offen zu lassen. So hatten wir mehr Stellfläche an den Wänden (die Tür ist hinter dem Tipi versteckt mit einem großen Holzbrett) und mal ehrlich, in der ersten Zeit braucht eigentlich kein Baby ein eigenes Zimmer mit eigener Tür.

Jetzt kommt man also durch unser Schlafzimmer ins Kinderzimmer und das ist sehr praktisch, weil nah. Sollte die kleine Madame also irgendwann in ihrem Kinderbettchen schlafen, sind wir im Nu da, wenn sie uns braucht.

Das Tipi hat übrigens der stolze Vater ausgesucht und sich schon damals ausgemalt, seiner Tochter darin sitzend Geschichten vorzulesen.

  

Ach und natürlich darf auch ein wenig Dekoration nicht fehlen. Also was heißt jetzt „ein wenig“ – das darf man nicht so wörtlich nehmen. Ich konnte mich ehrlich gesagt kaum bremsen und habe all meine Lieblingsdekoration untergebracht: Papierdiamanten vom Möbelschweden, eine selbst genähte Wimpelkette, eine selbst geschnittene und gedrehte Girlande aus Papierquasten, diverse Traumfänger und selbst genähte Kissen und dann noch diese Birkenstämme, die das Ganze erst perfekt gemacht haben. Auch Miffy sitzt reisebereit auf dem Koffer, der ursprünglich ein Picknick-Set beherbergt hat und in dem zukünftig wohl Spielsachen verstaut werden.

     

Derweil sitzen die Kuscheltiere artig wartend auf dem Regal und selbstverständlich gibt es auch eine kleine Schachtel mit den Erinnerungsschätzen der kleinen Madame. Eine Haarsträhne, ihre Babysocken, mein Mutterpass.

 

Der Wickeltisch – oder besser das Wickelregal – ist neben dem Kleiderschrank das einzige, was jetzt schon rege genutzt wird. Zuerst war ich nicht sicher, ob eine Wickelkommode nicht doch besser gewesen wäre. Aber zum einen gab es die schlichtweg nicht bei der Möbelserie und hier so ein Mischmasch an Möbeldesign – undenkbar. Zum anderen gefiel mir die Idee, das Regal später weiter benutzen zu können. Der Wickelaufsatz kann einfach wieder abgenommen werden. Ein bisschen Stauraum in Form von Schubladen fehlt mir schon, wird aber durch den „Wickelwagen“ wieder wett gemacht.

 

Und weil mich während meiner Schwangerschaft die Wickeltische anderer Mütter kollossal interessiert haben (ich hatte ja selbst keine Ahnung, was so gebraucht wird), zeig ich euch meinen ein bisschen näher.

Wir haben eine einfache Wickelunterlage mit einer Decke drauf. Man könnte auch ein Handtuch nehmen, ich habe aber lieber Decken genäht. Das war in den letzten Wochen vor der Geburt praktisch meine Lieblingsbeschäftigung. Im Winter kommt unter die Decke noch ein Heizkissen, damit der kleinen Madame nicht kalt wird.

Unten befinden sich 4 Kisten, in denen sich unser Vorrat an Wegwerfwindeln und Feuchttüchern, Bettwäsche und allerhand anderer Textilien befinden. Direkt am Wickeltisch haben wir links den Mülleimer und rechts diverse Waschlappen und ein Schälchen für Wasser. Benutzte Waschlappen und Stoffwindeln kommen in den grauen Nassbeutel.

   

Links neben dem Wickelregal steht unser „Wickelwagen“, auf dem sich eigentlich alles befindet, was so gebraucht werden könnte. Leicht zugriffig verschiedene Windeln (Stoffwindeln und Wegwerfwindeln), sowie Feuchttücher, Toilettenpapier und Mülltüten. Darunter ein guter Vorrat an weiteren Waschlappen und Saugeinlagen für die Stoffwindeln und ganz unten alles, was so zum Baden und Pflegen gebraucht wird. Den Inhalt der mittleren und unteren Etage könnte ich auch gut woanders verstauen und ich überlege gerade, ob ich hier nicht lieber Bodys und Strampler deponieren sollte.

