Hausumbau: Kinderzimmer

Ich muss zugeben, das Kinderzimmer einzurichten, war am allerschönsten bei unserem Hausumbau. Das können weder das hoffentlich bald neu gedeckte Dach noch die ebenso hoffentlich bald sanierten Bäder toppen. Es war einfach das Großartigste, die Möbel beim Schweden auszusuchen, alles zu arrangieren und zu dekorieren, nochmal umzustellen und dann nochmal und nochmal. Mensch, im Nachhinein tut mir der Schatz schon ein bisschen leid. Ich war ja schwanger und durfte nicht schwer heben und natürlich erst recht keine Möbel hin und her tragen. Dafür hatte ich aber unheimlich viele gute Ideen, wie man die Möbel noch stellen könnte.

  

Erst ganz zum Schluss haben wir uns entschieden, die eigentliche Zimmertür dauerhaft zu verschließen und nur den Durchgang zu unserem Schlafzimmer offen zu lassen. So hatten wir mehr Stellfläche an den Wänden (die Tür ist hinter dem Tipi versteckt mit einem großen Holzbrett) und mal ehrlich, in der ersten Zeit braucht eigentlich kein Baby ein eigenes Zimmer mit eigener Tür.

Jetzt kommt man also durch unser Schlafzimmer ins Kinderzimmer und das ist sehr praktisch, weil nah. Sollte die kleine Madame also irgendwann in ihrem Kinderbettchen schlafen, sind wir im Nu da, wenn sie uns braucht.

Das Tipi hat übrigens der stolze Vater ausgesucht und sich schon damals ausgemalt, seiner Tochter darin sitzend Geschichten vorzulesen.

  

Ach und natürlich darf auch ein wenig Dekoration nicht fehlen. Also was heißt jetzt „ein wenig“ – das darf man nicht so wörtlich nehmen. Ich konnte mich ehrlich gesagt kaum bremsen und habe all meine Lieblingsdekoration untergebracht: Papierdiamanten vom Möbelschweden, eine selbst genähte Wimpelkette, eine selbst geschnittene und gedrehte Girlande aus Papierquasten, diverse Traumfänger und selbst genähte Kissen und dann noch diese Birkenstämme, die das Ganze erst perfekt gemacht haben. Auch Miffy sitzt reisebereit auf dem Koffer, der ursprünglich ein Picknick-Set beherbergt hat und in dem zukünftig wohl Spielsachen verstaut werden.

     

Derweil sitzen die Kuscheltiere artig wartend auf dem Regal und selbstverständlich gibt es auch eine kleine Schachtel mit den Erinnerungsschätzen der kleinen Madame. Eine Haarsträhne, ihre Babysocken, mein Mutterpass.

 

Der Wickeltisch – oder besser das Wickelregal – ist neben dem Kleiderschrank das einzige, was jetzt schon rege genutzt wird. Zuerst war ich nicht sicher, ob eine Wickelkommode nicht doch besser gewesen wäre. Aber zum einen gab es die schlichtweg nicht bei der Möbelserie und hier so ein Mischmasch an Möbeldesign – undenkbar. Zum anderen gefiel mir die Idee, das Regal später weiter benutzen zu können. Der Wickelaufsatz kann einfach wieder abgenommen werden. Ein bisschen Stauraum in Form von Schubladen fehlt mir schon, wird aber durch den „Wickelwagen“ wieder wett gemacht.

 

Und weil mich während meiner Schwangerschaft die Wickeltische anderer Mütter kollossal interessiert haben (ich hatte ja selbst keine Ahnung, was so gebraucht wird), zeig ich euch meinen ein bisschen näher.

Wir haben eine einfache Wickelunterlage mit einer Decke drauf. Man könnte auch ein Handtuch nehmen, ich habe aber lieber Decken genäht. Das war in den letzten Wochen vor der Geburt praktisch meine Lieblingsbeschäftigung. Im Winter kommt unter die Decke noch ein Heizkissen, damit der kleinen Madame nicht kalt wird.

Unten befinden sich 4 Kisten, in denen sich unser Vorrat an Wegwerfwindeln und Feuchttüchern, Bettwäsche und allerhand anderer Textilien befinden. Direkt am Wickeltisch haben wir links den Mülleimer und rechts diverse Waschlappen und ein Schälchen für Wasser. Benutzte Waschlappen und Stoffwindeln kommen in den grauen Nassbeutel.

