Nähanleitung: ein Brustbeutel für die nächste Reise

Prym lädt ein, sich als Prym Brand Ambassador zu bewerben und da bin ich sofort dabei. Man soll in einem Beitrag zeigen, was Prym für einen besonders macht. Natürlich kenne ich wie jede Nähbegeisterte die Marke Prym und nutze auch das eine oder andere Produkt. Prym – das ist für mich, wenn die Schere scharf, die Nadeln spitz und die Helferlein clever durchdacht sind. Schließlich sagt auch mein Vater beim Heimwerken immer, dass alles am besten mit richtig gutem Werkzeug geht. Und da hat er einfach Recht.

Erinnert ihr euch noch an diese Brustbeutel, die man als Kind um den Hals hatte? Da war vorne so eine Tasche mit durchsichtigem Plastik, in der immer gut sichtbar die Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr war. Die Brustbeutel waren zugegebener Maßen echt praktisch, gleichzeitig aber auch unfassbar hässlich. Oh, und kennt ihr das? Am Flughafen auf dem Weg in den Urlaub? Andauernd muss man den Boarding Pass oder den Reisepass vorzeigen und jedes Mal sucht man die zuvor sorgfältig weggelegten Reisedokumente. Jedes Mal.

Das hat nun ein Ende – heute nähe ich mir für den nächsten Urlaub ein hübsches Täschlein – inspiriert von den hässlichen und völlig unterschätzten Brustbeuteln meiner Kindheit. Endlich werde ich am Flughafen alles griffbereit haben und das wesentlich stylischer als damals. Versprochen.

Für uns geht der nächste Urlaub auf ein Kreuzfahrtschiff – ich entscheide mich bei der Stoffauswahl also für dunkles blau inklusive maritimer Motive. Blau und maritime Motive gehen ja sowieso immer. Für die Brusttasche nehme ich einen Futterstoff und 3 unterschiedliche Oberstoffe.

Die Musik läuft, die Cola Zero steht bereit und die Hündin hat es sich auf dem Sofa bequem gemacht. Los geht’s.

Material und Stoffzuschnitt für die Brusttasche

Außenstoff hinten:

gestreifte Baumwolle: 19cm x 25cm

Vlieseline: 17cm x 23cm

Außentasche ohne Reißverschluss:

Schiffchenstoff: 19cm x 30cm

Vlieseline zum Verstärken: 17cm x 14cm

Außentasche mit Reißverschluss:

Vogelstoff: 19cm x 16cm

Gestreifte Baumwolle: 19cm x 9cm

Vlieseline: 17cm x 14cm und 17cm x 7cm

Futter: 19cm x 17,5cm und 19cm x 16cm

Endlosreißverschluss: 23cm

Haupttasche:

Futter: 19cm x 50cm

Kordel: 135cm

Anleitung zum Nähen des Brustbeutels

Vorbereitung der einzelnen Teile des Brustbeutels

Alle Stoffstücke mit Vlieseline verstärken. Für die Außentasche ohne Reißverschluss den Stoff in der Mitte falten, bügeln. In die Falte die Vlieseline legen und festbügeln. Stoff wieder falten und die Kante feststeppen. Die 3 offenen Seiten bleiben offen. Falls gewünscht Verzierungen anbringen.

 

Für die Reißverschlusstasche zuerst den Reißverschluss an den Vogelstoff und den passenden Futterstoff – beide 19cm x 16cm – nähen. Dazu ein ‚Sandwich‘ aus Futterstoff, Reißverschluss und Oberstoff bilden, feststecken und mit der Nadel ganz links feststeppen. Alles nach rechts umklappen und mit der Nadel in der mittleren Position feststeppen.

 

Den gestreiften Stoff mit dem Futterstoff genauso an die andere Seite vom Reißverschluss nähen – außer, dass der Futterstoff bei der zweiten Naht nicht erfasst wird. Er soll in die andere Richtung liegen.

 

Zuletzt den Zipper einfädeln. Die Rückseite mit einfacher Tasche und die Vorderseite mit Reißverschlusstasche sind dann fertig.

Ferigstellen des Brustbeutels

Bei der fertigen Umhängetasche soll eine einfache Kordel als Gurt dienen – sie wird beim Zusammennähen der beiden Seiten einfach mit eingenäht. Dazu ein ‚Sandwich‘ aus Rückseite, Kordel und Vorderseite legen, festklemmen und steppen. Die Nahtzugabe knapp abschleiden und die Tasche wenden.

