Hausumbau: Kinderzimmer

Ich muss zugeben, das Kinderzimmer einzurichten, war am allerschönsten bei unserem Hausumbau. Das können weder das hoffentlich bald neu gedeckte Dach noch die ebenso hoffentlich bald sanierten Bäder toppen. Es war einfach das Großartigste, die Möbel beim Schweden auszusuchen, alles zu arrangieren und zu dekorieren, nochmal umzustellen und dann nochmal und nochmal. Mensch, im Nachhinein tut mir der Schatz schon ein bisschen leid. Ich war ja schwanger und durfte nicht schwer heben und natürlich erst recht keine Möbel hin und her tragen. Dafür hatte ich aber unheimlich viele gute Ideen, wie man die Möbel noch stellen könnte.

  

Erst ganz zum Schluss haben wir uns entschieden, die eigentliche Zimmertür dauerhaft zu verschließen und nur den Durchgang zu unserem Schlafzimmer offen zu lassen. So hatten wir mehr Stellfläche an den Wänden (die Tür ist hinter dem Tipi versteckt mit einem großen Holzbrett) und mal ehrlich, in der ersten Zeit braucht eigentlich kein Baby ein eigenes Zimmer mit eigener Tür.

Jetzt kommt man also durch unser Schlafzimmer ins Kinderzimmer und das ist sehr praktisch, weil nah. Sollte die kleine Madame also irgendwann in ihrem Kinderbettchen schlafen, sind wir im Nu da, wenn sie uns braucht.

Das Tipi hat übrigens der stolze Vater ausgesucht und sich schon damals ausgemalt, seiner Tochter darin sitzend Geschichten vorzulesen.

  

Ach und natürlich darf auch ein wenig Dekoration nicht fehlen. Also was heißt jetzt „ein wenig“ – das darf man nicht so wörtlich nehmen. Ich konnte mich ehrlich gesagt kaum bremsen und habe all meine Lieblingsdekoration untergebracht: Papierdiamanten vom Möbelschweden, eine selbst genähte Wimpelkette, eine selbst geschnittene und gedrehte Girlande aus Papierquasten, diverse Traumfänger und selbst genähte Kissen und dann noch diese Birkenstämme, die das Ganze erst perfekt gemacht haben. Auch Miffy sitzt reisebereit auf dem Koffer, der ursprünglich ein Picknick-Set beherbergt hat und in dem zukünftig wohl Spielsachen verstaut werden.

     

Derweil sitzen die Kuscheltiere artig wartend auf dem Regal und selbstverständlich gibt es auch eine kleine Schachtel mit den Erinnerungsschätzen der kleinen Madame. Eine Haarsträhne, ihre Babysocken, mein Mutterpass.

 

Der Wickeltisch – oder besser das Wickelregal – ist neben dem Kleiderschrank das einzige, was jetzt schon rege genutzt wird. Zuerst war ich nicht sicher, ob eine Wickelkommode nicht doch besser gewesen wäre. Aber zum einen gab es die schlichtweg nicht bei der Möbelserie und hier so ein Mischmasch an Möbeldesign – undenkbar. Zum anderen gefiel mir die Idee, das Regal später weiter benutzen zu können. Der Wickelaufsatz kann einfach wieder abgenommen werden. Ein bisschen Stauraum in Form von Schubladen fehlt mir schon, wird aber durch den „Wickelwagen“ wieder wett gemacht.

 

Und weil mich während meiner Schwangerschaft die Wickeltische anderer Mütter kollossal interessiert haben (ich hatte ja selbst keine Ahnung, was so gebraucht wird), zeig ich euch meinen ein bisschen näher.

Wir haben eine einfache Wickelunterlage mit einer Decke drauf. Man könnte auch ein Handtuch nehmen, ich habe aber lieber Decken genäht. Das war in den letzten Wochen vor der Geburt praktisch meine Lieblingsbeschäftigung. Im Winter kommt unter die Decke noch ein Heizkissen, damit der kleinen Madame nicht kalt wird.

Unten befinden sich 4 Kisten, in denen sich unser Vorrat an Wegwerfwindeln und Feuchttüchern, Bettwäsche und allerhand anderer Textilien befinden. Direkt am Wickeltisch haben wir links den Mülleimer und rechts diverse Waschlappen und ein Schälchen für Wasser. Benutzte Waschlappen und Stoffwindeln kommen in den grauen Nassbeutel.

   

Links neben dem Wickelregal steht unser „Wickelwagen“, auf dem sich eigentlich alles befindet, was so gebraucht werden könnte. Leicht zugriffig verschiedene Windeln (Stoffwindeln und Wegwerfwindeln), sowie Feuchttücher, Toilettenpapier und Mülltüten. Darunter ein guter Vorrat an weiteren Waschlappen und Saugeinlagen für die Stoffwindeln und ganz unten alles, was so zum Baden und Pflegen gebraucht wird. Den Inhalt der mittleren und unteren Etage könnte ich auch gut woanders verstauen und ich überlege gerade, ob ich hier nicht lieber Bodys und Strampler deponieren sollte.

   

Ein bisschen Ablenkung für die kleine Madame beim Windeln wechseln bringen die Lichterkette und die kleine Giraffe. Es ist schon erstaunlich, wie interessant die beiden Sachen auch nach so vielen Wochen noch sind. Die Lichterkette reicht nachts normaler Weise sogar als Lichtquelle aus. Und falls ein bisschen mehr Licht benötigt wird, wartet meine Lampe aus Stoffresten auf ihren Einsatz.

Zuletzt werfen wir noch einen kurzen Blick in den Kleiderschrank. Oben findet sich die aktuelle Größe (natürlich nach Farben sortiert), in der mittleren Ebene die nächste und ganz unten alles andere an Kleidung.

  

So, das war die Tour durch das Kinderzimmer – meinen liebsten Raum im ganzen Haus.

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