   

Links neben dem Wickelregal steht unser „Wickelwagen“, auf dem sich eigentlich alles befindet, was so gebraucht werden könnte. Leicht zugriffig verschiedene Windeln (Stoffwindeln und Wegwerfwindeln), sowie Feuchttücher, Toilettenpapier und Mülltüten. Darunter ein guter Vorrat an weiteren Waschlappen und Saugeinlagen für die Stoffwindeln und ganz unten alles, was so zum Baden und Pflegen gebraucht wird. Den Inhalt der mittleren und unteren Etage könnte ich auch gut woanders verstauen und ich überlege gerade, ob ich hier nicht lieber Bodys und Strampler deponieren sollte.

   

Ein bisschen Ablenkung für die kleine Madame beim Windeln wechseln bringen die Lichterkette und die kleine Giraffe. Es ist schon erstaunlich, wie interessant die beiden Sachen auch nach so vielen Wochen noch sind. Die Lichterkette reicht nachts normaler Weise sogar als Lichtquelle aus. Und falls ein bisschen mehr Licht benötigt wird, wartet meine Lampe aus Stoffresten auf ihren Einsatz.

Zuletzt werfen wir noch einen kurzen Blick in den Kleiderschrank. Oben findet sich die aktuelle Größe (natürlich nach Farben sortiert), in der mittleren Ebene die nächste und ganz unten alles andere an Kleidung.

  

So, das war die Tour durch das Kinderzimmer – meinen liebsten Raum im ganzen Haus.

Nähanleitung: Kaputzenhandtuch

Wenn man sich Listen zur Baby-Erstausstattung durchliest, dann stehen da immer auch Kaputzenhandtücher drauf. So ein Kaputzenhandtuch ist nicht nur super praktisch, sondern näht sich auch noch total schnell und ist ein ganz schönes, individuelles Geschenk.

Material:

Frottee

Baumwolle

Schrägband

 

Anleitung:

Als erstes die Stoffe zuschneiden. Ich nehme ein ein quadratisches Stück Frottee (75cm x 75cm) sowie ein rechtwinkliges Dreieck aus Frottee und eins aus Baumwolle (31cm x 31cm x 44cm). Die 44cm ergeben sich dabei automatisch, wenn man die beiden rechtwinkligen Seiten 31cm lang wählt. Da ich kein passendes Schrägband habe, schneide ich auch einen gut 3m langen und 4,5cm breiten Streifen ab, aus dem ich mit Hilfe des Schrägbandformers und meines Bügeleisens das passende Schrägband herstelle. Eigentlich müsste man für echtes Schrägband den Stoff auch exakt diagonal schneiden. Das ist mir allerdings viel zu aufwändig und die Erfahrung zeigt, dass zumindest für die Umrandung meines Kaputzenhandtuchs auch gerades Schrägband ausreicht. Ich bügel das Schrägband zusätzlich nochmal mittig – dann weiß der Stoff nämlich schon, was ich gleich beim Einfassen von ihm will.

 

Als nächstes werden die beiden Dreiecke an der langen Seite aneinander genäht. Dabei liegen die schönen Seiten innen.

 

Die Dreiecke richtig herum auseinanderklappen, bügeln und einmal die lange Seite steppen.

 

Das fertig gestellte Dreieck mit der Baumwollseite nach oben auf eine Ecke des quadratischen Frottees platzieren und in der zukünftigen Nahtzugabe feststeppen, damit gleich nichts mehr verrutschen kann.

Als letztes kommt nun das Schrägband zum Einsatz. Ich fange einfach in einer der Ecken an und nähe das Schrägband um die Kante gelegt fest.

Die spannende Frage ist nun, wie man um die Ecke kommt. Wie ich das mache, zeig ich euch gerne. Ich nähe bis zur Ecke, schneide den Faden dann ab, nehme den Stoff aus der Maschine und lege ihn vor mich.

 

Das Schrägband knicke ich um und schiebe die linke Hälfte unter den Stoff. Dadurch entsteht an der Ecke eine Schräge und der hintere Teil des Schrägbands liegt bereits wieder unter dem Frottee.

Jetzt klappe ich den rechten Teil des Schrägbands nach links um und nähe ab der Ecke weiter.