   

Ein bisschen Ablenkung für die kleine Madame beim Windeln wechseln bringen die Lichterkette und die kleine Giraffe. Es ist schon erstaunlich, wie interessant die beiden Sachen auch nach so vielen Wochen noch sind. Die Lichterkette reicht nachts normaler Weise sogar als Lichtquelle aus. Und falls ein bisschen mehr Licht benötigt wird, wartet meine Lampe aus Stoffresten auf ihren Einsatz.

Zuletzt werfen wir noch einen kurzen Blick in den Kleiderschrank. Oben findet sich die aktuelle Größe (natürlich nach Farben sortiert), in der mittleren Ebene die nächste und ganz unten alles andere an Kleidung.

  

So, das war die Tour durch das Kinderzimmer – meinen liebsten Raum im ganzen Haus.

Nähanleitung: Kaputzenhandtuch

Wenn man sich Listen zur Baby-Erstausstattung durchliest, dann stehen da immer auch Kaputzenhandtücher drauf. So ein Kaputzenhandtuch ist nicht nur super praktisch, sondern näht sich auch noch total schnell und ist ein ganz schönes, individuelles Geschenk.

Material:

Frottee

Baumwolle

Schrägband

 

Anleitung:

Als erstes die Stoffe zuschneiden. Ich nehme ein ein quadratisches Stück Frottee (75cm x 75cm) sowie ein rechtwinkliges Dreieck aus Frottee und eins aus Baumwolle (31cm x 31cm x 44cm). Die 44cm ergeben sich dabei automatisch, wenn man die beiden rechtwinkligen Seiten 31cm lang wählt. Da ich kein passendes Schrägband habe, schneide ich auch einen gut 3m langen und 4,5cm breiten Streifen ab, aus dem ich mit Hilfe des Schrägbandformers und meines Bügeleisens das passende Schrägband herstelle. Eigentlich müsste man für echtes Schrägband den Stoff auch exakt diagonal schneiden. Das ist mir allerdings viel zu aufwändig und die Erfahrung zeigt, dass zumindest für die Umrandung meines Kaputzenhandtuchs auch gerades Schrägband ausreicht. Ich bügel das Schrägband zusätzlich nochmal mittig – dann weiß der Stoff nämlich schon, was ich gleich beim Einfassen von ihm will.

 

Als nächstes werden die beiden Dreiecke an der langen Seite aneinander genäht. Dabei liegen die schönen Seiten innen.

 

Die Dreiecke richtig herum auseinanderklappen, bügeln und einmal die lange Seite steppen.

 

Das fertig gestellte Dreieck mit der Baumwollseite nach oben auf eine Ecke des quadratischen Frottees platzieren und in der zukünftigen Nahtzugabe feststeppen, damit gleich nichts mehr verrutschen kann.

Als letztes kommt nun das Schrägband zum Einsatz. Ich fange einfach in einer der Ecken an und nähe das Schrägband um die Kante gelegt fest.

Die spannende Frage ist nun, wie man um die Ecke kommt. Wie ich das mache, zeig ich euch gerne. Ich nähe bis zur Ecke, schneide den Faden dann ab, nehme den Stoff aus der Maschine und lege ihn vor mich.

 

Das Schrägband knicke ich um und schiebe die linke Hälfte unter den Stoff. Dadurch entsteht an der Ecke eine Schräge und der hintere Teil des Schrägbands liegt bereits wieder unter dem Frottee.

Jetzt klappe ich den rechten Teil des Schrägbands nach links um und nähe ab der Ecke weiter.

 

Ich bin mir sicher, dass es eine weitaus professionellere Methode gibt und dass sich die waschechten Quilter bei meiner Variante gruseln, aber für mich funktioniert es so sehr gut.

Wenn das Handtuch mitsamt der Kaputze einmal umnäht ist, dann ist es auch schon fertig.

 

Viel Spaß beim Nachnähen!

