Nähanleitung: Halsband für Hunde

Bei den diversen Umbaumaßnahmen im Haus kann ich derzeit kaum mithelfen – umso größer ist mein Verlangen nach einem eigenen, kreativen Projekt. Also gibt es für die Fellnasen mal wieder was neues. Ich nähe meinen beiden Süßen neue Halsbänder und wie das geht, zeig ich euch. Ich mag Zugstopp Halsbänder am liebsten, weil man sie dem Hund einfach über den Kopf schieben kann – ohne lästige Schnallen und Klickverschlüsse. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass das Halsband den Hund niemals würgen kann. Selbst wenn es ganz zugezogen ist, passt zwischen Halsband und Hundehals immer noch ein Finger. Innen im gesamten Halsband verläuft ein Gurtband – das gibt extra Sicherheit und Stabilität.

Material:

Leder, Kunstleder oder sehr stabiler, robuster Stoff für die Innenseite

dekorativer Außenstoff

Gurtband 15mm

D-Ringe 15mm x 20mm

Ledernähnadel, farblich passendes Garn

 

Anleitung:

So ein Hundehalsband näht sich ziemlich fix. Dazu befestige ich zuerst das Gurtband mit den D-Ringen am (Kunst)leder, stelle daraus den Rohling für das Halsband her, steppe den Baumwollstoff darauf und befestige zum Schluss ein paar dekorative Quasten. Ein bisschen kniffeling und friemelig, aber an sich wirklich einfach. Und los geht’s.

Ich schneide das innere Teil des Halsbandes aus dem (Kunst)leder oder einem robusten, stabilen Stoff zu. Dazu habe ich einfach ein gut passendes Halsband meiner Süßen abgepaust. Als Nahtzugabe lasse ich oben und unten gut ein Drittel der Breite stehen. An den Seiten gibt es keine Nahtzugabe. Den Baumwollstoff schneide ich ebenso zu – allerdings braucht es hier zusätzlich etwa 2cm Nahtzugabe an den Seiten. Der dekorative Außenstoff ist also um einiges länger.

Ich fädel den ersten D-Ring auf das Gurtband und nähe das Gurtband knappkantig neben dem D-Ring zusammen. Dann steppe ich es in ganzer Länge an das Innenteil des Halsbands.

 

Das Gurtband durch den D-Ring ziehen – dabei liegt die rechte Seite des (Kunst)leders innen – praktisch so, wie das Halsband später aussehen soll. Dann kommt der nächste D-Ring auf das Gurtband und das Gurtband wird zurück zum Halsband geführt.

 

Dieses Stück des Gurtbands bestimmt die Größe des Halsbands. Es muss dabei so weit auseinander gezogen werden können, dass der Kopf bequem durchpasst. Vollständig zusammen gezogen soll noch ein Finger zwischen Halsband und Hundehals passen, damit der Hund nicht gewürgt werden kann. Am besten probiert man das gute Stück kurz am Hund aus. Passt alles, wird der zweite D-Ring knappkantig eingefasst und das Gurtband auf dem Innenteil befestigt. Da das Halsband jetzt schon geschlossen ist, wird es ein bisschen friemelig. Ich nehme dazu den Aufsatz meiner Nähmaschine ab und stülpe das Halsband auf den Freiarm. So kann ich bequem rundrum nähen.

   

An den Ecken schneide ich kleine Dreiecke aus, dabei achte ich darauf, gut 0,5cm Abstand zum abgepausten Halsband zu halten.

Dann klappe ich die Seiten um und klemme sie fest, um sie festzusteppen.

 

Der Halsband Rohling ist damit fertig. Später kann man den immer wieder nutzen. Wenn der Außenstoff nicht mehr schön aussieht oder du einfach Lust auf einen anderen hast, kannst du ihn einfach abtrennen und einen neuen annähen.

   

Und jetzt kommt schon dieser dekorative Arbeitsschritt – ich steppe den Außenstoff fest. Dazu schlage ich die Ränder um, bügel alles vor und klemme die Einzelteile aneinander.

  

Insgesamt nähe ich zweimal rundrum, damit alles schön fest sitzt.

 

Das Halsband ist jetzt fertig, wenn man es schlicht mag. Ich liebe Quasten und finde, dass die unfassbar gut zu Windhunden passen. Das Halsband wirkt damit noch ein bisschen edler und so nähe ich drei daran fest.

 

  

  

 

 

 

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