 

Ich bin mir sicher, dass es eine weitaus professionellere Methode gibt und dass sich die waschechten Quilter bei meiner Variante gruseln, aber für mich funktioniert es so sehr gut.

Wenn das Handtuch mitsamt der Kaputze einmal umnäht ist, dann ist es auch schon fertig.

 

Viel Spaß beim Nachnähen!

DIY: eine Gartenbank aus Stuhllehnen [Werbung]

Endlich ist der Sommer da und mit ihm die Gartensaison. Da wurde es Zeit, das lang angedachte DIY für eine neue Gartenbank umzusetzen. Wie schön, dass mir dazu von der Firma RS Components ein Bosch Multitool zur Verfügung gestellt wurde. Durch die auswechselbaren Aufsätze kann man damit super Sachen aus Holz bauen. Und wenn das von mir kommt, dann hat das schon was zu heißen. Denn während Stoff und Wolle mit mir sprechen – mir Ideen ins Ohr flüstern und sich immer kooperativ verhalten, ist das mit Holz eher eine andere Sache. Holz und ich – nun ja, wir verstehen uns nicht so gut. Man kann es nicht mal mehr als eine Art Hassliebe bezeichnen, es ist eher ein gegenseitiges Anschreien.

Aber was soll’s, eine Gartenbank gibt es nicht aus Stoff und damit war es entschieden. Der Schatz und ich sind in den Baumarkt gefahren, haben uns Bretter zusägen lassen, Schrauben, Farbe und Pinsel besorgt und dann eine Bank gebaut. Einfach so. Unglaublich.

 

Material:
2 alte Stühle bzw. zumindest deren Lehnen
5 Bretter für die Sitzfläche (100cm x 12cm)
3 Bretter für Rückenlehne (103cm/ 108cm/ 113cm x 12cm)
Schrauben
Farbe und Pinsel

 

Anleitung:
Da wir unsere Stuhllehnen von den ausgedienten Rattanstühlen aus dem Esszimmer gemopst haben, entfernen wir zuerst die Rattanverkleidung. Das geht super mit diesem halbrunden Sägeaufsatz. Das Rattangeflecht ist in nullkommanix ab und im Mülleimer entsorgt. Zurück bleiben ein paar Tackernadeln, die wir mit einer Zange entfernen.

 

Als nächstes wird der Aufsatz vom Multitool gewechselt – das geht mit ein paar Handgriffen. Einfach den Verschluss aufschrauben, den Aufsatz wechseln und wieder zuschrauben. Besser wäre nur noch eine Klickverbindung.

Mit dem Aufsatz für den Winkelschleifer schleifen wir die Stuhllehnen ab und sind dabei sehr zufrieden mit der Leistung. Es geht schnell voran und damit sind alle Einzelteile fürs Zusammenbauen vorbereitet und es geht ans Zusägen der Bretter für die Sitzfläche. Beim vorderen und hinteren Brett nehmen wir die Ecken raus, damit sie sozusagen um die Stuhllehnen rum kommen und die Sitzfläche damit größer wird.

 

 

 

Da alles passt, können wir die Bretter direkt festschrauben (natürlich nachdem wir sie vorgebohrt haben).

 

Nachdem nun die Sitzfläche fertig ist, kommt die Rückenlehne an die Reihe und wir schrauben die 3 Bretter in gleichem Abstand an den Stuhllehnen fest.

 

Weil die Stuhllehnen gebogen sind, hängen die Bretter an der Unterkante über. Das ist aber gar kein Problem für unser kleines super Multitool: und zack, ist alles schick.

 

Die restlichen Bretter der Rückenlehne kommen genauso dran. Die Bank ist damit fast fertig und sieht schon ziemlich großartig aus.

 

Was fehlt, ist ein Anstrich in weiß und der kommt jetzt noch und dann sind wir schon fertig.

Die Bank steht jetzt schön im Schatten von unserem Jasmin und ich kann endlich meine Zeitschrift mit einem Käffchen genießen.

  

Werbung: Dieser Post ist Zusammenarbeit mit RS Components entstanden. Das Multitool wurde mir dafür kostenlos zur Verfügung gestellt.

Viel Spaß beim Nachbauen!