DIY: Traumfänger

Zum ersten Mal habe ich Traumfänger bei meinem Schüleraustausch in Kanada in der 11. Klasse gesehen – ist also schon eine ganze Weile her. Seitdem finde ich die Idee ganz zauberhaft, dass ein Traumfänger den Schlaf verbessert und nur die guten Träume durch das Netz lässt. Die schlechten Träume bleiben im Netz hängen und werden später durch die Morgensonne neutralisiert.

Für die kleine Madame wünsche ich mir nur schöne Träume und so hab ich ihr ein paar Traumfänger gebastelt. Warum ein paar? Sicher ist sicher – nicht, dass doch noch ein böser Traum vorbeihuscht.

Material:

Stickrahmen

Häkeldeckchen

Stoffreste, Bänder, Borten, Spitze

Anleitung:

Nachdem ich mir alle möglichen Stoffreste, Bänder, Borten und Schnüre in meinem Nähzimmer zusammengesucht habe, spanne ich ein Häkeldeckchen in einen passenden Stickrahmen ein und schneide das überflüssige Material ab.

 

Dann nehme ich unterschiedlichste Materialien und knote sie an der Unterseite fest.

 

 

Zum Schluss werden die Bänder auf eine einheitliche, geschwungene Länge gekürzt.

 

Und schon ist er fertig – der Traumfänger. Und weil es so schnell und einfach geht (und ja wirklich alle bösen Träume draußen bleiben sollen), habe ich gleich 4 Traumfänger in unterschiedlichen Größen gemacht.

    

Viel Spaß beim Nachbasteln!

DIY: eine Gartenbank aus Stuhllehnen [Werbung]

Endlich ist der Sommer da und mit ihm die Gartensaison. Da wurde es Zeit, das lang angedachte DIY für eine neue Gartenbank umzusetzen. Wie schön, dass mir dazu von der Firma RS Components ein Bosch Multitool zur Verfügung gestellt wurde. Durch die auswechselbaren Aufsätze kann man damit super Sachen aus Holz bauen. Und wenn das von mir kommt, dann hat das schon was zu heißen. Denn während Stoff und Wolle mit mir sprechen – mir Ideen ins Ohr flüstern und sich immer kooperativ verhalten, ist das mit Holz eher eine andere Sache. Holz und ich – nun ja, wir verstehen uns nicht so gut. Man kann es nicht mal mehr als eine Art Hassliebe bezeichnen, es ist eher ein gegenseitiges Anschreien.

Aber was soll’s, eine Gartenbank gibt es nicht aus Stoff und damit war es entschieden. Der Schatz und ich sind in den Baumarkt gefahren, haben uns Bretter zusägen lassen, Schrauben, Farbe und Pinsel besorgt und dann eine Bank gebaut. Einfach so. Unglaublich.

 

Material:
2 alte Stühle bzw. zumindest deren Lehnen
5 Bretter für die Sitzfläche (100cm x 12cm)
3 Bretter für Rückenlehne (103cm/ 108cm/ 113cm x 12cm)
Schrauben
Farbe und Pinsel

 

Anleitung:
Da wir unsere Stuhllehnen von den ausgedienten Rattanstühlen aus dem Esszimmer gemopst haben, entfernen wir zuerst die Rattanverkleidung. Das geht super mit diesem halbrunden Sägeaufsatz. Das Rattangeflecht ist in nullkommanix ab und im Mülleimer entsorgt. Zurück bleiben ein paar Tackernadeln, die wir mit einer Zange entfernen.

 

Als nächstes wird der Aufsatz vom Multitool gewechselt – das geht mit ein paar Handgriffen. Einfach den Verschluss aufschrauben, den Aufsatz wechseln und wieder zuschrauben. Besser wäre nur noch eine Klickverbindung.

Mit dem Aufsatz für den Winkelschleifer schleifen wir die Stuhllehnen ab und sind dabei sehr zufrieden mit der Leistung. Es geht schnell voran und damit sind alle Einzelteile fürs Zusammenbauen vorbereitet und es geht ans Zusägen der Bretter für die Sitzfläche. Beim vorderen und hinteren Brett nehmen wir die Ecken raus, damit sie sozusagen um die Stuhllehnen rum kommen und die Sitzfläche damit größer wird.