    

Das Futter für die Haupttasche falten und beide Seiten zunähen – dabei eine Wendeöffnung lassen.

Die Tasche in den Futterstoff stecken und beide Teile oben miteinander vernähen – also einfach einmal rum. Dabei darauf achten, dass die Nähte aufeinandertreffen.

Die Tasche nun durch die Wendeöffnung wenden und diese danach knappkantig verschließen. Anschließend das Taschenfutter in die Tasche stülpen, alles bügeln und den oberen Rand einmal rundrum feststeppen.

  

Und taddaaaa, fertig ist eine hübsche Brusttasche. Viel Spaß beim Nähen!

  

Für später pinnen:

Nähanleitung: Babyrassel

 

 

Material:

– Baumwolle

– Füllwatte

– Rasseln, Glöckchen

Anleitung:

Die einzelnen Stoffteile rechts auf rechts aneinander nähen.

Den entstandenen Stoffstreifen aufklappen, die Nahtzugabe auseinanderbügeln und feststeppen. Ich will ganz sicher sein, dass nichts ausreißen kann – die kleine Madame soll ja nicht an die Füllwatte oder an das Glöckchen kommen.

Die kurze und die lange Seite rechts auf rechts zusammennähen – eine kurze Seite offen lassen.

 

Die Hülle wenden und mit Füllwatte und Glöckchen oder Rassel stopfen. Das Ende zunähen.

Und taddaaaa – fertig ist das Klangspielzeug für die kleine Madame. Am Anfang hat sie sich nicht wirklich dafür interessiert – inzwischen liebt sie es und spielt super gerne damit.

 

Viel Spaß beim Nachnähen!

 

 

Hausumbau: Wohnzimmer

In unserem Haus gibt es ein Zimmer, das ist groß und hat einen offenen Kamin. Man könnte mit Fug und Recht behaupten, dass es das schönste Zimmer im ganzen Haus ist. Ich frag mich, warum das jetzt erst unser Wohnzimmer ist. Gerade im Herbst und Winter ist es unfassbar schön, hier bei einem wohlig prasselnden Feuer im Kamin zu sitzen, den Flammen zuzusehen und dabei zu entspannen.

In unserem vorigen Wohnzimmer hatten wir graue Wände und dunkelgraue Vorhänge – das wollten wir dieses Mal nicht. Zu dunkel. Zu eng. Wir haben uns für weiße Wände, neutrale Töne und viele Pflanzen entschieden. Die Einrichtung ist größtenteils die gleiche geblieben. Lediglich der Schaukelstuhl kam aus dem Esszimmer dazu und die Hundekissen habe ich neu genäht. Wie man sieht, gefällt das neue Wohnzimmer auch den beiden Hundedamen – die liegen so lieb auf ihren Kissen.

     

Die Dekoration habe ich ziemlich reduziert. Übrig geblieben sind ein paar Kerzen, ein paar Kissen (ok, viele Kissen), meine Lieblingsbücher und die kleine Snackdose, die mein Papa für mich gedrechselt hat. Die ist immer hübsch mit Nüssen, Pistazien oder anderen Kleinigkeiten gefüllt. Sieht nicht nur super gut aus, ist auch noch praktisch.

   

So, das war die Tour durch unser neues Wohnzimmer. Ich setz mich jetzt noch ein bisschen vor den Kamin und genieße die wohlige Wärme.

DIY Griffe für die Einbauschränke

In unserem Haus gab es bis vor einiger Zeit immer 2 voneinander unabhängige Wohnungen. Das bedeutet, dass in den beiden Hauptetagen (Erdgeschoss und Obergeschoss) jeweils ein voll ausgestattetes Bad und eine komplette Küche waren. Während zwei Bäder natürlich ein angenehmer Luxus sind, braucht eigentlich kaum jemand zwei Küchen – außer natürlich… Hmmmm, na jedenfalls haben wir entschieden, dass uns eine Küche ausreicht und dass diese ins Erdgeschoss gehört, wo nun auch das Ess- und Wohnzimmer zu finden sind.

In dieser Küche sind noch die alten, originalen Einbauschränke vorhanden und die haben wir natürlich behalten. Zum einen sind sie super praktisch als zusätzlicher Stauraum, zum anderen liebe ich es, alles Alte in diesem Haus zu erhalten. Nun brauchen sie natürlich ein bisschen liebevolle Zuwendung, damit sie in ihrer Schönheit erstrahlen und in die neue Küche passen. Sie werden neues Schrankpapier (oh, da bin ich schon sehr aufgeregt), einen Anstrich mit weißem Lack und neue Griffe bekommen.