Nähanleitung: hübsche Waschlappen

Ich liebe es, mit kleinen Nähprojekten die Welt um mich herum ein bisschen schöner zu machen. So zaubern mir die normalsten Alltagsgegenstände dann ein kleines Lächeln ins Gesicht, wenn ich sie benutze. Und mal ganz ehrlich – mit hübschen Waschlappen macht das Waschen doch viel mehr Spaß.

Material:

Frottee

Flanell

Anleitung:

Für die hübschen Waschlappen zunächst Quadrate von 21cm x 21cm aus dem Flanell und aus dem Frottee zuschneiden. Am einfachsten und schnellsten geht das mit einem Rollschneider auf einer Schneidematte. Die Quadrate mit der jeweils schnönen Seite nach innen aufeinander legen.

Nähfüßchenbreit rundherum nähen, dabei unbedingt eine Wendeöffnung von ca. 4cm offen lassen.

An den Ecken stoppe ich gut 1cm vom Rand entfernt, senke die Nadel ab, hebe den Nähfuß und drehe den Stoff schräg. Nun folgen 3 Stiche und ich drehe den Stoff erneut schräg. So werden die Ecken abgerundet abgeschrägt und sind nach dem Wenden weniger wurschtelig, weil weniger Stoff in der Nahtzugabe stört.

 

Zusätzlich schneide ich an den Ecken die Nahtzugabe sehr nah an der Naht ab.

Den Waschlappen durch die Wendeöffnung auf rechts drehen und bügeln.

 

Als Abschluss einmal knappkantig rundherum steppen und dabei gleich die Wendeöffnung verschließen. Dazu nähe ich mit dem Nähfuß direkt am Rand und stelle die Nadel auf die äußerste Position rechts.

Und nach ein paar Minuten habt ihr wunderhübsche und gar nicht mehr langweilige Waschlappen, die sich sicherlich auch gut als Geschenk eignen. Meine habe ich gefaltet und gerollt und am Wickeltisch verstaut. Hier warten sie nun auf ihren ersten Einsatz.

 

Viel Spaß beim Nachnähen!

 

Nähanleitung: schnelle Decke als Wickelunterlage

Ich glaube, ich habe ganz schlimm Nestbau. Jedenfalls kann ich nicht aufhören, hübsche Accessoires für die kleine Madame zu nähen. Ich denk mir halt, wenn sie schon eine Mama hat, die nähen kann, dann soll sie auch die schönsten Accessoires bekommen. Ursprünglich wollte ich auf den Wickeltisch mit diesem Plastikding einfach ein Moltontuch und ein altes Handtuch als Wickelunterlage legen. Praktisch sollte es sein und ganz ehrlich? Ich glaube, ihr ist es ziemlich egal, wie die Wickelunterlage unter ihrem Popo aussieht. Aber mir dann doch nicht – das sah soooo hässlich aus. Das ging gar nicht. Und so habe ich das ursprünglich vorgesehene Molton- und Handtuch um ein bisschen Baumwolle ergänzt und fix eine Wickelunterlage genäht, die sich sehen lassen kann. Weil es so fix ging, hab ich gleich ein paar mehr gemacht.

Material:

Moltontuch

Handtuch

Baumwolle

 

Anleitung:

Für die Wickelunterlage nehme ich ein altes Handtuch, ein Moltontuch und hübsche Baumwolle. Alle Materialien werden in gleich große Stücke (75cmx 75cm) zugeschnitten und übereinander gelegt: unten das Molton, darüber das Handtuch und ganz oben die Baumwolle. Die schöne Seite ist sowohl bei der Baumwolle als auch bei dem Molton außen. Damit nichts verrutscht, klemme ich alle drei Schichten fest.

 

Jetzt kommt die Overlock zum Einsatz und ich nähe einmal rundrum. Dabei werden alle drei Schichten zusammengenäht und gleichzeitig versäubert.

Das geht super fix und sieht besser aus als ich dachte. Ursprünglich wollte ich die Wickelunterlage nämlich noch mit Schrägband einfassen, aber das ist so gar nicht notwendig.

 

Damit die Wickelunterlage schön griffig und fest wird, steppe ich noch ein paar Mal über sie gesamte Fläche.

Und dann ist die Wickelunterlage auch schon fertig. Keine 30 Minuten hat das jetzt gedauert und ist so viel hübscher als ein olles Handtuch.