 

 

 

Da alles passt, können wir die Bretter direkt festschrauben (natürlich nachdem wir sie vorgebohrt haben).

 

Nachdem nun die Sitzfläche fertig ist, kommt die Rückenlehne an die Reihe und wir schrauben die 3 Bretter in gleichem Abstand an den Stuhllehnen fest.

 

Weil die Stuhllehnen gebogen sind, hängen die Bretter an der Unterkante über. Das ist aber gar kein Problem für unser kleines super Multitool: und zack, ist alles schick.

 

Die restlichen Bretter der Rückenlehne kommen genauso dran. Die Bank ist damit fast fertig und sieht schon ziemlich großartig aus.

 

Was fehlt, ist ein Anstrich in weiß und der kommt jetzt noch und dann sind wir schon fertig.

Die Bank steht jetzt schön im Schatten von unserem Jasmin und ich kann endlich meine Zeitschrift mit einem Käffchen genießen.

  

Werbung: Dieser Post ist Zusammenarbeit mit RS Components entstanden. Das Multitool wurde mir dafür kostenlos zur Verfügung gestellt.

Viel Spaß beim Nachbauen!

Nähanleitung: hübsche Waschlappen

Ich liebe es, mit kleinen Nähprojekten die Welt um mich herum ein bisschen schöner zu machen. So zaubern mir die normalsten Alltagsgegenstände dann ein kleines Lächeln ins Gesicht, wenn ich sie benutze. Und mal ganz ehrlich – mit hübschen Waschlappen macht das Waschen doch viel mehr Spaß.

Material:

Frottee

Flanell

Anleitung:

Für die hübschen Waschlappen zunächst Quadrate von 21cm x 21cm aus dem Flanell und aus dem Frottee zuschneiden. Am einfachsten und schnellsten geht das mit einem Rollschneider auf einer Schneidematte. Die Quadrate mit der jeweils schnönen Seite nach innen aufeinander legen.

Nähfüßchenbreit rundherum nähen, dabei unbedingt eine Wendeöffnung von ca. 4cm offen lassen.

An den Ecken stoppe ich gut 1cm vom Rand entfernt, senke die Nadel ab, hebe den Nähfuß und drehe den Stoff schräg. Nun folgen 3 Stiche und ich drehe den Stoff erneut schräg. So werden die Ecken abgerundet abgeschrägt und sind nach dem Wenden weniger wurschtelig, weil weniger Stoff in der Nahtzugabe stört.

 

Zusätzlich schneide ich an den Ecken die Nahtzugabe sehr nah an der Naht ab.

Den Waschlappen durch die Wendeöffnung auf rechts drehen und bügeln.

 

Als Abschluss einmal knappkantig rundherum steppen und dabei gleich die Wendeöffnung verschließen. Dazu nähe ich mit dem Nähfuß direkt am Rand und stelle die Nadel auf die äußerste Position rechts.

Und nach ein paar Minuten habt ihr wunderhübsche und gar nicht mehr langweilige Waschlappen, die sich sicherlich auch gut als Geschenk eignen. Meine habe ich gefaltet und gerollt und am Wickeltisch verstaut. Hier warten sie nun auf ihren ersten Einsatz.

 

Viel Spaß beim Nachnähen!

 

Nähanleitung: schnelle Decke als Wickelunterlage

Ich glaube, ich habe ganz schlimm Nestbau. Jedenfalls kann ich nicht aufhören, hübsche Accessoires für die kleine Madame zu nähen. Ich denk mir halt, wenn sie schon eine Mama hat, die nähen kann, dann soll sie auch die schönsten Accessoires bekommen. Ursprünglich wollte ich auf den Wickeltisch mit diesem Plastikding einfach ein Moltontuch und ein altes Handtuch als Wickelunterlage legen. Praktisch sollte es sein und ganz ehrlich? Ich glaube, ihr ist es ziemlich egal, wie die Wickelunterlage unter ihrem Popo aussieht. Aber mir dann doch nicht – das sah soooo hässlich aus. Das ging gar nicht. Und so habe ich das ursprünglich vorgesehene Molton- und Handtuch um ein bisschen Baumwolle ergänzt und fix eine Wickelunterlage genäht, die sich sehen lassen kann. Weil es so fix ging, hab ich gleich ein paar mehr gemacht.