  

Die Griffe müssten von 1986 sein – damals wurde die Küche das letzte Mal von Grund auf renoviert. Und auch wenn damals blaue Gummigriffe der letzte Schrei waren, wünsche ich mir heute ein etwas schlichteres Design. Und sobald ich fertig bin mit meinen Schränkchen, zeig ich sie euch natürlich wieder hier auf dem Blog.

 

Upcycling: Wickeltischlampe aus einer alten Nachttischlampe

Schon bevor die kleine Madame da war, habe ich mir so meine Gedanken übers Windeln wechseln gemacht – gerade wenn es schon oder noch dunkel ist. Dann braucht es irgendeine Art von Beleuchtung. Um es für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu machen, wollte ich kein grelles Licht. Das blendet und macht unnötig wach. Eine passende Lampe hatte ich auch nicht, aber noch eine alte Nachttischlampe von Ikea. Daraus lässt sich doch was machen, hab ich mir gedacht. Und das beste (für mich als Symmetriefanatikerin): ich konnte die gleichen Stoffe nehmen, die ich auch schon bei den Decken benutzt habe. Und nun sind Wickeltischlampe und Wickelunterlage Ton in Ton – wenn das nichts ist!

Material:

Lampenschirm – entweder ein alter oder gleich so ein Gestell

Lampe

Stoffreste, Bänder, Schnüre, Wolle

 

Anleitung:

Falls ein alter Lampenschirm verwendet wird, muss natürlich erstmal der Bezug entfernt werden, damit nur noch das Gestell übrig bleibt.

Das Gestell wieder auf die Lampe setzen und die Stoffreste, Bänder und Schnüre an dem Gestell anbringen. Ich mach das genauso wie beim Mobile.

 

Zum Schluss die Bänder und Stoffstreifen auf die gewünschte Länge kürzen. Wichtig ist, dass als Leuchtmittel nur kalte Lampen verwendet werden dürfen – also nicht die alten Glühbirnen. Die werden womöglich zu heiß und sengen in einem unbeobachteten Moment den Stoff an.

   

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Nähanleitung: Babymütze mit Ohren

Vor der Geburt unserer Tochter habe ich nicht nur wie verrückt Decken genäht, sondern auch Mützen – vorzugsweise mit Ohren dran. Die sehen ja auch so niedlich aus und mal ehrlich, Mützen kann man gar nicht zu viele haben.

Material:

Jersey oder Bündchenstoff

 

Anleitung:

Ich kenne 3 verschiedene Schnittmuster für Mützen. Dabei ist die Breite immer der Kopfumfang (+ Nahtzugabe) und die Höhe im Prinzip das Doppelte der „Länge“ der Mütze oder wie auch immer man das nennen möchte. Wenn die Mütze unten umgekrempelt werden soll, entsprechend länger. Da die Mütze gefüttert ist, wird der Schnitt gespiegelt und dann entstehen diese 3 dabei:

  

Die Ohren sind einfach mehr oder weniger spitz zulaufende Halbkreise. Davon werden 4 benötigt, von denen jeweils 2 rechts auf rechts aneinander genäht und dann umgedreht werden.

 

Damit richtige Öhrchen entstehen, falte ich sie und steppe einen Teil schräg fest.

 

Die Ohren sind fertig und warten auf ihren weiteren Einsatz.

Den Stoff für die Mütze rechts auf rechts falten und die außen liegenden Seiten schließen, dabei im unteren (später inneren) Teil eine Wendeöffnung lassen.

 

Den Stoff nun so legen, dass die Naht (rechts) auf dem Stoffbruch (links) liegt und die noch nicht vernähten Mitten aufeinander liegen.

Die Seite mit der Wendeöffnung schließen, die andere noch offen lassen – hier müssen zunächst noch die Ohren fixiert werden. Dazu lege ich die so hin, wie sie später sitzen sollen. Dann schieb ich sie zwischen die beiden Stoffe, wobei die Rückseite der Ohren zu der Seite mit der langen Naht zeigt. Ich fixiere die Ohren mit einem weiten Steppstich und schließe die Naht dann.

 

Danach die Mütze durch die Wendeöffnung wenden und die Wendeöffnung verschließen.

 

Zum Schluss den unteren Teil in den oberen stecken und schon ist die Babymütze mit Ohren fertig.

 

Viel Spaß beim Nachnähen!