 

Jetzt liegt sie hier auf dem Wickeltisch und wartet auf die kleine Madame und ihren ersten Einsatz. Viel Spaß beim Nachnähen!

Nähanleitung: Halstücher für Babys

Was macht ihr mit all den vielen Stoffresten, die sich über die Zeit so ansammeln? Also ich nähe derzeit sehr gerne Kleinigkeiten für Neugeborene und heute werden das niedliche Halstücher sein. Die sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind auch noch praktisch – habe ich mir zumindest sagen lassen. Die Halstücher sind super schnell genäht und eignen sich auch gut als kleines Geschenk für frisch gebackene Eltern oder als Mitbringsel zu einer Babyshower Party.

Für die Unterseite nehme ich saugstarkes Frottee und für die Oberseite hübsche Stoffreste aus Jersey – einfache Baumwolle ginge aber bestimmt auch. Das Schnittmuster könnt ihr euch gerne als PDF downloaden.

Material:

Frottee

Jersey

KamSnaps (oder Druckknöpfe für Jersey)

Anleitung:

Ich schneide die Oberseite aus Jersey und die Unterseite aus Frottee jeweils im Stoffbruch aus. Im Stoffbruch ausschneiden bedeutet einfach, den Stoff einmal zu falten und dann das Schnittmuster aufzulegen. Damit muss man nämlich nur noch die Hälfte ausschneiden – ideal für faule Menschen wie mich. Eine extra Nahtzugabe ist nicht notwendig, sie ist im Schnittmuster bereits enthalten.

 

Auch wenn beide Teile total unterschiedlich aussehen, passen sie doch aufeinander und so stecke ich sie mir fest. Die schönen Seiten des Stoffs sind dabei innen. Es ist normal, dass die Oberseite dabei Falten wirft und locker auf dem Unterteil liegt.

 

Beide Teile nähe ich mit Ausnahme der Wendeöffnung aneinander. Lasst euch nicht verwirren, dass ich dazu teilweise meine Overlock nehme – ich muss ein bisschen üben. Ihr könnt die gesamte Naht mit eurer normalen Nähmaschine nähen.

 

Im Anschluss wende ich das Halstuch durch die Wendeöffnung und schließe diese dann. Zuletzt steppe ich einmal rundrum.

 

Als Verschluss bringe ich die KamSnaps an. Dazu steche ich ein Loch, stecke das eine Teil durch, das andere drauf und quetsche das Ganze mit der Zange zurecht.

 

 

Und taddaaaaaaa… fertig ist das Halstuch oder gleich ganz viele Halstücher. Ich bin so gespannt, wie sie wohl der kleinen Madame stehen werden. An ihrem Sommer-Einteiler sieht es zumindest schon mal süß aus.

  

Viel Spaß beim Nachnähen!

Mein Gemüsegarten – Staudensellerie

Ihr habt euch bestimmt schon gefragt, was diese merkwürdigen, leicht verdorrten Pflanzen/ Knollen in den flachen Gefäßen auf der Fensterbank sollen. Das ist der untere Teil vom Stangensellerie. Ich liebe Stangensellerie im Salat und jedes Mal, wenn ich einen daheim hab, schneide ich die unteren 5cm ab und stell sie in ein flaches Gefäß mit Wasser.

Nach ein paar Tagen bilden sich die ersten, zarten Wurzeln und aus der Mitte der Pflanze schieben sich neue Blätter nach oben. Bei ganz vielen Gemüsesorten ist es problemlos möglich, diese aus sogenanntem Küchenabfall wieder neu zu ziehen. Beim Staudenselleri ist das super einfach und funktioniert jedes Mal. Natürlich dauert es jetzt eine ganze Weile, bis ich den ersten eigenen Staudenselleri ernten kann – dafür hab ich dann aber auch den ganzen Sommer hindurch frischen im Garten.

Da es draußen inzwischen warm genug ist, wird es Zeit für einen Umzug. Weg von der Fensterbank und hinein ins Hochbeet.

  

Und damit dem Staudenselleri auch nachts nicht kalt wird, bekommen die Pflänzchen ein leeres Marmeladenglas als Mini-Gewächshaus.

   

Sobald die Nächte nicht mehr kalt oder die Pflänzchen größer sind, können die Mini-Gewächshäuser wieder weggeräumt werden und der Sellerie kann sich in seiner ganzen Pracht entfalten.