Material:

Moltontuch

Handtuch

Baumwolle

 

Anleitung:

Für die Wickelunterlage nehme ich ein altes Handtuch, ein Moltontuch und hübsche Baumwolle. Alle Materialien werden in gleich große Stücke (75cmx 75cm) zugeschnitten und übereinander gelegt: unten das Molton, darüber das Handtuch und ganz oben die Baumwolle. Die schöne Seite ist sowohl bei der Baumwolle als auch bei dem Molton außen. Damit nichts verrutscht, klemme ich alle drei Schichten fest.

 

Jetzt kommt die Overlock zum Einsatz und ich nähe einmal rundrum. Dabei werden alle drei Schichten zusammengenäht und gleichzeitig versäubert.

Das geht super fix und sieht besser aus als ich dachte. Ursprünglich wollte ich die Wickelunterlage nämlich noch mit Schrägband einfassen, aber das ist so gar nicht notwendig.

 

Damit die Wickelunterlage schön griffig und fest wird, steppe ich noch ein paar Mal über sie gesamte Fläche.

Und dann ist die Wickelunterlage auch schon fertig. Keine 30 Minuten hat das jetzt gedauert und ist so viel hübscher als ein olles Handtuch.

 

Jetzt liegt sie hier auf dem Wickeltisch und wartet auf die kleine Madame und ihren ersten Einsatz. Viel Spaß beim Nachnähen!

Nähanleitung: Halstücher für Babys

Was macht ihr mit all den vielen Stoffresten, die sich über die Zeit so ansammeln? Also ich nähe derzeit sehr gerne Kleinigkeiten für Neugeborene und heute werden das niedliche Halstücher sein. Die sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind auch noch praktisch – habe ich mir zumindest sagen lassen. Die Halstücher sind super schnell genäht und eignen sich auch gut als kleines Geschenk für frisch gebackene Eltern oder als Mitbringsel zu einer Babyshower Party.

Für die Unterseite nehme ich saugstarkes Frottee und für die Oberseite hübsche Stoffreste aus Jersey – einfache Baumwolle ginge aber bestimmt auch. Das Schnittmuster könnt ihr euch gerne als PDF downloaden.

Material:

Frottee

Jersey

KamSnaps (oder Druckknöpfe für Jersey)

Anleitung:

Ich schneide die Oberseite aus Jersey und die Unterseite aus Frottee jeweils im Stoffbruch aus. Im Stoffbruch ausschneiden bedeutet einfach, den Stoff einmal zu falten und dann das Schnittmuster aufzulegen. Damit muss man nämlich nur noch die Hälfte ausschneiden – ideal für faule Menschen wie mich. Eine extra Nahtzugabe ist nicht notwendig, sie ist im Schnittmuster bereits enthalten.

 

Auch wenn beide Teile total unterschiedlich aussehen, passen sie doch aufeinander und so stecke ich sie mir fest. Die schönen Seiten des Stoffs sind dabei innen. Es ist normal, dass die Oberseite dabei Falten wirft und locker auf dem Unterteil liegt.

 

Beide Teile nähe ich mit Ausnahme der Wendeöffnung aneinander. Lasst euch nicht verwirren, dass ich dazu teilweise meine Overlock nehme – ich muss ein bisschen üben. Ihr könnt die gesamte Naht mit eurer normalen Nähmaschine nähen.

 

Im Anschluss wende ich das Halstuch durch die Wendeöffnung und schließe diese dann. Zuletzt steppe ich einmal rundrum.

 

Als Verschluss bringe ich die KamSnaps an. Dazu steche ich ein Loch, stecke das eine Teil durch, das andere drauf und quetsche das Ganze mit der Zange zurecht.

 

 

Und taddaaaaaaa… fertig ist das Halstuch oder gleich ganz viele Halstücher. Ich bin so gespannt, wie sie wohl der kleinen Madame stehen werden. An ihrem Sommer-Einteiler sieht es zumindest schon mal süß aus.

  

Viel Spaß beim Nachnähen!

Nähanleitung für eine schnelle Kissenhülle mit verdecktem Reißverschluss

Das Haus ist nun fast vollständig umgeräumt und so kann ich mich eeeeendlich den kleinen, hübschen Details widmen. Im Wohnzimmer fehlen zum Beispiel noch Liegemöglichkeiten für die beiden Hundedamen. Im Moment bleibt ihnen nichts anderes übrig, als es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen. Das sind natürlich unzumutbare Zustände und so müssen dringend passende Bodenkissen her. Mir gefällt der Boho Stil gerade so richtig gut und er passt auch so schön zu unserer Einrichtung. Immerhin sind Farbkonzept und Material in Naturtönen gehalten. Wie praktisch, dass in meinem Fundus noch diese alte Tagesdecke in beige auf eine neue Verwendung wartet.

Material:

alte Tagesdecke oder anderer, robuster Stoff (80cm x 80cm, 80cm x 60cm und 80cm x 30cm)

Kissen (80cm x 80cm)

Reißverschluss

Wolle, Borten uvm.

Anleitung:

Zuerst schneide ich die Stoffteile für vorne und hinten zu. Es geht ja nur um ein Bodenkissen und dabei kommt es jetzt wirklich nicht auf genaue Maße an. Ich nehme für vorne also 80cm x 80cm (die Maße von meinem Füllkissen). Eine Nahtzugabe ist bei so großen Bodenkissen nicht notwendig. Wenn es ein 100% passgenaues, kleines Kissen werden soll (oder der Stoff ungewaschen ist), addiere lieber eine Nahtzugabe, sonst sitzt die Kissenhülle hinterher zu stramm und das sieht ja auch blöd aus. Auf der Rückseite nähe ich meinen verdeckten Reißverschluss ein und brauche deshalb 2 Stoffteile. Ich persönlich finde es schön, wenn der Reißverschluss nicht mittig sitzt und wähle daher 80cm x 60cm und 80cm x 30cm.

 

Die Rückseite bleibt ohne Verzierung und so nähe ich den Reißverschluss an das größere Stück. Dazu lege ich den Stoff mit der schönen Seite nach oben vor mich hin und den Reißverschluss mit der schönen Seite nach unten genau an die Kante darauf. Bei so einem breiten Reißverschluss wechsel ich nicht den Nähfuß, sondern stell die Nadel einfach auf ganz links und nähe den Reißverschluss fest – verriegeln am Anfang und am Ende nicht vergessen. Dann dreh ich den Stoff um, stelle die Nadelposition wieder auf mittig und steppe den Stoff fest.

  

Für den verdeckten Reißverschluss wird das kleine Stoffteil nun um 5cm umgebügelt – die schöne Seite ist dabei außen. Bei einem kleineren Kissen und einem schmaleren Reißverschluss würde ich nur 3cm nehmen.

Ich lege den Stoff dann mit der schönen Seite nach unten vor mich und den zweiten Stoff mit dem bereits eingenähten Reißverschluss genau an der Kante darauf, wieder mit der schönen Seite unten.

 

Jetzt werden die Teile aneinander genäht. Dazu nutze ich erneut die ganz linke Nadelposition. Das Rückteil ist nun fertig.

 

Ich hab einen Endlosreißverschluss zum selber Einfädeln genommen und muss jetzt noch kurz den Reißer einfädeln. Das geht für mich am leichtesten mit so einer Einfädelhilfe.