 

Renovierung der Küche – Finale

Gut drei Wochen hat es gedauert und jetzt ist sie endlich fertig: die Küche, mein neuer Lieblingsort! OK, es ist eigentlich erst das Halbfinale, ein paar Kleinigkeiten fehlen noch: die Spülmaschine, die Dunstabzugshaube, die Griffe für die Einbauschränke. Überhaupt müssen die Einbauschränke noch neu lackiert werden. Aber ich kann die Küche schon benutzen und das tue ich jeden Tag mit Vergnügen. Sogar das Abwaschen macht mir Spaß! Und auch die Ecke für die Kaffeemaschine gefällt mir sehr gut.

     

Wir haben entrümpelt, zurückgebaut, geplant, geshoppt, aufgebaut und angebracht, gemessen und neu geplant, ausgeräumt, ausgemistet, runtergetragen und wieder eingeräumt und nochmal umgeräumt. Es war zwischenzeitlich recht chaotisch und nervenaufreibend, gab tagelang kein fließendes Wasser und noch länger keinen Herd zum Kochen. Der Wasseranschluss hat den Schatz uns beinahe an den Rand der Verzweiflung gebracht, dafür sind andere Dinge überraschend leicht gewesen. Gelernt haben wir, dass wir zusammen mit ein bisschen Hilfe von meinem Papa eine Küche bauen können und es trotzdem definitiv nie wieder machen wollen. Wir haben großen Respekt vor der Arbeit von Wasserinstallateuren und Tischlern und sind stolz darauf, sowohl den Metod Korpus als auch die Maximera Schublade praktisch blind zusammenbauen zu können. Ich möchte für ganz lange Zeit nichts mehr von tropfenden Wasserzuläufen oder undichten Abflüssen hören und freue mich jetzt einfach darauf, in meiner neuen Küche zu kochen und zu essen.

     

Und das Beste ist, sie ist noch schöner geworden als ich es mir vorgestellt habe. Vielen lieben Dank liebster Papa und liebster Schatz. Das habt ihr ganz toll gemacht!

 

DIY Tafellack

Für unsere Küche haben wir die Paneele hinter der Arbeitsplatte mit Tafellack gestrichen. Und wenn so eine Dose Tafellack schon mal offen ist, was liegt da näher, als praktisch alles damit anzumalen, was sich auf die Schnelle so finden lässt.

 

Gesagt – getan. Mit Tafellack zu arbeiten, ist ganz einfach. Alles, was du dazu brauchst ist ein Pinsel und eine Unterlage, die ruhig dreckig werden kann, dazu den Tafellack und viele schöne Gegenstände, die du verschönern möchtest. Ich habe 2 alte Obstkisten, einige Flaschen, eine Vorratsdose und eine Schale zusammengesucht. Die Sachen sollten sauber, fett- und staubfrei sein. Außerdem würde ich ein altes T-Shirt anziehen, denn einmal gekleckert, geht das Teufelszeug nicht mehr raus. Wenn alles fertig angemalt ist, lässt du die Sachen einfach trocknen und fertig.

   

Der Tafellack trocknet recht schnell an und ist nach etwa 4 Stunden vollständig ausgetrocknet. Ich habe insgesamt 2 Schichten aufgetragen. Die zweite Schicht Tafellack kam drauf, sobald die erste durchgetrocknet war. Das erkennt man ganz gut daran, dass der nass glänzende Lack beim trocknen matt wird. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Die Schale male ich nur im unteren Bereicht mit Tafellack an – und zwar so, dass man die Pinselstriche noch gut erkennt.

 

Bei den Flaschen möchte ich den Tafeleffekt hauptsächlich dafür nutzen, um sie zu beschriften. Eine habe ich frei Hand und recht „unordentlich“ angemalt, bei den anderen habe ich Masking Tape zum Abkleben genutzt und so den Effekt von Etiketten erhalten.

   

Die Vorratsdose wollte ich einfach nur farblich an die Küche anpassen – gleiches gilt für die Glasflasche mit Deckel. Der Tafellack kann nämlich auch super dafür genutzt werden, Dinge mattschwarz zu lackieren. Natürlich gilt mein Hauptinteresse aber der Möglichkeit, den Tafellack mit Kreide zu beschriften – ist doch klar.