Die Vorderseite soll boho-mäßig ein bisschen mehr hermachen und bekommt erstmal eine Borte als Verzierung. Und wer hätte es gedacht – die frühere Einfassung von der Tagesdecke ist sowas von geeignet dafür. Alles, was später in den Seitennähten verschwinden soll (Borten, Bänder, Spitze uvm.) wird jetzt angenäht. Die Borte steppe ich einfach fest. Alle anderen Verzierungen wie Quasten, Stickereien oder Pompoms können auf das fertige Bodenkissen aufgebracht werden. Im Anschluss lege ich die Vorderseite auf die Rückseite – jeweils mit der schönen Seite innen.

Beide Teile werden ringsrum aneinander genäht. Durch den Reißverschluss wird keine Wendeöffnung benötigt – also einfach einmal rundherum steppen. Damit nichts ausfransen kann, kettel ich die Seiten zusätzlich ab.

 

Das Kissen durch den Reißverschluss wenden. Das Kissen ist fertig – meins bekommt allerdings noch ein bisschen Aufmerksamkeit im Boho Stil.

 

Ich fertige für jede Ecke eine Quaste an und besticke das Kissen ein bisschen. Und weil mir das Ganze soviel Spaß gemacht hat und wir zwei Hundedamen haben, stelle ich gleich noch eine zweite Kissenhülle her.

  

  

 

 

DIY Ostergeschenke verpacken

Huch, dieses Jahr kam Ostern ja wieder mal überraschend! Und mit Ostern auch das lange Wochenende mit der Familie in Mecklenburg-Vorpommern. In letzter Minute mussten dringend noch ein paar kleine Geschenke und Süßigkeiten für die Lieben verpackt werden. Das Auge schenkt ja mit, nicht wahr?

Die kleinen Süßigkeiten habe ich in Papier eingenäht. Das geht ganz leicht. Dazu zeichne ich mir einen Hasen vor. Und weil ich eine Symmetrie-Fanatikerin bin, knicke ich das Papier in der Hälfte, zeichne eine Seite auf und schneide dann beide Seiten auf einmal aus. So wird es garantiert ein schöner, gleichmäßiger Hase. Da lacht das Symmetrie-Herz. Mit der Vorlage schneide ich die beiden Papierteile aus und nähe sie anschließend zusammen. Unten lasse ich eine Öffnung, fülle die Süßigkeiten ein und nähe dann zu.

   

Größere Süßigkeiten und natürlich auch kleine Geschenke verpacke ich in braunen Kraftpapier Tüten. Damit die schön nach Geschenken vom Osterhasen aussehen, schneide ich der Tüte Hasenohren, binde sie zusammen und male ihr ein süßes Hasengesicht auf.

    

Und damit kann es dann losgehen zum Geschenke verstecken!

 

Mein Gemüsegarten – Staudensellerie

Ihr habt euch bestimmt schon gefragt, was diese merkwürdigen, leicht verdorrten Pflanzen/ Knollen in den flachen Gefäßen auf der Fensterbank sollen. Das ist der untere Teil vom Stangensellerie. Ich liebe Stangensellerie im Salat und jedes Mal, wenn ich einen daheim hab, schneide ich die unteren 5cm ab und stell sie in ein flaches Gefäß mit Wasser.

Nach ein paar Tagen bilden sich die ersten, zarten Wurzeln und aus der Mitte der Pflanze schieben sich neue Blätter nach oben. Bei ganz vielen Gemüsesorten ist es problemlos möglich, diese aus sogenanntem Küchenabfall wieder neu zu ziehen. Beim Staudenselleri ist das super einfach und funktioniert jedes Mal. Natürlich dauert es jetzt eine ganze Weile, bis ich den ersten eigenen Staudenselleri ernten kann – dafür hab ich dann aber auch den ganzen Sommer hindurch frischen im Garten.

Da es draußen inzwischen warm genug ist, wird es Zeit für einen Umzug. Weg von der Fensterbank und hinein ins Hochbeet.

  

Und damit dem Staudenselleri auch nachts nicht kalt wird, bekommen die Pflänzchen ein leeres Marmeladenglas als Mini-Gewächshaus.

   

Sobald die Nächte nicht mehr kalt oder die Pflänzchen größer sind, können die Mini-Gewächshäuser wieder weggeräumt werden und der Sellerie kann sich in seiner ganzen Pracht entfalten.