  

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Nähanleitung: Halsband für Hunde

Bei den diversen Umbaumaßnahmen im Haus kann ich derzeit kaum mithelfen – umso größer ist mein Verlangen nach einem eigenen, kreativen Projekt. Also gibt es für die Fellnasen mal wieder was neues. Ich nähe meinen beiden Süßen neue Halsbänder und wie das geht, zeig ich euch. Ich mag Zugstopp Halsbänder am liebsten, weil man sie dem Hund einfach über den Kopf schieben kann – ohne lästige Schnallen und Klickverschlüsse. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass das Halsband den Hund niemals würgen kann. Selbst wenn es ganz zugezogen ist, passt zwischen Halsband und Hundehals immer noch ein Finger. Innen im gesamten Halsband verläuft ein Gurtband – das gibt extra Sicherheit und Stabilität.

Material:

Leder, Kunstleder oder sehr stabiler, robuster Stoff für die Innenseite

dekorativer Außenstoff

Gurtband 15mm

D-Ringe 15mm x 20mm

Ledernähnadel, farblich passendes Garn

 

Anleitung:

So ein Hundehalsband näht sich ziemlich fix. Dazu befestige ich zuerst das Gurtband mit den D-Ringen am (Kunst)leder, stelle daraus den Rohling für das Halsband her, steppe den Baumwollstoff darauf und befestige zum Schluss ein paar dekorative Quasten. Ein bisschen kniffeling und friemelig, aber an sich wirklich einfach. Und los geht’s.

Ich schneide das innere Teil des Halsbandes aus dem (Kunst)leder oder einem robusten, stabilen Stoff zu. Dazu habe ich einfach ein gut passendes Halsband meiner Süßen abgepaust. Als Nahtzugabe lasse ich oben und unten gut ein Drittel der Breite stehen. An den Seiten gibt es keine Nahtzugabe. Den Baumwollstoff schneide ich ebenso zu – allerdings braucht es hier zusätzlich etwa 2cm Nahtzugabe an den Seiten. Der dekorative Außenstoff ist also um einiges länger.

Ich fädel den ersten D-Ring auf das Gurtband und nähe das Gurtband knappkantig neben dem D-Ring zusammen. Dann steppe ich es in ganzer Länge an das Innenteil des Halsbands.

 

Das Gurtband durch den D-Ring ziehen – dabei liegt die rechte Seite des (Kunst)leders innen – praktisch so, wie das Halsband später aussehen soll. Dann kommt der nächste D-Ring auf das Gurtband und das Gurtband wird zurück zum Halsband geführt.

 

Dieses Stück des Gurtbands bestimmt die Größe des Halsbands. Es muss dabei so weit auseinander gezogen werden können, dass der Kopf bequem durchpasst. Vollständig zusammen gezogen soll noch ein Finger zwischen Halsband und Hundehals passen, damit der Hund nicht gewürgt werden kann. Am besten probiert man das gute Stück kurz am Hund aus. Passt alles, wird der zweite D-Ring knappkantig eingefasst und das Gurtband auf dem Innenteil befestigt. Da das Halsband jetzt schon geschlossen ist, wird es ein bisschen friemelig. Ich nehme dazu den Aufsatz meiner Nähmaschine ab und stülpe das Halsband auf den Freiarm. So kann ich bequem rundrum nähen.

   

An den Ecken schneide ich kleine Dreiecke aus, dabei achte ich darauf, gut 0,5cm Abstand zum abgepausten Halsband zu halten.

Dann klappe ich die Seiten um und klemme sie fest, um sie festzusteppen.

 

Der Halsband Rohling ist damit fertig. Später kann man den immer wieder nutzen. Wenn der Außenstoff nicht mehr schön aussieht oder du einfach Lust auf einen anderen hast, kannst du ihn einfach abtrennen und einen neuen annähen.

   

Und jetzt kommt schon dieser dekorative Arbeitsschritt – ich steppe den Außenstoff fest. Dazu schlage ich die Ränder um, bügel alles vor und klemme die Einzelteile aneinander.

  

Insgesamt nähe ich zweimal rundrum, damit alles schön fest sitzt.

 

Das Halsband ist jetzt fertig, wenn man es schlicht mag. Ich liebe Quasten und finde, dass die unfassbar gut zu Windhunden passen. Das Halsband wirkt damit noch ein bisschen edler und so nähe ich drei daran fest.